Uebersicht ĂŒber die fertigen Tools zu den AbstimmungsausgĂ€ngen am 26. September 2021

Nun liegen alle relevanten Tools vor, die RĂŒckschlĂŒsse auf die Abstimmungen vom kommenden Abstimmungswochenende erlauben. Sie sind sich seit lĂ€ngerem einig: Ja zur Ehe fĂŒr alle, Nein zur 99-Prozent-Initiative. Wie genau ist das, und was bedeutet es politisch?

Bei der 99-Prozent-Initiative reicht die Spannbreite der Vorhersagen von 28-38 Prozent Ja. Die eigentlichen Prognosen (Thomas Willi, Sebastien Persegeurs und Lukas Golder) schwanken zwischen 28 und 31 Prozent. Die Umfragen liegen etwas darĂŒber, nĂ€mlich zwischen 34-37 Prozent. Das seit bereits zwei Wochen alt sind, kann es auch sein, dass sich die Stimmabsichten seither weiterentwickelt haben.
Auch die Medienanalysen sind etwas mehr im Ja. Doch ist nur die Analyse von stellus mit 35 Prozent Zustimmungen eine Prognose. Das Foeg erhebt keinen solchen Anspruch. Die Konfliktanalyse des Nationalrats spricht fĂŒr ein Ja von 38 Prozent. Sie versteht sich wiederum als Vorhersage. Schliesslich die Wettbörse: Sie macht keine punktgenauen Angaben; doch auch sie nennt den Bereich von 30-39 Prozent Ja als wahrscheinlich.

Bei der Ehe fĂŒr alle reichen die eigentlichen Prognosen von 63 bis 65 Prozent. Die letzten Umfragen zeigen Ă€hnliche Ja-Anteile. Aehnlich ist die Wettbörse. Die Medienanalysen von stellus prognostiziert 57, genau das Gleiche wie die Konfliktanalyse zur Nationalratsentscheidung.

Am 13. Juni 2021 waren die Prognosen des Informatikers Sebastien Persegeurs am genauesten. Sie lagen im Schnitt nur 2.6 Prozentpunkte neben dem Endergebnis. Damals galt: Prognosen sind am genausten. Es folgen Umrechnungen wie die Konfliktanalyse und dann die Umfragen.

Wenn es klar ist, was am Sonntag angenommen und was abgelehnt wird, kann man jetzt schon Bilanz ziehen, welche Parteien mit ihren Parolen in der laufenden Legiylatur am hĂ€ufigsten die Abstimmungsentscheidungen der BĂŒrger:innen vorweg nehmen. Es sind dies „Die Mitte“, FDP und glp. Es folgten die SVP, die EVP und die SP und GrĂŒnen, die gleichauf sind.
Auch die Trendsetter-Parteien sagen gleichzeitig Ja zur Ehe fĂŒr alle und Nein zur Juso-Initiative.