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	<title> &#187; IPW Uni ZÃ¼rich</title>
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	<description>Politikwissenschaft in der Praxis, das Blog von Claude Longchamp</description>
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		<title>Partij voor de Vrijheid als Partei neuen Typs</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 21:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die hier bereits einmal aufgeworfene Frage, ob mit islamfeindlichen Positionen eine neue Konfliktlinie in den europÃ¤ischen Parteiensystemen entsteht, war Gegenstand einer Diskussion in meiner heutigen Vorlesung zur Wahlforschung. In den gegebenen Antworten Ã¼berwog die Skepsis, wenn auch die niederlÃ¤ndische PVV als Partei neuen Typs verstanden werden kann.

Positionierung der PVV 2010 gemÃ¤ss dem niederlÃ¤ndischen Politikwissenschafter AndrÃ© [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die hier bereits einmal aufgeworfene Frage, ob mit <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/11096/widerstand-gegen-den-islam-als-neue-konfliktlinie-im-parteiensystem-europas/">islamfeindlichen Positionen eine neue Konfliktlinie </a>in den europÃ¤ischen Parteiensystemen entsteht, war Gegenstand einer Diskussion in meiner heutigen Vorlesung zur Wahlforschung. In den gegebenen Antworten Ã¼berwog die Skepsis, wenn auch die niederlÃ¤ndische PVV als Partei neuen Typs verstanden werden kann.</strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/250px-Pol-landschap-2010.gif" alt="250px-Pol-landschap-2010" title="250px-Pol-landschap-2010" width="250" height="250" class="alignnone size-full wp-image-11244" /><br />
<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Party_for_Freedom">Positionierung der PVV 2010</a> gemÃ¤ss dem niederlÃ¤ndischen Politikwissenschafter AndrÃ© Krouwel, fÃ¼r den die PVV 2010 konservativ ist. Der jÃ¼ngste Berichte zu den Entwicklungen des niederlÃ¤ndischen Parteiensystems bezeichnet die PVV etwas komplexer als neue radikale Rechte mit einer nationaldemokratischen Ideologie, aber ohne rechtsextreme Wurzeln.</em></p>
<p>Es war eine Woche, in der sich Vieles um Geert Wilders drehte: Zuerst sprach er vor Getreuen in Berlin. Dann gaben die niederlÃ¤ndischen Konservativen grÃ¼nes Licht fÃ¼r eine Minderheitsregierung mit den Rechtsliberalen, die sich nur mit Duldung Wilders Partei fÃ¼r die Freiheit an der Macht halten kann. Schliesslich musste sich Wilders wegen mutmasslicher Hetze gegen den Islam vor Gericht verantworten, ohne dass schon ein Urteil gefÃ¤llt worden wÃ¤re. </p>
<p>Um sinnvollerweise von einer (neuen) Konfliktlinie im Parteiensystem eines Landes sprechen zu kÃ¶nnen, definierte der Florenzer Politikwissenschafter <a href="http://www.bing.com/images/search?q=stefano+bartolini&#038;FORM=BIFD#focal=f553de9b2f11a13eb3ded4710beb451d&#038;furl=http%3A%2F%2Fwww.eui.eu%2FPersonal%2Fbartolini%2FBartolini%2520006.jpg">Stefano Bartolini </a>drei Kriterien:</p>
<p>. Es braucht eine tiefgreifende Spaltung in der Gesellschaft.<br />
. Auf dieser aufbauend mÃ¼ssen neue kollektive IdentitÃ¤ten entstehen.<br />
. Diese mÃ¼ssen durch neue parteiÃ¤hnliche Organisationen verfestigt werden.</p>
<p>Erstes ist gegenwÃ¤rtig offensichtlich vielerorts vorhanden. Namentlich die Globalisierung hat soziologisch bestimmbare Gewinner und Verlierer hervorgebracht, die seit einiger Zeit gesellschaftliche Spannungen hervorbringen. Zu den zentralen Punkten des BÃ¼rgerInnen-Alltag gehÃ¶rt insbesondere die Migration und die Durchmischung von Kulturen. Dazu gehÃ¶rt an verschiedenen Orten eine Anwachsen der Islamfeindlichkeit. Ob daraus auch verbreitet neue kollektive IdentitÃ¤ten entstehen, kann indessen beizweifelt werden. Damit verringert sich die Chance, dass politische Organisationen diese zur Basis einer Partei machen kÃ¶nnten.</p>
<p>Es ist aber auch mÃ¶glich, die PVV ganz anders, nÃ¤mlich als eine Partei neuen Typs zu analysieren. Sie hat nun ein Mitglied, ihren GrÃ¼nder Geert Wilders. Alle anderen Aktivisten sind Supporter. Deshalb versucht man auch, die Partei im Sinne des politischen Entrepreneurships zu interpretieren. Sie begann als parlamentarische Gruppe, die rechtskonservativ politisierte, wird unverÃ¤ndert als rechtspopulistisch, positionsmÃ¤ssig neuerdings aber als konservativ eingestuft. Sie konzentriert sich auf die Islamfrage, hat hierzu eine offene Basis, lebt von der Behandlung in den Medien und hat kaum Parteistrukturen, die einen demokratischen Willensbildungsprozess strukturieren wÃ¼rden, entwickelt. Eine Herleitung aufgrund sozialstruktureller Bedingungen versagt damit weitgehend.</p>
<p>So kann man auch folgende Hypothese wagen: Die PVV nimmt gerade deshalb <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/9578/die-umkehr-des-wertewandels-in-den-niederlande/">erfolgreich an Wahlen </a> teil, weil sie konsequent auf die Kommunikation eines Themas mittels eines Kommunikators setzt, der sich wie ein Politunternehmer verhÃ¤lt. Das ist fÃ¼r die Politik in der Mediengesellschaft wohl typisch.</p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		<title>Das Werden des schweizerischen Parteiensystems</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 12:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegenstand meiner gestrigen Vorlesung zur Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich war die Analyse von Parteiensystemen und ihrer Bedingungen. Hierzu braucht es ein Zusammenspiel von Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft. 
Politologen haben immer wieder versucht, sie aus dem Wahlrecht abzuleiten. FrÃ¼he Theoretiker wie der Franzose Maurice Duverger, aber auch heutige Politikwissenschaft wie der EstlÃ¤nder Rein Taagepera haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gegenstand meiner gestrigen Vorlesung zur Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich war die Analyse von Parteiensystemen und ihrer Bedingungen. Hierzu braucht es ein Zusammenspiel von Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft. </strong></p>
<p>Politologen haben immer wieder versucht, sie aus dem Wahlrecht abzuleiten. FrÃ¼he Theoretiker wie der Franzose Maurice Duverger, aber auch heutige Politikwissenschaft wie der EstlÃ¤nder <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/1333/der-kleine-nobelpreis-fur-politikwissenschaft/">Rein Taagepera </a>haben uns die ZusammenhÃ¤nge zwischen Mehr- und VerhÃ¤ltniswahlrecht einerseits, Zahl der Parteiensystem anderseits nahegelegt. Was die Schweiz betrifft, kÃ¶nnen wie gegenwÃ¤rtig von einem polarisierten Pluralismus in einem Mehrheitparteiensystem sprechen, das im Nationalrat fragmentierter ist als das europÃ¤ische Mittel der Parteiensysteme, nicht aber im StÃ¤nderat. </p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/Parteiensystem-300x161.gif" alt="Parteiensystem" title="Parteiensystem" width="360" height="190" class="alignnone size-medium wp-image-11113" /><br />
<em>Parteiensysteme wie das der Schweiz kann man nur interdisziplinÃ¤r analysieren.</em></p>
<p>Soziologen genÃ¼gt diese Analyse nicht. Sie wollen begreifen, wie zentrale gesellschaftliche Konfliktlinie, Staatswerdung und Parteiensysteme zusammenhÃ¤nge. Der Amerikaner Seymour Lipset und der Norweger Stein Rokkan haben mit ihrer Cleavage-Theorie die Basis hierfÃ¼r gelegt. Der Verlauf der Revolutionen in der Neuzeit, beginnend mit Reformation/Gegenreformation, weiter fÃ¼hrend mit der FranzÃ¶sischen Revolution, bis hin zur Industriellen Revolution legte nach ihnen die Basis fÃ¼r europÃ¤ische Staatsentwicklung, fÃ¼r die BrÃ¼cken Ã¼ber die GrÃ¤ben nÃ¶tig waren, die so aufgerissen worden waren. Wie die Niederlande zÃ¤hlt die Schweiz nach ihnen zu jenen Staaten, fÃ¼r eine unvollstÃ¤ndige Reformation typisch ist, mit der der Staat die Kontrolle Ã¼ber die nationale Kirche gewann, eine starke Minderheit Katholiken aber verblieb, mit der Industrialisierung das (klein)stÃ¤dtische BÃ¼rgertum die erste Regierungspartei, den liberal-radikalen Freisinn stellte, und der katholische Konservatismus, spÃ¤ter auch die Bauern- und BÃ¼rgerpartei sowie die Sozialdemokratische Parteien mindestens vorerst aus der Opposition heraus politisierten. </p>
<p>Schweizer Historiker verweisen darÃ¼ber hinaus auf die unterschÃ¤tzten geschichtlichen Konflikte zwischen Stadt und Land, Herrn und Untertanen, aber auch innerhalb der StÃ¤dte zwischen Patriziern und BÃ¼rger, Stadtadel und ZÃ¼nften wird nur unzureichend erfasst. Zudem wurde der Erfolge einer nationalen Revolution durch die BestÃ¤ndigkeit der Kantone, die Mehrsprachigkeit des Landes und die Regionalismus in zahlreichen Kantonen immer wieder gebrochen. Schliesslich spaltete die Demokratisierung der staatlichen Strukturen den Freisinn, und verlangte die Etablierung der Volksrechte die Ausbildung nationaler Dachorganisationen Ã¼ber die weitgehend kantonal strukturierten Parteien. Ihre grundlegende AusprÃ¤gung hat das Parteiensystem der Schweiz durch den Uebergang von der regierenden Mehrheitspartei FDP hin zur Konkordanz-Regierung vin heute erhalten. </p>
<p>Daniele Caramani, Politikwissenschafter an der UniversitÃ¤t St. Gallen, hat zudem klar gemacht, dass die aktuellen Entwicklungen der Parteiensystem durch die gegenwÃ¤rtigen Cleavages geprÃ¤gt sind: WÃ¤hrend des 20. Jahrhunderts, der Zeit der grossen Ideologien interessierten namentlich die Spaltungen zwischen sozialdemokratischen und kommunistischen, bÃ¼rgerlich und faschistisch ausgerichteten Parteien. Anderseits geht es um die postmodernen Konfliktlinien, die im wesentlichen aus der Oekologiedebatte der 80er Jahre und der Gobalisierung seit dem Ende des Kalten Krieges entstanden sind. Sie kÃ¶nnen beigezogen werden, um grÃ¼ne Parteien, aber auch Antipoden zu ihnen wie die Autoparteien zu erklÃ¤ren resp. um das Aufkommen antieuropÃ¤isch geprÃ¤gter Parteien angesichts der EuropÃ¤isierung der Politik zu analysieren.</p>
<p>Das eigentÃ¼mliche der SVP ist, dass es ihr mit der Umpositionierung von einer bÃ¼rgerlich-konservativen Zentrumspartei zu einer Mischung aus Volkspartei und Rechtspopulismus gelang, nicht nur Globalisierungsverlierer in den unteren Schichten fÃ¼r sich zu gewinnen, sondern auch neoliberal Denkende in Opposition zum politischen System. Sie ist auch nicht einfach mit der EU-Gegnerschaft insgesamt deckungsgleich ist, sondern, fÃ¼hrungsmÃ¤ssig und kommunikativ getrieben, eine Sammelbewegung nationalkonservativ gesinnerter SchweizerInnen. Das macht sie zur stÃ¤rken Partei am rechten Rand des Parteienspektrums in Europa, die in die Regierung auf nationaler Ebene eingebunden ist. </p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		<title>Theorie und Praxis der Wahlforschung</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 13:22:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen startet meine Vorlesung an der Uni ZÃ¼rich zur &#8220;Wahlforschung in Theorie und Praxis&#8221;. Mit einem Anschauungsbeispiel aus der Praxis &#8211; und einer Reflexion, was wir eigentlich Ã¼ber Bundesratswahlen wissen (kÃ¶nnen).

Kann man geheimen Wahlen das Geheimnis der Entscheidungen entlocken? Einer der Herausforderungen der Wahlforschung 
Den Startschuss gebe ich aus aktuellem Anlass mit einer Instant-Analyse der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Morgen startet meine Vorlesung an der Uni ZÃ¼rich zur &#8220;Wahlforschung in Theorie und Praxis&#8221;. Mit einem Anschauungsbeispiel aus der Praxis &#8211; und einer Reflexion, was wir eigentlich Ã¼ber Bundesratswahlen wissen (kÃ¶nnen).</strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/sriimg20031117_4459523_0.jpg" alt="sriimg20031117_4459523_0" title="sriimg20031117_4459523_0" width="345" height="250" class="alignnone size-full wp-image-10926" /><br />
<em>Kann man geheimen Wahlen das Geheimnis der Entscheidungen entlocken? Einer der Herausforderungen der Wahlforschung </em></p>
<p>Den Startschuss gebe ich aus aktuellem Anlass mit einer Instant-Analyse der Bundesratswahlen von gestern. Was ist geschehen? Was weiss kann man wissen, wer wen gewÃ¤hlt hat? Was kann man an Motiven annehmen, und was als Folgen unterstellen? </p>
<p>Anhand dieser Fragen soll diskutiert werden, was die Unterschiede zwischen normativer und empirischer Wahlforschung ist, welche Aussagen Positivisten und Pragmatiker in der Forschung zulassen, und wie sich die Anwendungs- und die Grundlagenforschung unterscheiden.</p>
<p>Das wird uns die Stichworte liefern, um die Wahlen von gestern auch unter zwei Ã¼bergeordneten Themenstellung diskutieren zu kÃ¶nnen: Ist die erstmalige Frauenmehrheit im Bundesrat ein Trend oder eine vorÃ¼bergehender Ausschlag? Und welche Form von Konkordanz haben wir heute eigentlich?</p>
<p><strong><em>Uebersicht Ã¼ber die Themen</em></strong><br />
24.09.2010Â EinfÃ¼hrungsbeispiel/WissenschaftstheorieÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â<br />
01.10.2010	Analyse von Parteiensystemen<br />
08.10.2010	Der Rational-Choice Ansatz in der Wahlforschung<br />
15.10.2010	Der sozial-psychologische Ansatz in der Wahlforschung<br />
22.10.2010	Wahlen in der MediengesellschaftÂ<br />
29.10.2010	Nachanalysen der Nationalratswahlen Schweiz: die selects-Studien<br />
05.11.2010	Voranalysen der Nationalrastwahlen Schweiz: die Wahlbarometer-Studien<br />
12.11.2010	Politische Partizipationsforschung und Wahlanalysen<br />
19.11.2010	Fallbeispiel Abstimmungsforschung: EU-Abstimmungen 1992-2006<br />
26.11.2010	Voranalysen Abstimmungen Schweiz: SRG-Trend-Befragung zur den Volksasbstimmungen vom 28. November 2010<br />
03.12.2010	Nachanalysen Abstimmungen Schweiz: Vox-analysen zur Volksabstimmungen<br />
10.12.2010	Fragestunde/Repetition<br />
17.12.2010	PrÃ¼fung</p>
<p>Generell lehnt sich die Vorlesung wÃ¤hrend des ganzen Herbstsemesters im Aufbau an jene im letzten Herbstsemester an. Im Zentrum steht die Analyse von Wahlen, die ErklÃ¤rung, warum es Parteien gibt, was ihre Aufgaben sind, wie WahlkÃ¤mpfe in der Mediengesellschaft funktionieren, ob WÃ¤hlende eher rational oder emotional entscheiden, und was man mit all dem Wissen machen, wenn man Wahlergebnisse analysiert oder Wahlvorbereitungen trifft. Thematisch wurde die Vorlesung gegenÃ¼ber dem Vorjahr etwas gekÃ¤mt, aber auch erweitert: Neu wird es auch eine Veranstaltung zur politischen Partizipation geben, und die Abstimmungsforschung wird systematischer als bisher berÃ¼cksichtigt werden. </p>
<p>Ich freue mich, auf die riesige Herausforderung, ein hoffentlich gut besuchte Veranstaltung zu haben, die angehenden PolitologInnen etwas Spannendes und Bleibendes mit auf ihren Weg durchs Studium und darÃ¼ber hinaus gibt. Denn die Vorlesung heisst &#8220;Wahlforschung in Theorie und Praxis&#8221;.</p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf Vortragstournee</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/10185/auf-vortragstournee/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 10:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[ZHW Hochschule Winterthur]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine VortrÃ¤ge der Herbst/Winter-Saison 2010 stehen vor der TÃ¼r. Hier eine Uebersicht, zu was ich in diesem Jahr in VortrÃ¤gen oder Kursmodulen noch sprechen werde. 

&#8220;Woher kommt die Schweiz, was ist sie, und wohin treibt sie?&#8221; Diesen Fragen gehe ich zahlreichen VortrÃ¤gen und Kursen bis Ende Jahr nach.
FÃ¼r 2010 ist mein Haus voll. Was ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine VortrÃ¤ge der Herbst/Winter-Saison 2010 stehen vor der TÃ¼r. Hier eine Uebersicht, zu was ich in diesem Jahr in VortrÃ¤gen oder Kursmodulen noch sprechen werde. </strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/img178646-300x219.jpg" alt="img178646" title="img178646" width="300" height="219" class="alignnone size-medium wp-image-10192" /><br />
<em>&#8220;Woher kommt die Schweiz, was ist sie, und wohin treibt sie?&#8221; Diesen Fragen gehe ich zahlreichen VortrÃ¤gen und Kursen bis Ende Jahr nach.</em></p>
<p>FÃ¼r 2010 ist mein Haus voll. Was ich 2011 mache, werde ich bald einmal entscheiden. Sicher stehen da Theman aus dem Wahljahr im Vordergrund.</p>
<p><em><strong>Referat und Kurse Herbst/Winter 2010</strong></em></p>
<p>10./11. September 2010: &#8220;Demoskopie und Oeffentliche Meinung&#8221;, Kursmodul im CAS Politische Kommunikation der ZÃ¼rcher Hochschule Winterthur</p>
<p>24. September 2010: &#8220;Wahlen: BetÃ¤tigungsfeld von PolitologInnen am Beispiel der Schweizer Bundesratswahlen&#8221;, Kursmodul im Rahmen der Lehrveranstaltung Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich</p>
<p>29. September 2010: &#8220;Entstand die Schweiz 1291? Eine Provokation&#8221;, Referat zum fulehung vor dem Mittelalterverein Thun</p>
<p>1. Oktober 2010: &#8220;Das Parteiensystem der Schweiz und in europÃ¤ischen Staaten: politologische, soziologische und historische Herleitungen&#8221;, Kursmodul im Rahmen der Lehrveranstaltung Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich</p>
<p>8. Oktober 2010: &#8220;Alles nur noch Eigennutz? MÃ¶glichkeiten und Grenzen von &#8220;rational choice&#8221; Modellen als ErklÃ¤rungsansÃ¤tze fÃ¼r das Wahlverhalten&#8221;,  Kursmodul im Rahmen der Lehrveranstaltung Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich</p>
<p>15. Oktober 2010: &#8220;Individuen oder Gruppen? Wahlentscheidung im Lichte der Sozialpsychologie&#8221;,  Kursmodul im Rahmen der Lehrveranstaltung Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich</p>
<p>22. Oktober 2010: &#8220;Vom Sein und Schein der Wahlen in der Mediengesellschaft&#8221;, Kursmodul im Rahmen der Lehrveranstaltung Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich</p>
<p>25. Oktober 2010: &#8220;Verschwinden die Mittelschichtsfamilien in der Schweiz?&#8221;, Referat vor dem BÃ¼rgerInnen-Forum Kirchberg</p>
<p>27. Oktober 2010: &#8220;Lobbying. Eine neue Form der politischen Einflussnahme bahnt sich ihren Weg&#8221;, Kursmodul im CAS Medienarbeit des MAZ.Die Schweizer Journalistenschule</p>
<p>29. Oktober 2010: &#8220;Selects. Das Wahlprojekt der Grundlagenforscher in der Schweiz im Spiegel der internationalen Forschung&#8221;, </p>
<p>31. Oktober 2010: &#8220;Die Zukunft des politischen Sytems der Schweiz&#8221;, Beitrag an der Jugendparlamentskonferenz</p>
<p>4. November 2010: &#8220;Direkte Demokratie in der Schweiz und anderswo&#8221; (Titel provisorisch), Referat an der Weiterbildungstagung der Bernischen MittelschullehrerInnen</p>
<p>4. November 2010: &#8220;Schweizer Werte. Ein Ã¼bergeordnetes Wahlkampf-Thema 2011?&#8221;, Referat vor der FDP Baselland</p>
<p>5. November 2010: &#8220;Wahlbarometer. Das Wahlforschungsprojekt der SRG&#8221;, Kursmodul im Rahmen der Lehrveranstaltung Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich</p>
<p>12. November 2010: &#8220;Politische Partizipationsforschung: Wer entscheidet bei Schweizer Wahlen und Abstimmungen?&#8221;, Kursmodul im Rahmen der Lehrveranstaltung Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich</p>
<p>18. November 2010: &#8220;Politische Theorie &#8211; wozu?&#8221;, Kursmodul im Rahmen des Politiklehrgangs des Berner Bildungszentrums fÃ¼r Wirtschaft</p>
<p>19. November 2010: &#8220;Europa-Abstimmungen in der Schweiz: Was man aus Abstimmungsergebnisse und -analysen Ã¼ber den Willen der BÃ¼rgerschaft ableiten kann&#8221;, Kursmodul im Rahmen des Politiklehrgangs des Berner Bildungszentrums fÃ¼r Wirtschaft</p>
<p>19. November 2010: &#8220;Sind Abstimmungsprognosen eine Wissenschaft?&#8221;, Referat bei der Naturforschenden Gesellschaft Winterthur</p>
<p>26. November 2010: &#8220;SRG Trends: Eine Bilanz zu Abstimmungsuntersuchungen vor Volksabstimmungen&#8221;, Kursmodul im Rahmen der Lehrveranstaltung Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich</p>
<p>3. Dezember 2010: &#8220;Warum wer wie stimmt? Die VOX-Analysen als Instrument der Nachanalyse von Schweizer Abstimmungsentscheidungen auf der BÃ¼rgerInnen-Ebene&#8221;, Kursmodul im Rahmen der Lehrveranstaltung Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich</p>
<p>7. Dezember 2010: &#8220;Die Schweiz, das Land, die StÃ¤dte &#8211; richtige oder falsche PrioritÃ¤tensetzung?&#8221;, Referat vor dem Rotary Club Bern</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf zur neuen Wahlforschung!</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/10009/auf-zur-neuen-wahlforschung/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 11:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum zweiten Mal in Folge werde ich im Herbstsemester 2010 an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich die Vorlesung zur Wahlforschung halten: eine grosse Herausforderung fÃ¼r einen Praktiker der Forschung im Tummelfeld der Theoretiker zu bestehen!

Lichthof HauptgebÃ¤ude Uni ZÃ¼rich, wo ich im Herbstsemester wieder unterrichten werde
Die erste Austragung der Vorlesung war ein voller Erfolg. Mehr als 50 Studierende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum zweiten Mal in Folge werde ich im Herbstsemester 2010 an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich die Vorlesung zur Wahlforschung halten: eine grosse Herausforderung fÃ¼r einen Praktiker der Forschung im Tummelfeld der Theoretiker zu bestehen!</strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/PA021697-300x225.jpg" alt="PA021697" title="PA021697" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-10021" /><br />
<em>Lichthof HauptgebÃ¤ude Uni ZÃ¼rich, wo ich im Herbstsemester wieder unterrichten werde</em></p>
<p>Die erste Austragung der Vorlesung war ein voller Erfolg. Mehr als 50 Studierende kamen zu dieser (nicht-obligatorischen) politikwissenschaftlichen Veranstaltung. Ihr Feedback war Ã¼berwiegend positiv. Gelobt wurden der gebotene Stoff, die Art der PrÃ¤sentation wÃ¤hrend den Vorlesungsstunden, und der Bogen von der Theorie zur Praxis. Begeistert war man von den BezÃ¼gen zur AktualitÃ¤t, zu Beginn der Stunden  &#8211; wenn sie auch gelgentlich zu lange waren. Wie Ã¼berhaupt, die Menge der Unterlagen und Themen, die angesprochen wurden wohl etwas zu gross waren.</p>
<p>Nun bekomme ich im Herbstsemester eine gute Gelegenheit, die Schwachpunkte anzugehen und die Starkpunkte auszubauen. DafÃ¼r habe ich den besten PrÃ¼fling der erster Runde, (Blogger) <a href="http://polithink.ch/thinkers/simon-lanz/">Simon Lanz</a>, angestellt. Er Ã¼berarbeitet gegenwÃ¤rtig alle Unterlagen aus Sicht eines Lernenden.</p>
<p>Am 24. September beginnt die Vorlesung. Der Einstieg wird den Bundesratswahlen gewidmet sein, konkret der Frage, wie man sie gesamtgesellschaftlich analysieren, im politischen System verorten kann, und welche BeweggrÃ¼nde die ParlamentarierInnen die eine oder andere Kandidatur favorisieren lassen. Frischeres Material dafÃ¼r kann man nicht haben.</p>
<p>Der erste Teil der anschliessenden Semesterveranstaltung wird den theoretischen AnsÃ¤tzen gewidmet sein, wie sie in den verschiedenen Sozialwissenschaften entwickelt worden sind, um die AusprÃ¤gung von Parteiensystem zu untersuchen, Ã¶konomische und psychologische Elemente im Wahlverhalten zu bestimmen, und die Transformation von WahlkÃ¤mpfen in der sich abzeichnenden Mediengesellschaft zu bestimmen. </p>
<p>Der zweite Teil wird sich mit der doppelten Praxis beschÃ¤ftigen: der Grundlagenforschung einerseits, die von UniwissenschafterInnen betrieben wird, um sich bestehende Theorie zu testen, und der Anwendungsforschung anderseits, die mit dem Zweck betrieben wird, die im vielfÃ¤ltiger werdenden RealitÃ¤ten zu untersuchen. Dabei werde ich mich, anders als das erste Mal, nicht fast ausschliesslich auf Wahlen, WahlkÃ¤mpfe und Wahlentscheidungen konzentrieren, sondern, ausgehend vom Schweizer Beispiel, Abstimmung und Wahlen etwa gleichwertig behandeln. Der Ausblick wird den Wahlen 2011 gewidmet sein: der Neubestellung des Parlamentes und &#8211; nicht zu vergessen, der Regierung!</p>
<p>Ich freue mich auf die grosse Herausforderung, eine zeitgemÃ¤sse, spannende und fliessende Vorlesung an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich halten zu kÃ¶nnen.</p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		<title>&#8220;Protestkampagne&#8221; ja, &#8220;soziale Bewegung&#8221; nein!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 14:35:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Zum Nachdenken]]></category>

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		<description><![CDATA[Pause. Zwischen zwei Vorlesungen eine Viertelstunde Unterbrechung. Zeit fÃ¼r einen kleinen Schwatz mit StudentInnen in den GÃ¤ngen der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich, wo die Securitas an uns vorbei patroulliert. Unweigerlich setzt das GesprÃ¤ch bei den StudentInnen-Protesten der letzten Tage an. Einige Notizen zum Thema.

Es gÃ¤be MissstÃ¤nde mit der Umsetzung von Bologna &#8211; etwa fÃ¼r Studierende, die arbeiteten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pause. Zwischen zwei Vorlesungen eine Viertelstunde Unterbrechung. Zeit fÃ¼r einen kleinen Schwatz mit StudentInnen in den GÃ¤ngen der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich, wo die Securitas an uns vorbei patroulliert. Unweigerlich setzt das GesprÃ¤ch bei den StudentInnen-Protesten der letzten Tage an. Einige Notizen zum Thema.</strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/229348-EQIMAGES_414790.jpg" alt="229348-EQIMAGES_414790" title="229348-EQIMAGES_414790" width="213" height="159" class="alignnone size-full wp-image-7124" /></p>
<p>Es gÃ¤be MissstÃ¤nde mit der Umsetzung von Bologna &#8211; etwa fÃ¼r Studierende, die arbeiteten, sagt mein GegenÃ¼ber. Der Zwang zur PrÃ¼fung beschleunige das Studium, sei aber unter StudentInnen unbeliebt, fÃ¼gt er hinzu. Diese Unzufriedenheit werde nun von linken Gruppen instrumentalisiert; bÃ¼rgerliche Studentengruppen wÃ¼rden da nicht mitziehen. </p>
<p>Nach meinem Besuch vor einer Woche bei den Demonstrierenden sei ich erstaunt gewesen, entgegne ich, wie harmlos das Ganze sei. Der Diskurs sei <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/die_besetzung_kann_uns_schaden_1.4065424.html">sachbezogen</a>, anders als es die Konfrontation mit dem Rektor war. Von einer tiefgreifenden Revolte, wie ich sie selber in den 70ern noch erlebt habe, wÃ¼rde man nicht viel merken. In der Stadt spreche man kaum Ã¼ber das, was in der Uni passiere.</p>
<p>Schlug da mein romantisierender Blick auf meine eigene Studentenzeit durch, frage ich mich, als ich im Zug sitze? &#8211; Und schlage die herumliegende &#8220;Zeit&#8221; auf. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Rucht">Dieter Rucht</a>, 63, bekannter Soziologe in Berlin, analysiert das Geschehen an den deutschen UniversitÃ¤ten wie folgt: Von Sozialer Bewegung mag er nicht mehr sprechen. Die Arbeiterbewegung oder die BÃ¼rgerrechtsbewegung hÃ¤tte eine andere Gesellschaft gewollt. Die Studierenden von heute forderten bessere Studienbedingungen. Protestkampagnen seien das, wie man sie seit einige Jahren an den Unis kenne.</p>
<p>Es protestierten heute nicht weniger als frÃ¼her. Was aber fehle, sei der provokative Gestus. FrÃ¼her hÃ¤tten die Studenten schnell mal alle gegen sich gehabt, die Polizei, die Wasserwerfen, die Springerpresse. Das habe sie radikalisiert, charismatische PersÃ¶nlichkeiten an der Spitze der Proteste hervorgebracht und sie zu einer Bewegung mit politischen Ziele geformt. </p>
<p>Rucht schÃ¤tzt, die Studentenproteste hÃ¤tten seit den spÃ¤ten 80er Jahren eine neue QualitÃ¤t erhalten. Sie seien pfiffig, seien ein wenig, aber nicht zu frech, denn sie stellten die Frage nach der besten Bildung, was durchaus im Einklang mit bÃ¼rgerlichen Werten stehe. Trotz abstrakter Kritik am Neoliberalismus, interessierten konkrete Sachen wie andere LehrverhÃ¤ltnisse, bessere Ausstattungen und mehr ProfessorInnen. Das sichere ihnen die UnterstÃ¼tzung eines Teiles der UniversitÃ¤tslehrerInnen und BildungspolitikerInnen zu. </p>
<p>Die Stellungnahme von Kurt Imhof, dem ZÃ¼rcher Soziologie-Professor, passt gut dazu. &#8220;Reinfuttern, rauskotzen, und vergessen&#8221; ist wohl etwas zugespitzt, trifft aber die Stimmung, welche die Studierenden in der Uni mobilisierte. &#8220;Raustreten, umkrempeln, und hoffen&#8221; hÃ¤lt auch der Sympathisant der Studentenproteste nicht fÃ¼r die Schlagworte der Zeit. </p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		<title>The &#8220;state of the art&#8221; in der akademischen Wahlforschung der Schweiz.</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/7104/the-state-of-the-art-in-der-akademischen-wahlforschung-der-schweiz/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 10:11:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 10. ZÃ¼rcher Vorlesung zur Wahlforschung war dem Stand der Dinge in der Schweiz gewidmet. Ausgangspunkt bildete das grÃ¶sste akademische Wahlforschungsprojekt selects, das seit 1995 betrieben wird.

Wahlentscheidung und Alter 2007: Bis 50 lassen sich politischen Generationen erkennen, darÃ¼ber hinaus dominieren Lebenslaufeffekte mit Rechtstendenz 
Beeindruckend am selects Projekt ist vor allem die Datenlage. Die reprÃ¤sentativen Nachbefragungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die <a href="http://www.gfsbern.ch/pub/2009-11-20_UniZH_Wahlforschung10.pdf">10. ZÃ¼rcher Vorlesung zur Wahlforschung</a> war dem Stand der Dinge in der Schweiz gewidmet. Ausgangspunkt bildete das grÃ¶sste akademische Wahlforschungsprojekt <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/81/selects-die-akademische-wahlforschung-in-der-schweiz/">selects</a>, das seit 1995 betrieben wird.</strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/alter-300x222.jpg" alt="alter" title="alter" width="300" height="222" class="alignnone size-medium wp-image-7110" /><br />
<em>Wahlentscheidung und Alter 2007: Bis 50 lassen sich politischen Generationen erkennen, darÃ¼ber hinaus dominieren Lebenslaufeffekte mit Rechtstendenz </em></p>
<p>Beeindruckend am selects Projekt ist vor allem die Datenlage. Die reprÃ¤sentativen Nachbefragungen basieren auf einer Grosszahl Interviews, die nationale, teilweise auf kantonale Aussage erlauben. Zu den fÃ¼r mich wichtigsten Forschungsergebnissen zÃ¤hlen insbesondere Erkenntnisse zur AltersabhÃ¤ngigkeit von Wahlentscheidungen. Denn in ihnen reflektiert sich bis heute die jÃ¼ngere Zeitgeschichte der Schweiz. WÃ¤hlende zwischen</p>
<p>&#8230; 18 und 24, in der Jetztzeit sozialisiert, kennen einen Ã¼berdurchschnittliche SVP-Anteil;<br />
25 und 44, in der Zeit nach dem Waldsterben politisiert, unterstÃ¼tzen Ã¼ber dem Mittel die GrÃ¼nen.<br />
35 und 54, durch den Aufburch der 68er geprÃ¤gt, neigen mehr als der Schnitt zur SP. </p>
<p>Das sind nicht nur die Parteien, die sich elekotral am stÃ¤rkersten erneuert haben; es sind auch die, welche Denk ihrer Verankerung in neuen politischen Generationen WÃ¤hlerInnen-Gewinne verzeichnen konnten. Bei der SP ist der Zyklus offensichtlich ausgelaufen, wÃ¤hrend er bei GrÃ¼nen nicht mehr erneuert, bei der SVP aber ungebrochen anhÃ¤lt. Bei CVP und FDP lassen sich entsprechende PhÃ¤nomene nicht, allenfalls nicht nicht erkennen.</p>
<p>Nebst solche StÃ¤rken kennt die akademische Wahlforschung in der Schweiz auch SchwÃ¤chen. UnverÃ¤ndert stark ist ihre Ausrichtung an den lÃ¤nger- und mittelfristigen Determinanten von Wahlentscheidungen. Die kurzfristigen EinflÃ¼sse, namentlich jene, die sich aus dem Wahlkampf ergeben, werden noch immer kaum untersucht. Das gilt speziell  fÃ¼r stark medialisierte Monente des Wahlkampfes wie zentrale Fernsehsendungen im Vorfeld der Wahl. Es gilt aber auch generell fÃ¼r VerÃ¤nderungen der Meinungsbildung in der Mediengesellschaft, die durch Personalisierung, Emotionalisierung und Skandalisierung geprÃ¤gt wird, wÃ¤hrend die sich die schweizer Wahlforschung unverÃ¤ndert an Sachthemen als Wahlhilfen ausrichtet. </p>
<p>DatenmÃ¤ssig darf sich die Wahlforschung in der Schweiz nicht mehr ausschliesslich oder vorwiegend auf Nachanalysen und KandidatInnenbefragungen stÃ¼tzen. Medienanalysen und Trendbefragung mÃ¼ssen hinzu genommen, um die Dynamiken des jeweiligen Wahlgeschehens besser verstehen zu lernen. WÃ¼nschenswert wÃ¤ren zudem Panelbefragungen, welche die kurfristige Meinungsbildung bei einer Wahl untersuchen wÃ¼rden, aber auch die biografische Entwicklung der politischen Entscheidungen auf Dauer untersuchen wÃ¼rden. </p>
<p>Namentlich der Vergleich von Studiendesigns der Wahlforschung in der Schweiz und etwa jener in Deutschland zeigt, dass die Schweiz den Anschluss an die internationalen Trends immer noch sucht. </p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		<title>Der Superwahlkampf der SVP.</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/6571/der-superwahlkampf-der-svp/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 15:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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		<category><![CDATA[Zum Nachdenken]]></category>

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		<description><![CDATA[Die SVP gewann die Nationalratswahlen 2007 mit dem historisch besten Ergebnis einer schweizerischen Partei seit EinfÃ¼hrung des Proporzverfahrens fÃ¼r die Bestellung der Volksvertretung. Eine Analyse der Wirkungsfaktoren im Wahlkampf-Benchmark prÃ¤sentierte ich wÃ¤hrend meiner achten Vorlesung zur Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich.  
28,9 Prozent der Stimmen entfielen bei den Nationalratswahlen 2007 auf die SVP. Damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die SVP gewann die Nationalratswahlen 2007 mit dem historisch besten Ergebnis einer schweizerischen Partei seit EinfÃ¼hrung des Proporzverfahrens fÃ¼r die Bestellung der Volksvertretung. Eine Analyse der Wirkungsfaktoren im Wahlkampf-Benchmark prÃ¤sentierte ich wÃ¤hrend meiner achten Vorlesung zur Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich.  </strong></p>
<p>28,9 Prozent der Stimmen entfielen bei den Nationalratswahlen 2007 auf die SVP. Damit etablierte sich die Partei in einer Liga, in der nur noch sie figuriert. Einzigartig war auch ihr viel bestaunter und viel kritisierter Wahlkampf</p>
<p><em><strong>Ergebnisse der dynamischen Wirkungsanalyse</strong></em><br />
Eine Wirkungsanalyse anhand der Wahlbarometer-Umfragen zeigt in einer fÃ¼r die Schweiz erstmals untersuchten dynamischen Betrachtungsweise, was und wann davon mobilisierend und identifizierend war:</p>
<p><a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/regression-svp.jpg" target="_blank"><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/regression-svp-300x191.jpg" alt="regression svp" title="regression svp" width="300" height="201" class="alignnone size-medium wp-image-6574" /></a><br /><em>FÃ¼r grÃ¶sseres Bild auf Grafik klicken.</em></p>
<p>Demnach waren fÃ¼r die WÃ¤hlerInnen konstant wichtig, dass sich die Partei klar rechts positionierte. FÃ¶rderlich wirkte sich die hohen Identifikationsangebote insbesondere mit dem ParteiprÃ¤sidenten Ueli Maurer aus. Und auch der allgemeine Eindruck, den besten Wahlkampf zu fÃ¼hren, Ã¼berzeugte die WÃ¤hlerInnen.</p>
<p>Doch das erklÃ¤rt nicht, warum sich die Kampagne der SVP in Fahrt kam. Das Geheimnis erhellen kann man erst aus der Konstellation der variablen ErklÃ¤rungsansÃ¤tze. </p>
<p>Zwei Themen zeigten vor allem im Sommer 2007 Effekte: die Debatte Ã¼ber die kriminelle AuslÃ¤nder der Einsatz fÃ¼r Sicherheit in der schweizerischen Gesellschaft stÃ¤rkten im August die Vorstellung der SVP als  themaktivste Partei. Das verschaffte ihr nicht nur ein Profil, wie es bis am Schluss keine andere Partei kannte. Es definierte auch das Klima, in dem der mediale Wahlkampf schliesslich stattfand. </p>
<p>Dieser focussierte erst mit dem Geheimplan fÃ¼r die Abwahl von Christoph Blocher wirklich auf die SVP, weil die Ereignishaftigkeit des Dramas der Medienlogik entgegen kam. Im gleichen Zeitfenster intensivierte die SVP das kommerzielle Politmarketing weit Ã¼ber das Mass aller anderen Parteien hinaus. </p>
<p>Die Ausrichtung der Kampagne auf die Wiederwahl Blochers, die fÃ¼r die weltanschaulich geprÃ¤gten WÃ¤hlerInnen bereits genÃ¼gend zu erhalten hatte, brachte schliesslich die Oeffnung zu WÃ¤hlenden, fÃ¼r weniger Themen, mehr aber Personen wichtig sind. </p>
<p>Kritisch war die Lage nur wÃ¤hrend der Manifestation in Bern, die eskalierte und dardurch die Medienaufmerksam nochmals einengte. Doch sicherte gerade die mediale Verarbeitung dieses Ereignisses die Verbindung der emotionalisierten WÃ¤hlerschaft mit der Partei.</p>
<p><em><strong>VorlÃ¤ufige Bilanz</strong></em><br />
Drei der in der Mediengesellschaft massgeblichen Kriterien des Wahlerfolgs wurden fast ausschliesslich durch die Kampagne der SVP bestimmt: die ThemenfÃ¼hrung und die Personenorientierung lagen klar bei ihr, und das Meinungsklima weitgehend durch sie bestimmt. </p>
<p>Die Befindlichkeit der WÃ¤hlenden war so emotional produktiv angespannt, was die Mobilisierung befÃ¶rderte. Gebtrieben war die Dynamik des Wahlkampfes durch die Medien, welche die SVP nicht eindeutig favorisierten, ihr aber mehr Raum als allen anderen einrÃ¤umten. Geformt wurde der Prozess zudem durch die intensivsten Aufwand wÃ¤hrend der Kampagne. </p>
<p>Insgesamt stiess diese fÃ¼r schweizerische VerhÃ¤ltnisse in neue Dimensionen vor, weshalb man sie auch als &#8220;Superwahlkampf&#8221; bezeichnen kann. </p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		<title>Wahlen in der Mediengesellschaft: gerade in der Schweiz ein Forschungsthema wert.</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/6488/6488/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 15:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Kommunikationsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die siebte ZÃ¼rcher Vorlesung zur Wahlforschung, die ich an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich hielt, beschÃ¤ftigte sich mit dem Forschungsfeld &#8220;WÃ¤hlen und Wahlen in der Mediendemokratie&#8221;. Gerade hier zeigte sich, sie wie gross die ForschungslÃ¼cken hierzulande sind. 

Medialisierte Impressionen aus dem Wahlkampf 2007
Noch ist es umstritten, ob wir in einer Mediendemokratie leben. Otfried Jarren, der fÃ¼hrende Medienwissenschafter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die <a href="http://www.gfsbern.ch/pub/2009-10-30_UniZH_Wahlforschung7.pdf">siebte ZÃ¼rcher Vorlesung</a> zur Wahlforschung, die ich an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich hielt, beschÃ¤ftigte sich mit dem Forschungsfeld &#8220;WÃ¤hlen und Wahlen in der Mediendemokratie&#8221;. Gerade hier zeigte sich, sie wie gross die ForschungslÃ¼cken hierzulande sind. </strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/schweiz_b_01-300x149.jpg" alt="schweiz_b_01" title="schweiz_b_01" width="400" height="205" class="alignnone size-medium wp-image-6496" /><br />
<em>Medialisierte Impressionen aus dem Wahlkampf 2007</em></p>
<p>Noch ist es umstritten, ob wir in einer Mediendemokratie leben. Otfried Jarren, der fÃ¼hrende Medienwissenschafter der Uni ZÃ¼rich, scheint das zu bejahen, denn er schreibt bereits LehrbÃ¼cher zur politischen Kommunikation in der Mediendemokratie. Und Benjamin Weinmann die Professionalisierung, Emotionalisierung und Personalisierung der politischen Kommunikation bei Schweizer Wahlen fÃ¼r ein Fakt, sodass man von einer erheblichen Modernisierung der Wahlkampfkommunikation sprechen kÃ¶nne. </p>
<p>Meine Beurteilung ist differenziert: Ich bin der Auffassung, dass sich die Kommunikationskulturen vor allem bei Abstimmungen und Wahlen im Sinne eines mediengesellschaftlichen Trends entwickeln. Doch die Institutionen der Schweizer Wahlen machen diese Entwicklung kaum mit, sodass eine Neutralisierung der VerÃ¤nderungen stattfindet. </p>
<p>Das sieht man etwa beim Werbeaufwand der Parteien, bei ihren Medienkampagnen, bei der Wahlberichterstattung der Massenmedien: Parteien werden auf SpitzenkandidatInnen reduziert, Information durch Emotionsmanagement abgelÃ¶st und die Milizler in Wahlkampagnen werden mehr und mehr durch Profis ersetzt. Und dennoch: Es finden keine Bundesratswahlen statt, die Wahlkreise sind unverÃ¤ndert die Kantone und die politische Werbung in Fernsehen und Radio der SRG bleiben untersagt. Das alles spricht fÃ¼r ein &#8220;stop an go&#8221; der mediengesellschaftlichen Trends in der Schweiz. </p>
<p>Die Wahlforschung scheint aber selbst die Mischung von traditionellen und modernen Elementen der Wahlkampfkommunikation auszublenden. Werden Analyse auf der Mikro-Ebene durch solche der Meso- oder Makro-Ebene ergÃ¤nzt, konzentriert man sich vorwiegend auf die Kampagnen von Parteien und KandidatInnen. Medienkampagnen wurde noch fast nirgends untersuch oder nicht in den Zusammenhang mit den Wahlergebnissen gestellt. </p>
<p>Schade, denn es gibt offensichtlich interessante Fragestellungen, die noch weitgehend unbeackert sind. Drei erwÃ¤hne ich hier:</p>
<p>. Die Wahkampfausgaben 2007, soweit sie sich Dingfest machen lassen, variieren fast linear im Links/Rechts-Spektrum. Am meisten gab der Wahlsieger, die SVP, aus<br />
. Der Vergleich der ParteistÃ¤rken bei nationalen und kantonalen Wahlen spricht dafÃ¼r, dass die SVP klar verschieden gut abschneidet. National kommt sie auf annÃ¤hernd 29 Prozent, kantonal im Schnitt auf 22 Prozent.<br />
. Der Wahlkampf der SVP 2009 entspricht dem, was meinen Superwahlkampf nennen kÃ¶nnte. Er setzte wie der keiner anderen Partei auf Themen, Emotionen und Personen. Und erreichte ein eindeutige Propaganda-Dominanz.</p>
<p>Ich will hier kein PlÃ¤doyer fÃ¼r einfache und einseitige ZusammenhÃ¤nge halten. Denn ich weiss, dass die GrÃ¼nen finanziell keinen aufwendigen Wahlkampf fÃ¼hrten und dennoch bei den Parlamentswahlen 2007 zulegen konnten. Ich werbe aber dafÃ¼r, 2011 klar mehr Energie und Mittel in die Erforschug der ZusammenhÃ¤nge zwischen Medienarbeit einerseits und Wahlergebnissen anderseits zu investieren &#8211; auch seitens der Wissenschaft. um empirisch gehaltvolle Fallstudien zu bekommen, welche die Diskussion der Ã¼bergeordneten Fragestellungen erlauben.</p>
<p>Claude Longchamp</p>
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		<title>Ab- und Aufbau von Parteibindungen.</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/6403/ab-und-aufbau-von-parteibindungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 15:23:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die sechste ZÃ¼rcher Vorlesung zur Wahlforschung behandelte die Dealignment/Realignment-Perspektive in der Analyse von Parteien. Ich halte das fÃ¼r den besten Ansatz, um mittelfristige VerÃ¤nderungen in den Voraussetzungen von Wahlergebnissen zu verstehen. 

Bei aller Kritik, die das sozialpsychologische Konzept der Parteiidentifikation zwischenzeitlich erfahren hat: Die &#8220;emotionalen Mitgliedschaft&#8221; in Parteien bleibt eine entscheidende VerhaltensgrÃ¶sse bei Wahlen. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die <a href="http://www.gfsbern.ch/pub/2009-10-23_UniZH_Wahlforschung6.pdf">sechste ZÃ¼rcher Vorlesung</a> zur Wahlforschung behandelte die Dealignment/Realignment-Perspektive in der Analyse von Parteien. Ich halte das fÃ¼r den besten Ansatz, um mittelfristige VerÃ¤nderungen in den Voraussetzungen von Wahlergebnissen zu verstehen. </strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/po21-300x210.jpg" alt="po21" title="po21" width="300" height="210" class="alignnone size-medium wp-image-6503" /></p>
<p>Bei aller Kritik, die das sozialpsychologische Konzept der Parteiidentifikation zwischenzeitlich erfahren hat: Die &#8220;emotionalen Mitgliedschaft&#8221; in Parteien bleibt eine entscheidende VerhaltensgrÃ¶sse bei Wahlen. Sie ist aber weniger konstant, als man lange meinte. Und sie ist nicht die einzige individuelle EntscheidungsgrÃ¶sse.</p>
<p><em><strong>Dealignment: Abbau von Parteibindungen</strong></em><br />
Zahlreiche Studien vor allem von Russel Dalton, der Messungen der Verbreitung von Parteiidentifikation lÃ¤nderÃ¼begreifend verglichen hat, dass diese insgesamt zurÃ¼ckgehen. Er nennt das dealignment, zu Deutsch Erosion von Parteibindungen. Immer mehr BÃ¼rgerInnen haben keine Parteibindung mehr, weil sie auch ohne solche politisieren kÃ¶nnen und wollen, oder weil sie sich fÃ¼r (Parteien)Politik nicht interessieren. Extrapolitiert man das, kommt man zum Schluss, dass sich eine Politik ohne Parteien etablieren wird.</p>
<p><em><strong>Realignment: Aufbau von Parteibindungen</strong></em><br />
Dem muss man jedoch die dealignment-Perspektive, die der Neueinbindung gegenÃ¼ber halten. Diese Neueinbindung kann taktischer Natur sein; sie kann sich in kritischen Wahlen Ã¤ussern oder durch WahlrechtsÃ¤nderungen ausgelÃ¶st werden. Aus meiner Sicht entscheidend ist aber eine vierte BegrÃ¼ndung: Die Neueinbindung von Menschen durch mittelfristige Prozesse wie die Verarbeitung von neuen Konflikten Ã¼ber eine Wahl hinaus. </p>
<p>Bei ErstwÃ¤hlerInnen ist das selbstredend. Der Aufbau von Parteibindungen bei Frauen kommt hinzu. Schliesslich weiss man, dass sich ausgehend von hÃ¶heren Bildungsschichten neue Muster im VerhÃ¤ltnis von BÃ¼rgerInnen und Parteien zeigen.</p>
<p><em><strong>Das Beispiel Schweiz</strong></em><br />
Das Beispiel der Schweiz ist typisch fÃ¼r einen Realignment-Zyklus Ã¼ber eine Wahl hinaus. Zwar sank der Anteil parteigebundener Menschen grob gesprochen zwischen 1980 und 2000 von knapp 50-60 Prozent auf rund 30 Prozent. Seither nehmen die Anteile Parteigebundener aber wieder zu, sodass wir heute wieder annÃ¤hernd gleich viele Parteibindungen kennen wie vor 30 Jahren.</p>
<p>Allerdings sind die neuen Parteienbindungen nicht die alten. Sie sind rund um die Verarbeitung neuer Fragestellungen entstanden. ErwÃ¤hnt seien der Postmaterialismus oder der Nationalkonservatismus. Profitiert haben davon die SVP einerseits, die GrÃ¼nen, zeitweise auch die SP anderseits. Neueinbindungen haben zunÃ¤chst an den Polen stattgefunden. Der Prozess scheint nun an ein Ende zu gelangen. Das erÃ¶ffnet im Zentrum neue MÃ¶glichkeiten, wie sich an der Entstehung neuer Parteien Mitte-Links und Mitte-Rechts zeigt, die neue Partei-Ein-Bindungen reprÃ¤sentieren. </p>
<p>Wer weiss, vielleicht erfasst diese Entwicklung bald auch die Mitte!</p>
<p>Claude Longchamp</p>
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