Archive for Dezember, 2007

Ich stelle mich vor …

Gerne stelle ich mich noch vor: Mein Name ist Claude Longchamp.

Ich bin am 14. MĂ€rz 1957 in Freiburg im Üchtland als Sohn von Pierre und Claire Longchamp-Stehli geboren. Ich bin in Fribourg französischsprachig, in Oberwil bei Basel und Buchs bei Aarau deutschsprachig aufgewachsen. Ich habe die Schule im Aargau gemacht und in ZĂŒrich und Bern studiert. Von meiner Ausbildung her bin ich Historiker, von meiner TĂ€tigkeitkeit her eher Politik- oder Sozialwissenschafter.

Claude Longchamp, Politikwissenschafter/Historiker, Institutsleiter gfs.bern

Seit 2004 bin ich Institutsleiter, Mitglied des Verwaltungsrats und Vorsitzender der GeschÀftsleitung des Forschungsinstituts gfs.bern. Seither bin ich auch Verwaltungsratsmitglied des gfs-Befragungsdienstes. am GfS bin ich seit 1986 in verschiedensten Funktionen tÀtig gewesen.

Meine Forschungsgebiete sind vor allem die Schweizer Politik (Wahlen, Abstimmungen, Parteien), aber auch die öffentliche Meinung (generell, namentlich zum Staat, aber auch zu neuen Technologien, zur Gesundheitspolitik und zur Europapolitik). Ich mache zudem Verhaltens- und Imagestudien zu politischen Akteuren im Entscheidungsprozess.

Bis 1992 unterrichtete ich als Lehrbeauftragter an der UniversitĂ€t Bern im Fach Politikwissenschaft. Seither bin ich als freier, aber regelmĂ€ssiger Dozent an verschiedenen UniversitĂ€ten (UniversitĂ€t Freiburg, UniversitĂ€t ZĂŒrich, UniversitĂ€t Bern, UniversitĂ€t Lausanne) und an verschiedenen Fach(hoch)schulen (Winterthur, ZĂŒrich, Luzern) tĂ€tig. Ab 2008 werde ich an der UniversitĂ€t St. Gallen im Rahmen des Lehrganges International Affairs das Fach „Politik in der Praxis“ unterrichten. Meine sonstigen Themen in der Lehre sind vor allem Tools wie die Demoskopie zur Analyse der BĂŒrgerInnen-Meinungen, aber auch das Lobbying als konkrete Form des politischen Handelns.

Seit 1992 bin ich in ausseruniversitĂ€ren Vermittlung von Forschung aktiv. Ich habe seit 1992 an alle eidg. Abstimmungssonntagen Analysen und Kommentare fĂŒr die SRG SSR idĂ©e suisse gemacht. Ich habe auch die Wahlen 1995 bis 2007 fĂŒr das gleiche Medienunternehmen untersucht und vermittelt. Meine AktivitĂ€ten bei anderen Massenmedien waren frĂŒher ausgiebig. Sie sind heute, wegen eine gewissen Distanz zum vorherrschenden Thesenjournalismus geringer geworden. Ich ziehe es dafĂŒr vor, mich via Blog wie den Kommunikationsblog direkt an die Oeffentlichkeit zu wenden.

Seit 2004 fĂŒhre ich zudem regelmĂ€ssig historisch-politisch-kulturelle StadtfĂŒhrungen durch, vornehmlich fĂŒr internationale Delegationen, PolitikerInnen, Verwaltungsmitglieder und Medienschaffende. Ich fĂŒhre hierzu auch den Stadtwanderer-Blog.

Claude Longchamp

Longchamp 2008: damit habe ich fast gar nichts zu tun

Politische Kommunikation der Verwaltung

Am 24. Januar 2008 ist es soweit: Ich starte mit dem ersten Kurs in mein “Lehr-Jahr 2008″. Er findet im Rahmen der Weiterbildung der UniversitĂ€t ZĂŒrich statt. Veranstaltet wird er vom IPMZ transfer, der Link zwischen Theorie und Praxis des ZĂŒrcher Instituts fĂŒr Publizistik- und Medienforschung.

Der ganze Kurs richtet sich an Externe der UniversitĂ€t, die als FĂŒhrungskrĂ€fte oder Kommunikationsverantwortliche in der Oeffentlichen Verwaltung arbeiten. Er dauert 6 Studientage, und er findet zwischen dem 17. Januar und 29. Februar 2008 in ZĂŒrich statt.

Die Ausschreibung zum Kurs hĂ€lt unter anderem fest: “Das SpannungsverhĂ€ltnis im Dreieck “Verwaltung – Medien – Politik” steht im Mittelpunkt des Weiterbildungskurses. Die Erkenntnisse der Kommunikationswissenschaft sollen in dem Kurs fĂŒr die Anliegen der Verwaltung erschlossen und nutzbar gemacht werden.”

Meinerseits werde ich ĂŒber die Erfahrungen berichten, die öffentliche Informationsarbeit bei Volksabstimmungen bzw. in Themenkampagnen hat. Dabei geht es mir weniger um rechtliche oder auch politische Fragen, was man darf und was nicht. Vielmehr will ich vermitteln, was öffentliche Verwaltungen fĂŒr Wirkungen erzielen, wenn sie kommunizieren. Ich stĂŒtze mich dabei auf rund 50 Fallstudien, die das Forschungsinstitut gfs.bern hierzu auf allen Stufen des politischen Systems der Schweiz gesammelt hat.

Die Ergebnisse der Forschung, die ich prĂ€sentieren werde, sind im Dispositionsansatz zusammengefasst worden. Diese resĂŒmiert meine Erfahrungen mit Meinungsbildungsprozesses unter Bedingungen kampagnemĂ€ssiger Massenkommunikation, die ich im Wesentlichen zwischen 1992 und heute gesammelt habe. Seit 1998 biete ich diese Erkenntnisse fĂŒr politische Akteure verschiedenster Provenienz in Kursform an.

Den Kurs am IPMZ findet so zum ersten Mal statt. Anmeldungen sind bis Anfang Januar 2008 möglich.

Claude Longchamp