<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title> &#187; Lehre</title>
	<atom:link href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/Kategorien/kurse/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog</link>
	<description>Politikwissenschaft in der Praxis, das Blog von Claude Longchamp</description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Feb 2012 13:45:35 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.5</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Analyse von StÃ¤nderatswahlen &#8211; Forschungsseminar an der Uni Bern</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/15000/analyse-von-standeratswahlen-forschungsseminar-an-der-uni-bern/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/15000/analyse-von-standeratswahlen-forschungsseminar-an-der-uni-bern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 07:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Parlamentswahlen 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=15000</guid>
		<description><![CDATA[Programm Forschungsseminar &#8220;Analyse von StÃ¤nderatswahlen&#8221;
Herbstsemester 2011, Master &#8220;Schweizerische und vergleichende Politik&#8221;, IPW, UniversitÃ¤t Bern

Zielsetzung
Die Wahlforschung in der Schweiz hat sich weitgehend auf die Analyse von Nationalratswahlen konzentriert. Die Erforschung der StÃ¤nderatswahlen blieb weitgehend aus.
Das Forschungsseminar fÃ¼r Fortgeschrittene, das ich im Herbstsemester 2011 im Rahmen des Master-Programms am IPW der UniversitÃ¤t Bern anbiete, will dem entgegenwirken.
Ziel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Programm Forschungsseminar &#8220;Analyse von StÃ¤nderatswahlen&#8221;<br />
Herbstsemester 2011, Master &#8220;Schweizerische und vergleichende Politik&#8221;, IPW, UniversitÃ¤t Bern</strong></p>
<p><a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/logo_ipw1.jpg"><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/logo_ipw1.jpg" alt="logo_ipw" title="logo_ipw" width="115" height="56" class="alignnone size-full wp-image-15012" /></a></p>
<p><em>Zielsetzung</em><br />
Die Wahlforschung in der Schweiz hat sich weitgehend auf die Analyse von Nationalratswahlen konzentriert. Die Erforschung der StÃ¤nderatswahlen blieb weitgehend aus.<br />
Das Forschungsseminar fÃ¼r Fortgeschrittene, das ich im Herbstsemester 2011 im Rahmen des Master-Programms am IPW der UniversitÃ¤t Bern anbiete, will dem entgegenwirken.<br />
Ziel des Seminars ist es, ein Modell zur Prognose und ErklÃ¤rung von StÃ¤nderatswahlen zu erarbeiten.<br />
Das soll aufgrund der laufenden und zurÃ¼ckliegenden Wahlen in die kleine Kammer geschehen, durch Fallstudien und vergleichende Analysen Ã¼ber die Kantone, allenfalls auch Ã¼ber die Zeit hinweg.<br />
Das Seminar berÃ¼cksichtigt den spÃ¤rlichen Forschungsstand, den die Politikwissenschafter Hanspeter Kriesi und Romain Lachat reprÃ¤sentieren. Es nimmt aber auch AnsÃ¤tze der Analyse auf, die Statistiker <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/14850/ein-modell-fur-die-analyse-von-standeratswahlen/">Peter Moser</a>, <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13294/ich-ziehe-den-hut/">Marc-AndrÃ© RÃ¶thlisberger</a> und <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/14548/erstmals-hochrechnungen-zu-standeratswahlen/">Stephan TschÃ¶pe</a> entwickelt haben, und es will auch einen Zugang zu den Ueberlegungen bieten, die sich PolitikerInnen fÃ¼r ihre WahlkÃ¤mpfe machen.<br />
Untersuchen wollen wir den Einfluss von Kontextfaktoren, von Personenmerkmalen und von Kommunikationsstrategien bei StÃ¤nderatswahlen. Geleistet werden die Arbeiten in Form studentischer Gruppenarbeiten, die wir gemeinsam diskutieren, welche die Studierenden ausarbeiten, und die am Schluss des Seminars prÃ¤sentiert werden muss. Die letzte sitzung dient der Sichtung von Ergebnissen, die wir in unser anfÃ¤nglich postuliertes Modell einbauen wollen, um so einen plausibilisierten Anstoss fÃ¼r kÃ¼nftige Forschungen zu geben.</p>
<p><em>Zielgruppe</em><br />
Das Forschungsseminar, das sich an Studierende des Masters &#8220;Schweizerische und vergleichende Politik&#8221; richtet, setzt grundlegende Kenntnisse der Methoden und Verfahren der empirischen Politikforschung voraus; von Nutzen ist es, Kompetenzen in der vergleichenden Forschung zu haben. Erwartet wird die regelmÃ¤ssige Mitarbeit im Seminar einerseits, die aktive Beteiligung an einem studentischen Forschungsprojekt andererseits. Diese muss mÃ¼ndlichen und schriftlich prÃ¤sentiert werden. Alles zusammen fliesst in die Note ein. Ein eigentliche PrÃ¼fung gibt es nicht. </p>
<p><em>Termine</em><br />
23.9.  EinfÃ¼hrung: Wahlforschung und Modellbildung zur ErklÃ¤rung und Prognose von Wahlen<br />
30.9.  Gemeinsame Entwicklung von Ideen fÃ¼r Forschungsprojekte zu Kontextfaktoren, PersÃ¶nlichkeitsmerkmalen und Kommunikationsstrategien<br />
7.10.  Diskussion Forschungsstand anhand ausgewÃ¤hlter Dokumente<br />
14.10 Beschlussfassung zu studentischen Forschungsprojekte im Rahmen des Forschungsseminars<br />
21.10 Exkurs I: Hochrechnung StÃ¤nderatswahlen 2011 im Kanton Bern, PrÃ¤sentation durch Stephan TschÃ¶pe, Hochrechner gfs.bern</p>
<p>23.10. Wahltag</p>
<p>28.10. Diskussion ausgewÃ¤hlter Erstanalysen der StÃ¤nderatswahlen<br />
4.11.  dito<br />
11.11. Kampagnenstrategien im StÃ¤nderatswahlkampf, Referat von und Diskussion mit Ursula Wyss, StÃ¤nderatskandidatin SP im FrÃ¼hling 2011<br />
18.11.  Exkurs II: Prognose von StÃ¤nderatswahlen<br />
      10 Uhr Prognose der Ergebnisse erster WahlgÃ¤nge, PrÃ¤sentation Peter Moser, Kantonsstatistiker ZÃ¼rich<br />
      11 Uhr Prognose der Ergebnisse zweiter WahlgÃ¤nge aufgrund der Resultate im ersten Wahlgang, PrÃ¤sentation Martin RÃ¶thlisberger, Mathematiker Bern </p>
<p>27. 11. Nachwahltag fÃ¼r StÃ¤nderatswahlen</p>
<p>2.12.  PrÃ¤sentation der Gruppenarbeiten I: Analyse von Kontextfaktoren<br />
9.12.  PrÃ¤sentation der Gruppenarbeiten II: Analyse von Personenfaktoren<br />
16.12. PrÃ¤sentation der Gruppenarbeiten III: Analyse von Kommunikationsfaktoren<br />
23.12. Schluss: Modellbildung zur StÃ¤nderatswahl fÃ¼r Theorie und Praxisbesprechung: Was wir neu Ã¼ber StÃ¤nderatswahlen in der Schweiz wissen</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/15000/analyse-von-standeratswahlen-forschungsseminar-an-der-uni-bern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das freut mich wirklich!</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/14273/das-freut-mich-wirklich/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/14273/das-freut-mich-wirklich/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 May 2011 13:19:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=14273</guid>
		<description><![CDATA[Ende MÃ¤rz 1992 verliess ich die Uni Bern als Lehrbeauftragter (etwas unfreiwillig); gestern vergab mir die WISO-FakultÃ¤t der Uni Bern nach 19 Jahren den Lehrauftrag fÃ¼r Wahlforschung erneut!

Was Wahlen entscheidet, soll ich inskÃ¼nftig den Studierenden der Uni Bern lehren!
Im Herbstsemester 2011 nehme ich meine LehrtÃ¤tigkeit auf der Masterstufe der hiesigen UniversitÃ¤t auf. Als Erstes ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ende MÃ¤rz 1992 verliess ich die Uni Bern als Lehrbeauftragter (etwas unfreiwillig); gestern vergab mir die WISO-FakultÃ¤t der Uni Bern nach 19 Jahren den Lehrauftrag fÃ¼r Wahlforschung erneut!</strong></p>
<p><a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/mob203_1259237649.jpg"><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/mob203_1259237649-300x225.jpg" alt="mob203_1259237649" title="mob203_1259237649" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-14279" /></a><br />
<em>Was Wahlen entscheidet, soll ich inskÃ¼nftig den Studierenden der Uni Bern lehren!</em></p>
<p>Im Herbstsemester 2011 nehme ich meine LehrtÃ¤tigkeit auf der Masterstufe der hiesigen UniversitÃ¤t auf. Als Erstes ist ein Seminar vorgesehen &#8211; zu den von der Wahlforschung lange vernachlÃ¤ssigten StÃ¤nderatswahlen. Verlangen werde ich qualifizierte studentische Projekte, die uns helfen zu verstehen, was bei StÃ¤nderatswahlen anders seit langem anders verlÃ¤uft als bei Nationalratswahlen, was sich heute Ã¤ndert, und wohin sich die wichtigste Wahl von KantonsvertreterInnen auf Bundesebene entwickelt.</p>
<p>Traditionellerweise versteht man unter StÃ¤nderatswahlen Personenwahlen. In der Tat, auf unsere Wahlzettel schreiben wir KandidatInnen. Chancenreich sind StÃ¤nderÃ¤tInnen, die wieder antreten. Erfolgsversprechend waren lange Kandidaturen von RegierungsrÃ¤tInnen. Heute steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man als bekannte NationalrÃ¤tin, als profilierter Nationalrat in die kleine Kammer gewÃ¤hlt wird. Offenbar gerÃ¤t einiges in Bewegung.<br />
Zwar ist die Polarisierung zwischen den Polen links und rechts geringer als bei Nationalratswahlen, doch nimmt die Zahl erfolgreicher Bewerbungen von SP, SVP und GPS zu. Ueberhaupt, langweilige StÃ¤nderatswahlen werden seltner, umstrittene WahlgÃ¤nge mit offenem Resultat hÃ¤ufiger.<br />
Die Medienaufmerksamkeit fÃ¼r die Wahlen in die Kantonsvertretung nimmt offensichtlich zu &#8211; nicht nur auf lokaler Ebene, auch auf nationaler. Die Entscheidungen fallen zwar in den Kantonen, doch die nationalen Themen erfassen sie immer deutlicher. Nicht die angepasste Bewerbung in der Mitte interessiert dabei, sondern die angriffige der CharismatikerInnen, die ihre AnhÃ¤nger, ja die WÃ¤hlerschaft mit polarisierender Abgrenzung zu mobilisieren wissen.<br />
Personalisierung von PersÃ¶nlichkeitswahlen heisst heute Vieles: Man traut dem Menschen, nicht seinen HintergrÃ¼nden. Man will mehr Privates wissen, weil das Oeffentiche gestellt und. Oder man will den Kampf in Sachfragen, weil die Ideologien aufgeweicht sind. Das alles machte StÃ¤nderatswahlen interessant: fÃ¼r Aufbau-Kandidaturen, als Plattformen fÃ¼r den Wettbewerb von Ideen, als Kampf der Titanen, bei dem man sein ganzes Prestige aufs Spiel setzt. Nicht nur fÃ¼r das Schaulaufen verdienter PolitikerInnen.</p>
<p>Ob das gut oder schlecht ist, werden dereinst die HistorikerInnen beantworten. Die normative Sozialwissenschaft bereitet die Antworten heute schon vor. Die empirisch Wahlforschung ist dafÃ¼r nicht wirklich geeignet: Sie will beobachten, was ist, diagnostizieren, was das heisst und analysieren, was die Ursachen sind. Genau so verstehe ich auch mein erstes Seminar in Bern, das ich inskÃ¼nftig, mit variierenden Themen regelmÃ¤sig anbieten werde.</p>
<p>Die RÃ¼ckkehr an den Ort, wo ich vor mehr als zwei Jahrzehnten zu unterrichten begann, zu Europa-Abstimmungen und kantonalbernischen Wahlen freut mich umso sehr, als ich meinen Abgang 1992 bereute. Denn nicht nur als Forscher, auch als Dozent machte es mir immer wieder Spass, junge Menschen in die Einsichten der politikwissenschaftlichen Forschung einzufÃ¼hren und aus ihren Ueberlegungen die Spuren herauszufiltern, welche die Entwicklung des Faches auf neuen Gebieten befÃ¶rdern werden. DafÃ¼r will ich mich, rechtzeitig vor den Wahlen 2011, aber auch darÃ¼ber hinaus, erneut einsetzen. </p>
<p>Ein grosses DankeschÃ¶n ans Institut fÃ¼r Politikwissenschaft und an die WISO-FakultÃ¤t, die mir, dem Vernehmen nach einstimmig, eine zweite Gelegenheit hierzu erÃ¶ffnen!</p>
<p>Claude Longchamp</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/14273/das-freut-mich-wirklich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lobbying in der Schweiz: Was ist und was wird?</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/14170/lobbying-in-der-schweiz-was-ist-und-was-wird/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/14170/lobbying-in-der-schweiz-was-ist-und-was-wird/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 May 2011 14:14:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[VMI Uni Fribourg]]></category>
		<category><![CDATA[Zum Nachdenken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=14170</guid>
		<description><![CDATA[RegelmÃ¤ssig halte ich meinen Kurs zum Lobbying am Verbandsmanagement Institut der UniversitÃ¤t Freiburg. So auch diese Woche. Das ist jedesmal auch Gelegenheit, Ã¼ber die Trends im Lobbying nachzudenken, und den Puls zu fÃ¼hlen, wo wir in der Schweiz hierzu stehen. Hier meine aktuellste Bilanz!

Typisch fÃ¼r das neue Lobbying auch in der Schweiz: beeinflusst von allgemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>RegelmÃ¤ssig halte ich meinen Kurs zum Lobbying am <a href="http://www.vmi.ch/index.php?idnav=241">Verbandsmanagement Institut der UniversitÃ¤t Freiburg</a>. So auch diese Woche. Das ist jedesmal auch Gelegenheit, Ã¼ber die Trends im Lobbying nachzudenken, und den Puls zu fÃ¼hlen, wo wir in der Schweiz hierzu stehen. Hier meine aktuellste Bilanz!</strong></p>
<p><a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/lobbying.jpg"><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/lobbying-300x143.jpg" alt="lobbying" title="lobbying" width="300" height="143" class="alignnone size-medium wp-image-14175" /></a><br />
<em>Typisch fÃ¼r das neue Lobbying auch in der Schweiz: beeinflusst von allgemeinen Trends, insbesondere angelsÃ¤chsischen, die Ã¼ber internationale Firmen und die EU in die Schweiz kommen.</em></p>
<p>Die aktuelle Ausgabe der <a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1662-6370.2011.02006.x/abstract">Schweizerischen Zeitschrift fÃ¼r Politikwissenschaft</a> bilanziert: â€žWÃ¤hrend Lobbying im angelsÃ¤chsischen Raum weitgehend akzeptiert ist, haftet ihm im kontinentaleuropÃ¤ischen Kontext ein anrÃ¼chiger Geschmack an. Empirisch zeigt sich jedoch, dass immer mehr Ressourcen in Public Affairs und politische Kommunikation investiert werden.â€œ</p>
<p>Aus meiner Sicht lassen sich seit LÃ¤ngerem fÃ¼nf Trends, die auch das Lobbying in der Schweizer erfassen kÃ¶nnen, ableiten:</p>
<p>Erstens, Lobbying differenziert sich immer mehr als eigenstÃ¤ndige politische AktivitÃ¤t.<br />
Zweitens, Lobbying entwickelt hierzu Standards, was geht und was nicht geht,<br />
Drittens, Lobbying professionalisiert sich aus sich selber heraus.<br />
Viertens, Lobbying wird zum Bestandteil der politischen Oeffentlichkeitsarbeit.<br />
FÃ¼nftens, Lobbying initiiert vor allem im globalen Kontext neue Politiken.</p>
<p>Ein Trend trifft in der Schweiz unbestritten zu: Das Lobbying, vor allem der nationalen VerbÃ¤nde, wird zusehends zum Bestandteil ihrer Oeffentlichkeitsarbeit. Teilweise trifft das auch fÃ¼r Firmen und andere Organisationen zu. Die direkte Ansprache von Parlamenten, Regierungen und Verwaltung wird dabei durch die indirekte erweitert. Die Medienarbeit wird zum zentralen Bestandteil des Lobbyings, denn man weiss zwischenzeitlich nur zu gut, dass sich nicht nur die BÃ¼rgerInnen, sondern auch PolitikerInnen und BeamtInnen in einem erheblichen Masse Ã¼ber Massen- und Fachmedien zu politischen Fragen informieren.<br />
Lobbying Ã¤ndert damit den eigenen Charakter. Es verlÃ¤sst das Schummerlicht der verdeckten Einflussnahme auf politische Entscheidungen mindestens teilweise. Es wird transparenter. Es erhofft sich dadurch nicht nur mehr Wirkung, es rechnet auch mit einem GlaubwÃ¼rdigkeitsgewinn. </p>
<p>In der Schweiz bleibt dagegen die Initiativfunktion fÃ¼r neue Politiken weitgehend Aufgabe von Regierungen und Parlamenten &#8211; oder der Wissenschaft. Die BehÃ¶rden steuern Ã¼ber politische Weltanschauungen, Regierungsprogramme und Expertisen, die von der Politik in Auftag gegeben oder genommen werden, die Agenda. Das Lobbying in diesem Bereich bleibt zurÃ¼ck, nicht zuletzt, weil Denkfabriken hierzulande eine untergeordnete Rolle spielen. Einzig im Abstimmungsbereich haben entsprechende Institutionen eine gewisse Vordenkerfunktion. </p>
<p>BeschrÃ¤nkte VerÃ¤nderungen kann man bei den drei anderen Trends festhalten. Lobbying differenziert sich teilweise von politischen Aemtern. Lobbying entwickelt beschrÃ¤nkt Standards fÃ¼r eigene Verhaltensnormen. Und Lobbying professionalisiert sich nur schrittweise. Ueberall hinkt die Schweiz im internationalen Vergleich indessen hinten nach.</p>
<p>Hinderlich erweisen sich das Milizsystem auf Parlamentsebene, das die Verquickung Ã¶ffentlicher und privater politischer Funktionen fÃ¶rdert. Wenig fÃ¶rderlich ist auch, dass sich Lobbying unverÃ¤ndert hinter anderen TÃ¤tigkeiten wie Public Affairs, Oeffentlichkeitsarbeit oder politischer Beratung versteckt. Das fÃ¼hrt nicht dazu, dass man ein eigenes SelbstverstÃ¤ndnis des Guten und Schlechten entwickelt.</p>
<p>Schliesslich, anders als in zahlreichen anderen LÃ¤ndern gibt es eine genuine Ausbildung zum Lobbyisten oder zur Lobbyistin in der Schweiz kaum. Das ist schade, den nebst dem Handwerklichen, das man irgendwo erwerben kann, braucht das Lobbying auch herausragende Fachkenntnisse des politischen  Systems, der politischen Prozesse und der politischen Kulturen.</p>
<p>Eigentlich wÃ¤re das alles eine geniale Herausforderung fÃ¼r die Politikwissenschaft mit einem Flair fÃ¼r Praxis.</p>
<p>Claude Longchamp</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/14170/lobbying-in-der-schweiz-was-ist-und-was-wird/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>StÃ¤nderatswahlen in der Schweiz: VorschlÃ¤ge zur Analyse zwischen Theorie und Praxis</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13938/13938/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13938/13938/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 14:49:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[MIA Uni St. Gallen]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer Parlamentswahlen 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Zum Nachdenken]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=13938</guid>
		<description><![CDATA[Das Blockseminar zur Analyse von StÃ¤nderatswahlen in der Schweiz an der UniversitÃ¤t St. Gallen ist vorbei. Ein ordnender RÃ¼ckblick.

Wird am 23. Oktober 2011 neu bestellt: der StÃ¤nderat der Schweiz, die zweite, gleichberechtigte Kammer der Bundesversammlung
18 Lektionen in 3 Tagen sind eine Herausforderung. Mit dem Blockseminar in der ostschweizer Metropole erspare ich mir viel Reisezeit zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Blockseminar zur Analyse von StÃ¤nderatswahlen in der Schweiz an der UniversitÃ¤t St. Gallen ist vorbei. Ein ordnender RÃ¼ckblick.</strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/bundeshaus_-_standeratssaal_-_001-300x195.jpg" alt="bundeshaus_-_standeratssaal_-_001" title="bundeshaus_-_standeratssaal_-_001" width="300" height="195" class="alignnone size-medium wp-image-13952" /><br />
<em>Wird am 23. Oktober 2011 neu bestellt: der StÃ¤nderat der Schweiz, die zweite, gleichberechtigte Kammer der Bundesversammlung</em></p>
<p><a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13862/auf-zur-analyse-der-standeratswahlen/">18 Lektionen in 3 Tagen</a> sind eine Herausforderung. Mit dem Blockseminar in der ostschweizer Metropole erspare ich mir viel Reisezeit zwischen Bern und St.Gallen. Die Energie braucht man aber, um wÃ¤hrend den Verhandlungen permanent prÃ¤sent zu sein. Meiner Meinung nach wirkte sich diese Veranstaltungsform vorteilhaft auf das Lernklima aus. Denn so vertieft kann man eine Thema wÃ¤hrend den Ã¼blichen Wochensitzung nicht verarbeiten. DafÃ¼r ist die Distanz zu den Inputs grÃ¶sser, wenn man regelmÃ¤ssige AbstÃ¤nde zwischen den Sitzungen hat. </p>
<p>Aufschlussreich waren die drei Referate &#8220;von aussen&#8221;: RegierungsrÃ¤tin Karin Keller-Sutter reflektierte Ã¼ber den Mainstream in der st. gallischen Politik, den sie gerne in Bern vertreten wÃ¼rde. Aus ihrer Warte sind erfolgreiche Kampagnen bÃ¼rgerInnen-nah, dezentral, authentisch &#8211; und ohne Ã¼bergeordnete parteipolitische Absichten. Auch TV-Journalist Hanspeter TrÃ¼tsch betonte die Vielfalt der Schweiz, wo jeder Kanton anders als der andere ist, weshalb auch Wahlkampfkulturen divers blieben. Die wachsenden Rolle der Medien in der Politikvermittlung fÃ¼hre zu einer Transformation von WahlkÃ¤mpfen. Erfolgreichen Politikerprofile bleiben sich Ã¤hnlich, es wechselten aber die KÃ¶pfe, Auftrittsstile und KommunikationskanÃ¤le. Hermann Strittmatter wurde seinem Image als Exzentriker unter den Schweizer Werbern vollumfÃ¤nglich gerecht. Erfolg im urbanen Raum, dozierte er, hÃ¤nge davon ab, im Kommunikationswirrwarr nicht unterzugehen. Werbung mÃ¼sse auffallen, was KreativitÃ¤t verlange. Von Parteien erwartet einen KompatibilitÃ¤tstest, bevor sie KandidatInnen nominierten. Gewinne werde schliesslich der oder die, welche(r) keine Fehler mache, indem er oder sie in der Hektik des Wahlkampfes Ruhe bewahre. </p>
<p>Der systematische Teil des Blockseminars beschÃ¤ftigte sich mit Wahlkampftheorien. Allen bekannt sind die Annahmen der rationalen Wahl. Sie haben sich fÃ¼r die Analyse der kurzfristigen Programmwahl durch die einzelne BÃ¼rgerIn bewÃ¤hrt. Doch sind sie kaum geeignet, die Konstanten in Wahlergebnissen zu untersuchen, und sie eigenen sich auch nicht gesellschaftlichen Strukturen und ihren Wandel in Wahlresultaten zu bestimmen. Skepsis herrscht auch, dass man damit Personenwahlen treffend untersuchen kann. Das Spannendste in der Forschung findet aktuell dort statt, wo das Handeln der Akteure im Schnittfeld von KandidatIn, Partei und Medien analyisert wird. </p>
<p>Konflikttheorien, welche die Transformation des postindustriellen Staates erhellen, wie das <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/9420/sp-wahlanalyse-lucken-mittelinks-aufarbeiten-und-selber-fullen/">Herbert Kitschelt</a> geleistet hat, geben hier den Rahmen ab. <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/3928/wahlentscheidung-unter-medieneinfluss/">Stefan Dahlems</a> grundlegende Uebersetzung der sozialwissenschaftlichen Wahltheorie in die Mediengesellschaft verdeutlicht, wie sich die Beziehungen zwischen WÃ¤hlenden und GewÃ¤hlten verÃ¤ndern. Schliesslich geht es in Wahlanalysen seit langem um das Marketing von Parteien und KandidatInnen, welche eingesetzt werden, um den Wahlerfolg erhÃ¶hen.</p>
<p>Drei Thesen haben der gegenwÃ¤rtigen politik- und medienwissenschaftlichen Forschung haben uns inspiriert: uum einen die Medialisierungsthesen, wie sie von Barbara Pfetsch fÃ¼r die Erforschung von WahlkÃ¤mpfen vorgeschlagen wurden; sodann die Personalisierungsthesen, die namentlich Skeptiker der Demokratieentwicklung wie <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/2710/auch-demokratie-konnen-besser-oder-schlechter-sein/">Colin Crouch</a> favorisiert werden; schliesslich die Thesen der Modernisierung von WahlkÃ¤mpfen, die namentlich Pippa Norris eingebracht hat.</p>
<p>Formuliert wurden diverse studentsiche Forschungsarbeiten, die im Schnittfeld von Thesen, Daten und Ergebnissen mit Praxisrelevanz diskutiert wurden. So fragt man beispielsweise nach neuen Stadt/Land-Konflikten in StÃ¤nderatswahlen, die insbesondere die Wahlchancen von linken und rechten Kandidaturen in den Sprachregionen beeinflussen und genutzt werden kÃ¶nnen, um die Chancen einer Wahl zu erhÃ¶hen. Mehr wissen will man exemplarisch Ã¼ber Medienstrategien im urbanen Raum, namentlich in ZÃ¼rich und Genf, wenn es um PolitikerInnen-Vermittlung geht. Dazu werden typologisch ausgewÃ¤hlte Medien untersucht. Und man interessiert sich ausdrÃ¼cklich fÃ¼r MÃ¶glichkeiten und Grenzen der Personalisierung von StÃ¤nderatsbewerbungen, die zwischen staatstragendem und parteiischem Auftritt der BewerberInnen beurteilt werden sollen. Denn bei Nationalratswahlen weiss man, was gegenwÃ¤rtig zieht, und es ist gut, dass wir mehr erfahren, ob sich die Erkenntisse dieser Wahlanalyse auch fÃ¼r die Untersuchung von StÃ¤nderatswahlen eigenen. </p>
<p>Ich bin gespannt, zu welchen SchlÃ¼ssen die studentischen Forschungsvorhaben fÃ¼hren, und ob wir danach mehr wissen Ã¼ber das Stiefkind der Schweizer Wahlforschung.</p>
<p>Claude Longchamp</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13938/13938/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf zur Analyse von StÃ¤nderatswahlen</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13862/auf-zur-analyse-der-standeratswahlen/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13862/auf-zur-analyse-der-standeratswahlen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 09:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[MIA Uni St. Gallen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=13862</guid>
		<description><![CDATA[Diese Woche findet mein Praxiskurs an der HSG zur &#8220;Analyse von StÃ¤nderatswahlen&#8221; statt. Besser hÃ¤tte man weder den Zeitpunkt noch den Ort wÃ¤hlen kÃ¶nnen, denn in St. Gallen kommt es im Herbst zum wohl spektakulÃ¤rsten Showdown bei diesen Wahlen.

In nÃ¤chsten Semester beschÃ¤ftige ich mich mit StÃ¤nderatswahlen. Das schwor ich mir, als ich die Forschungsberichte zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Woche findet mein Praxiskurs an der HSG zur &#8220;Analyse von StÃ¤nderatswahlen&#8221; statt. Besser hÃ¤tte man weder den Zeitpunkt noch den Ort wÃ¤hlen kÃ¶nnen, denn in St. Gallen kommt es im Herbst zum wohl spektakulÃ¤rsten Showdown bei diesen Wahlen.<br />
</strong><br />
In nÃ¤chsten Semester beschÃ¤ftige ich mich mit <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13170/analyse-von-standeratswahlen/">StÃ¤nderatswahlen</a>. Das schwor ich mir, als ich die Forschungsberichte zu den Selects-Projekten sah, die sich ausschliesslich auf die Nationalratswahlen konzentrierten. Nun ist es soweit: vom Mittwoch bis Freitag findet mein Blockseminar hierzu statt.</p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/85496.110407_toni_brunner-300x168.jpg" alt="85496.110407_toni_brunner" title="85496.110407_toni_brunner" width="240" height="134" class="alignnone size-medium wp-image-13872" /><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/images2.jpg" alt="images" title="images" width="240" height="186" class="alignnone size-full wp-image-13869" /><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/topelement30-300x150.jpg" alt="topelement" title="topelement" width="240" height="120" class="alignnone size-medium wp-image-13870" /><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/269002-EQIMAGES_426461-300x166.jpg" alt="269002-EQIMAGES_426461" title="269002-EQIMAGES_426461" width="240" height="133" class="alignnone size-medium wp-image-13868" /><br />
<em>KandidatInnen bei der diesjÃ¤hrigen StÃ¤nderatswahl in St. Gallen sind Toni Brunner (SVP), Karin Keller-Sutter (FDP), Paul Rechsteiner (SP) und Eugen David (bisher, CVP)</em></p>
<p>Der Praxisbezug wird in verschiedenster Hinsicht gewÃ¤hrleistet: Erstens durch die AktualitÃ¤t der StÃ¤nderatswahlen 2011. Zweitens durch die Kontroverse Ã¼ber die Funktion des StÃ¤nderats als Vertretung der Kantone oder als Hort der Parteiinteressen. Und drittens gilt es, angesichts des Fehlens einer Theorie von StÃ¤nderatswahlentscheidungen nÃ¶tig, induktiv vorzugehen, das heisst, den Stand der Dinge und ihre VerÃ¤nderung zu beobachten.</p>
<p>GewÃ¤hrleistet wurde der Praxisbezug auch durch den Beizug Externer. Das ErÃ¶ffnungsreferat hÃ¤lt die St. Galler RegierungsrÃ¤tin Karin Keller-Sutter, nebst Eugen David, Paul Rechsteiner und Toni Brunner eine der vier prominenten KandidatInnen fÃ¼r den StÃ¤nderat aus St. Gallen. Am zweiten Tag beleuchtet  SF-Bundeshausredaktor Hanspeter TrÃ¼tsch, weshalb sich selbst nationale Medien neuerdings fÃ¼r exemplarische StÃ¤nderatswahlen interessieren. Am dritten Tag lÃ¤sst sich der ZÃ¼rcher Werber Hermann Strittmatter, erfolgreicher Campaigner fÃ¼r verschiedene linke KandidatInnen bei Majorzwahlen, in die Karten schauen.</p>
<p>Ziel des Blockkurses ist es, eine Gesamtsicht zu bekommen, wie ein Modell zur ErklÃ¤rung von StÃ¤nderatswahlen aussehen kÃ¶nnte. Angesichts des Forschungsstandes hierzu sind rasche Verbesserungen zu erwarten. Denn bis heute gilt, dass der common sense nicht nur die Wahlvorbereitungen in die kleine Kammer regiert, sondern auch die Analysen des Geschehens rund um den StÃ¤nderat.</p>
<p>Die Studierenden prÃ¤sentieren diese ihre Forschungsvorhaben dazu, die sich in der ersten SemsterhÃ¤lfte erarbeitet haben. Ich wiederum werde versuchen, das Wissen der Politik- und Medienforschung zu Personenwahlen in der Mediengesellschaft einzubringen. Ich bin gespannt, zu welchen SchlÃ¼ssen wir kommen. Ich freue mich, wenn der Praxiskurs Resultate erbringt, die man die die Analyse der kommenden StÃ¤nderatswahlen einfliessen lassen kann. </p>
<p>Claude Longchamp</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13862/auf-zur-analyse-der-standeratswahlen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Analyse von StÃ¤nderatswahlen</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13170/analyse-von-standeratswahlen/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13170/analyse-von-standeratswahlen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 23:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abstimmungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[MIA Uni St. Gallen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=13170</guid>
		<description><![CDATA[Heute war Auftakt zu meiner Lehrveranstaltung an der UniversitÃ¤t St. Gallen. Der Kurs ist einer der neun Praxisprojekte im Rahmen des MIA-Masterlehrgangs an der HSG. Hier meine Zielsetzung.

Obwohl der StÃ¤nderat im bi-kameralistischen Parlament der Schweiz gleich wichtig ist wie der Nationalrat, ist seine Wah bisher praktisch nicht untersucht worden.
Ich habe mich entschieden, mit meine Studierenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute war Auftakt zu meiner Lehrveranstaltung an der UniversitÃ¤t St. Gallen. Der Kurs ist einer der neun Praxisprojekte im Rahmen des <a href="http://www.unisg.ch/de/Studium/Master/InternationalAffairsAndGovernance.aspx">MIA-Masterlehrgangs</a> an der HSG. Hier meine Zielsetzung.</strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/ba75de4-300x200.jpg" alt="ba75de4" title="ba75de4" width="300" height="200" class="alignnone size-medium wp-image-13183" /><br />
<em>Obwohl der StÃ¤nderat im bi-kameralistischen Parlament der Schweiz gleich wichtig ist wie der Nationalrat, ist seine Wah bisher praktisch nicht untersucht worden.</em></p>
<p>Ich habe mich entschieden, mit meine Studierenden StÃ¤nderatswahlen zu analysieren. AusgelÃ¶st wurde dieses Interesse durch das jÃ¼ngste Spezialheft der Schweizerischen Zeitschrift fÃ¼r Politikwissenschaft. Es beansprucht, den Stand der Dinge zur Schweiz darzustellen, behandelt die Wahlen in die kleine Kammer aber mit keinem Artikel.</p>
<p>Ich habe zwei Ã¼bergeordnete Fragestellungen an den Anfang der Veranstaltung gestellt: </p>
<p>Erstens: Kann man aus den Potenzialen von KandidatInnen sinnvolle Prognosen machen fÃ¼r das Wahlergebnis? â€“ Ich hoffen auf ein Ja.<br />
Zweitens: Wie weit kÃ¶nnen Aktualisierungen solcher Potenziale in WahlkÃ¤mpfen des Wahlergebnisses beeinflussen? â€“ In denke, dass es auch hier positive Hinweise gibt.</p>
<p>In beiden FÃ¤llen interessieren die Wahlergebnisse als abhÃ¤ngige Variable. Dabei stehen Stimmenzahlen, Stimmenanteile, Beteiligungsanteile zur VerfÃ¼gung. Ueber die Wahlmotive weiss so nichts, und es gibt praktisch keine Befragungen als Nachanalysen von StÃ¤nderatswahlen, die einem helfen wÃ¼rden, strategisches und taktisches WÃ¤hlen zu analysieren. Untersuchbar sind aber Wahlergebnisse beispielsweise auf kommunaler Ebene, so im Stadt/Land- oder Sprachenvergleich.</p>
<p>Was die unabhÃ¤ngigen Variablen betrifft, schlage ich ein Raster vor, das bei den Potenzialen die institutionellen Rahmenbedingen, die KandidatInnen-Profile (im Vergleich) und die Allianzbildungen unterscheidet. Bei den Aktualisierungen differenziere ich nach dem Wahlkampf als solchem, nach den Kampagnen der KandidatInnen und nach den Medienstrategien.</p>
<p>Typische Indikatoren der Rahmenbedingungen sind das Wahlrecht, die Sitzzahl, die Zahl der freien Sitze sowie die GesetzmÃ¤ssigkeiten erster und zweiter WahlgÃ¤nge. Bei den KandidatInnen-Profilen interessieren die Rollen der Bewerbung vom Amtsinhaber, Ã¼ber die Herausforderung bis zur Aufbau-Kandidatur. Es geht auch um die bisherige politische Karriere, den Leistungsausweise, die Erfahrugnen in Kampagnen, das Parteiimage und die Mitgliedschaften in politisch relevanten Gruppen. Schliesslich sollte man etwas Ã¼ber die Hausmacht der Bewerbungen wissen, die Allianzbildungen Ã¼ber Parteien hinweg und Ã¼ber Absprachen unter Parteien, welche den Wettbewerb bei einer Wahl einschrÃ¤nken.</p>
<p>Bei den Aktualisierungen geht es zunÃ¤chst um das Unfeld einer Wahl, sei es, dass gleichzeitig weitere Wahlen oder Abstimmungen stattfinden. Es interessiert hier aber auch die Dauer des Wahlkampfes, und die Gepflogenheiten in einem Kanton bei solchen Wahlen. Wenn von Kampagnen die Rede ist, sollten die StÃ¤be der KandidatInnen verglichen werden, ihre Budgets, die beanspruchte professionelle Hilfe, die Werbe- und Kommunikationsstrategien sowie die direkte WÃ¤hleransprache und die Mobilisierungsaktionen. Schliesslich sollte man mehr wissen, Ã¼ber die Medienstrategien bei StÃ¤nderatswahlen, wie wichtig ihnen diese sind, welche NÃ¤he und Distanz relevante Medien zu den Bewerbungen haben, wie ihre Redaktionskonzepte sind, wie sie mit Wahlwerbung umgehen, und wie das alles zusammenspielt. </p>
<p>Anlehnungen mache ich hiermit vor allem an das amerikanische Prognoseprojekt von <a href="http://pollyvote.forecastingprinciples.com/">pollyvote</a> und an eine Untersuchung von <a href="http://www.gfsbern.ch/Blog/tabid/93/entryid/51/Buchbesprechung-Was-macht-den-Wahlerfolg-aus.aspx">Mark Balsiger</a> zur Schweiz, der sich grundsÃ¤tzlich mit Personeneffekten bei Nationalratswahlen beschÃ¤ftigt hat. </p>
<p>Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Die ersten Diskussionen waren schon mal aufschlussreich. Sie zeigten mir, dass man sich zur weltanschaulichen Polarisierung von Personenwahlen Gedanken macht, dass man mehr Ã¼ber Emotionalisierung in Medienstrategien wissen mÃ¶chte, und dass beispielsweise das Stadt/Land-Profil der Wahlkreise als Determinanten von linken und rechten Kandidaturen besonders interessiert.</p>
<p>Mehr spÃ¤ter!</p>
<p>Claude Longchamp</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/13170/analyse-von-standeratswahlen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Partij voor de Vrijheid als Partei neuen Typs</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/11222/partij-voor-de-vrijheid-als-partei-neuen-typs-vorerst-ohne-direkte-nachahmung/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/11222/partij-voor-de-vrijheid-als-partei-neuen-typs-vorerst-ohne-direkte-nachahmung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 21:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=11222</guid>
		<description><![CDATA[Die hier bereits einmal aufgeworfene Frage, ob mit islamfeindlichen Positionen eine neue Konfliktlinie in den europÃ¤ischen Parteiensystemen entsteht, war Gegenstand einer Diskussion in meiner heutigen Vorlesung zur Wahlforschung. In den gegebenen Antworten Ã¼berwog die Skepsis, wenn auch die niederlÃ¤ndische PVV als Partei neuen Typs verstanden werden kann.

Positionierung der PVV 2010 gemÃ¤ss dem niederlÃ¤ndischen Politikwissenschafter AndrÃ© [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die hier bereits einmal aufgeworfene Frage, ob mit <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/11096/widerstand-gegen-den-islam-als-neue-konfliktlinie-im-parteiensystem-europas/">islamfeindlichen Positionen eine neue Konfliktlinie </a>in den europÃ¤ischen Parteiensystemen entsteht, war Gegenstand einer Diskussion in meiner heutigen Vorlesung zur Wahlforschung. In den gegebenen Antworten Ã¼berwog die Skepsis, wenn auch die niederlÃ¤ndische PVV als Partei neuen Typs verstanden werden kann.</strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/250px-Pol-landschap-2010.gif" alt="250px-Pol-landschap-2010" title="250px-Pol-landschap-2010" width="250" height="250" class="alignnone size-full wp-image-11244" /><br />
<em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Party_for_Freedom">Positionierung der PVV 2010</a> gemÃ¤ss dem niederlÃ¤ndischen Politikwissenschafter AndrÃ© Krouwel, fÃ¼r den die PVV 2010 konservativ ist. Der jÃ¼ngste Berichte zu den Entwicklungen des niederlÃ¤ndischen Parteiensystems bezeichnet die PVV etwas komplexer als neue radikale Rechte mit einer nationaldemokratischen Ideologie, aber ohne rechtsextreme Wurzeln.</em></p>
<p>Es war eine Woche, in der sich Vieles um Geert Wilders drehte: Zuerst sprach er vor Getreuen in Berlin. Dann gaben die niederlÃ¤ndischen Konservativen grÃ¼nes Licht fÃ¼r eine Minderheitsregierung mit den Rechtsliberalen, die sich nur mit Duldung Wilders Partei fÃ¼r die Freiheit an der Macht halten kann. Schliesslich musste sich Wilders wegen mutmasslicher Hetze gegen den Islam vor Gericht verantworten, ohne dass schon ein Urteil gefÃ¤llt worden wÃ¤re. </p>
<p>Um sinnvollerweise von einer (neuen) Konfliktlinie im Parteiensystem eines Landes sprechen zu kÃ¶nnen, definierte der Florenzer Politikwissenschafter <a href="http://www.bing.com/images/search?q=stefano+bartolini&#038;FORM=BIFD#focal=f553de9b2f11a13eb3ded4710beb451d&#038;furl=http%3A%2F%2Fwww.eui.eu%2FPersonal%2Fbartolini%2FBartolini%2520006.jpg">Stefano Bartolini </a>drei Kriterien:</p>
<p>. Es braucht eine tiefgreifende Spaltung in der Gesellschaft.<br />
. Auf dieser aufbauend mÃ¼ssen neue kollektive IdentitÃ¤ten entstehen.<br />
. Diese mÃ¼ssen durch neue parteiÃ¤hnliche Organisationen verfestigt werden.</p>
<p>Erstes ist gegenwÃ¤rtig offensichtlich vielerorts vorhanden. Namentlich die Globalisierung hat soziologisch bestimmbare Gewinner und Verlierer hervorgebracht, die seit einiger Zeit gesellschaftliche Spannungen hervorbringen. Zu den zentralen Punkten des BÃ¼rgerInnen-Alltag gehÃ¶rt insbesondere die Migration und die Durchmischung von Kulturen. Dazu gehÃ¶rt an verschiedenen Orten eine Anwachsen der Islamfeindlichkeit. Ob daraus auch verbreitet neue kollektive IdentitÃ¤ten entstehen, kann indessen beizweifelt werden. Damit verringert sich die Chance, dass politische Organisationen diese zur Basis einer Partei machen kÃ¶nnten.</p>
<p>Es ist aber auch mÃ¶glich, die PVV ganz anders, nÃ¤mlich als eine Partei neuen Typs zu analysieren. Sie hat nun ein Mitglied, ihren GrÃ¼nder Geert Wilders. Alle anderen Aktivisten sind Supporter. Deshalb versucht man auch, die Partei im Sinne des politischen Entrepreneurships zu interpretieren. Sie begann als parlamentarische Gruppe, die rechtskonservativ politisierte, wird unverÃ¤ndert als rechtspopulistisch, positionsmÃ¤ssig neuerdings aber als konservativ eingestuft. Sie konzentriert sich auf die Islamfrage, hat hierzu eine offene Basis, lebt von der Behandlung in den Medien und hat kaum Parteistrukturen, die einen demokratischen Willensbildungsprozess strukturieren wÃ¼rden, entwickelt. Eine Herleitung aufgrund sozialstruktureller Bedingungen versagt damit weitgehend.</p>
<p>So kann man auch folgende Hypothese wagen: Die PVV nimmt gerade deshalb <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/9578/die-umkehr-des-wertewandels-in-den-niederlande/">erfolgreich an Wahlen </a> teil, weil sie konsequent auf die Kommunikation eines Themas mittels eines Kommunikators setzt, der sich wie ein Politunternehmer verhÃ¤lt. Das ist fÃ¼r die Politik in der Mediengesellschaft wohl typisch.</p>
<p>Claude Longchamp</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/11222/partij-voor-de-vrijheid-als-partei-neuen-typs-vorerst-ohne-direkte-nachahmung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Werden des schweizerischen Parteiensystems</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/11110/das-werden-des-schweizerischen-parteiensystems/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/11110/das-werden-des-schweizerischen-parteiensystems/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 12:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=11110</guid>
		<description><![CDATA[Gegenstand meiner gestrigen Vorlesung zur Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich war die Analyse von Parteiensystemen und ihrer Bedingungen. Hierzu braucht es ein Zusammenspiel von Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft. 
Politologen haben immer wieder versucht, sie aus dem Wahlrecht abzuleiten. FrÃ¼he Theoretiker wie der Franzose Maurice Duverger, aber auch heutige Politikwissenschaft wie der EstlÃ¤nder Rein Taagepera haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gegenstand meiner gestrigen Vorlesung zur Wahlforschung an der Uni ZÃ¼rich war die Analyse von Parteiensystemen und ihrer Bedingungen. Hierzu braucht es ein Zusammenspiel von Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft. </strong></p>
<p>Politologen haben immer wieder versucht, sie aus dem Wahlrecht abzuleiten. FrÃ¼he Theoretiker wie der Franzose Maurice Duverger, aber auch heutige Politikwissenschaft wie der EstlÃ¤nder <a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/1333/der-kleine-nobelpreis-fur-politikwissenschaft/">Rein Taagepera </a>haben uns die ZusammenhÃ¤nge zwischen Mehr- und VerhÃ¤ltniswahlrecht einerseits, Zahl der Parteiensystem anderseits nahegelegt. Was die Schweiz betrifft, kÃ¶nnen wie gegenwÃ¤rtig von einem polarisierten Pluralismus in einem Mehrheitparteiensystem sprechen, das im Nationalrat fragmentierter ist als das europÃ¤ische Mittel der Parteiensysteme, nicht aber im StÃ¤nderat. </p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/Parteiensystem-300x161.gif" alt="Parteiensystem" title="Parteiensystem" width="360" height="190" class="alignnone size-medium wp-image-11113" /><br />
<em>Parteiensysteme wie das der Schweiz kann man nur interdisziplinÃ¤r analysieren.</em></p>
<p>Soziologen genÃ¼gt diese Analyse nicht. Sie wollen begreifen, wie zentrale gesellschaftliche Konfliktlinie, Staatswerdung und Parteiensysteme zusammenhÃ¤nge. Der Amerikaner Seymour Lipset und der Norweger Stein Rokkan haben mit ihrer Cleavage-Theorie die Basis hierfÃ¼r gelegt. Der Verlauf der Revolutionen in der Neuzeit, beginnend mit Reformation/Gegenreformation, weiter fÃ¼hrend mit der FranzÃ¶sischen Revolution, bis hin zur Industriellen Revolution legte nach ihnen die Basis fÃ¼r europÃ¤ische Staatsentwicklung, fÃ¼r die BrÃ¼cken Ã¼ber die GrÃ¤ben nÃ¶tig waren, die so aufgerissen worden waren. Wie die Niederlande zÃ¤hlt die Schweiz nach ihnen zu jenen Staaten, fÃ¼r eine unvollstÃ¤ndige Reformation typisch ist, mit der der Staat die Kontrolle Ã¼ber die nationale Kirche gewann, eine starke Minderheit Katholiken aber verblieb, mit der Industrialisierung das (klein)stÃ¤dtische BÃ¼rgertum die erste Regierungspartei, den liberal-radikalen Freisinn stellte, und der katholische Konservatismus, spÃ¤ter auch die Bauern- und BÃ¼rgerpartei sowie die Sozialdemokratische Parteien mindestens vorerst aus der Opposition heraus politisierten. </p>
<p>Schweizer Historiker verweisen darÃ¼ber hinaus auf die unterschÃ¤tzten geschichtlichen Konflikte zwischen Stadt und Land, Herrn und Untertanen, aber auch innerhalb der StÃ¤dte zwischen Patriziern und BÃ¼rger, Stadtadel und ZÃ¼nften wird nur unzureichend erfasst. Zudem wurde der Erfolge einer nationalen Revolution durch die BestÃ¤ndigkeit der Kantone, die Mehrsprachigkeit des Landes und die Regionalismus in zahlreichen Kantonen immer wieder gebrochen. Schliesslich spaltete die Demokratisierung der staatlichen Strukturen den Freisinn, und verlangte die Etablierung der Volksrechte die Ausbildung nationaler Dachorganisationen Ã¼ber die weitgehend kantonal strukturierten Parteien. Ihre grundlegende AusprÃ¤gung hat das Parteiensystem der Schweiz durch den Uebergang von der regierenden Mehrheitspartei FDP hin zur Konkordanz-Regierung vin heute erhalten. </p>
<p>Daniele Caramani, Politikwissenschafter an der UniversitÃ¤t St. Gallen, hat zudem klar gemacht, dass die aktuellen Entwicklungen der Parteiensystem durch die gegenwÃ¤rtigen Cleavages geprÃ¤gt sind: WÃ¤hrend des 20. Jahrhunderts, der Zeit der grossen Ideologien interessierten namentlich die Spaltungen zwischen sozialdemokratischen und kommunistischen, bÃ¼rgerlich und faschistisch ausgerichteten Parteien. Anderseits geht es um die postmodernen Konfliktlinien, die im wesentlichen aus der Oekologiedebatte der 80er Jahre und der Gobalisierung seit dem Ende des Kalten Krieges entstanden sind. Sie kÃ¶nnen beigezogen werden, um grÃ¼ne Parteien, aber auch Antipoden zu ihnen wie die Autoparteien zu erklÃ¤ren resp. um das Aufkommen antieuropÃ¤isch geprÃ¤gter Parteien angesichts der EuropÃ¤isierung der Politik zu analysieren.</p>
<p>Das eigentÃ¼mliche der SVP ist, dass es ihr mit der Umpositionierung von einer bÃ¼rgerlich-konservativen Zentrumspartei zu einer Mischung aus Volkspartei und Rechtspopulismus gelang, nicht nur Globalisierungsverlierer in den unteren Schichten fÃ¼r sich zu gewinnen, sondern auch neoliberal Denkende in Opposition zum politischen System. Sie ist auch nicht einfach mit der EU-Gegnerschaft insgesamt deckungsgleich ist, sondern, fÃ¼hrungsmÃ¤ssig und kommunikativ getrieben, eine Sammelbewegung nationalkonservativ gesinnerter SchweizerInnen. Das macht sie zur stÃ¤rken Partei am rechten Rand des Parteienspektrums in Europa, die in die Regierung auf nationaler Ebene eingebunden ist. </p>
<p>Claude Longchamp</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/11110/das-werden-des-schweizerischen-parteiensystems/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Theorie und Praxis der Wahlforschung</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/10919/theorie-und-praxis-der-wahlforschung/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/10919/theorie-und-praxis-der-wahlforschung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 13:22:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPW Uni ZÃ¼rich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=10919</guid>
		<description><![CDATA[Morgen startet meine Vorlesung an der Uni ZÃ¼rich zur &#8220;Wahlforschung in Theorie und Praxis&#8221;. Mit einem Anschauungsbeispiel aus der Praxis &#8211; und einer Reflexion, was wir eigentlich Ã¼ber Bundesratswahlen wissen (kÃ¶nnen).

Kann man geheimen Wahlen das Geheimnis der Entscheidungen entlocken? Einer der Herausforderungen der Wahlforschung 
Den Startschuss gebe ich aus aktuellem Anlass mit einer Instant-Analyse der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Morgen startet meine Vorlesung an der Uni ZÃ¼rich zur &#8220;Wahlforschung in Theorie und Praxis&#8221;. Mit einem Anschauungsbeispiel aus der Praxis &#8211; und einer Reflexion, was wir eigentlich Ã¼ber Bundesratswahlen wissen (kÃ¶nnen).</strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/sriimg20031117_4459523_0.jpg" alt="sriimg20031117_4459523_0" title="sriimg20031117_4459523_0" width="345" height="250" class="alignnone size-full wp-image-10926" /><br />
<em>Kann man geheimen Wahlen das Geheimnis der Entscheidungen entlocken? Einer der Herausforderungen der Wahlforschung </em></p>
<p>Den Startschuss gebe ich aus aktuellem Anlass mit einer Instant-Analyse der Bundesratswahlen von gestern. Was ist geschehen? Was weiss kann man wissen, wer wen gewÃ¤hlt hat? Was kann man an Motiven annehmen, und was als Folgen unterstellen? </p>
<p>Anhand dieser Fragen soll diskutiert werden, was die Unterschiede zwischen normativer und empirischer Wahlforschung ist, welche Aussagen Positivisten und Pragmatiker in der Forschung zulassen, und wie sich die Anwendungs- und die Grundlagenforschung unterscheiden.</p>
<p>Das wird uns die Stichworte liefern, um die Wahlen von gestern auch unter zwei Ã¼bergeordneten Themenstellung diskutieren zu kÃ¶nnen: Ist die erstmalige Frauenmehrheit im Bundesrat ein Trend oder eine vorÃ¼bergehender Ausschlag? Und welche Form von Konkordanz haben wir heute eigentlich?</p>
<p><strong><em>Uebersicht Ã¼ber die Themen</em></strong><br />
24.09.2010Â EinfÃ¼hrungsbeispiel/WissenschaftstheorieÂ Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â<br />
01.10.2010	Analyse von Parteiensystemen<br />
08.10.2010	Der Rational-Choice Ansatz in der Wahlforschung<br />
15.10.2010	Der sozial-psychologische Ansatz in der Wahlforschung<br />
22.10.2010	Wahlen in der MediengesellschaftÂ<br />
29.10.2010	Nachanalysen der Nationalratswahlen Schweiz: die selects-Studien<br />
05.11.2010	Voranalysen der Nationalrastwahlen Schweiz: die Wahlbarometer-Studien<br />
12.11.2010	Politische Partizipationsforschung und Wahlanalysen<br />
19.11.2010	Fallbeispiel Abstimmungsforschung: EU-Abstimmungen 1992-2006<br />
26.11.2010	Voranalysen Abstimmungen Schweiz: SRG-Trend-Befragung zur den Volksasbstimmungen vom 28. November 2010<br />
03.12.2010	Nachanalysen Abstimmungen Schweiz: Vox-analysen zur Volksabstimmungen<br />
10.12.2010	Fragestunde/Repetition<br />
17.12.2010	PrÃ¼fung</p>
<p>Generell lehnt sich die Vorlesung wÃ¤hrend des ganzen Herbstsemesters im Aufbau an jene im letzten Herbstsemester an. Im Zentrum steht die Analyse von Wahlen, die ErklÃ¤rung, warum es Parteien gibt, was ihre Aufgaben sind, wie WahlkÃ¤mpfe in der Mediengesellschaft funktionieren, ob WÃ¤hlende eher rational oder emotional entscheiden, und was man mit all dem Wissen machen, wenn man Wahlergebnisse analysiert oder Wahlvorbereitungen trifft. Thematisch wurde die Vorlesung gegenÃ¼ber dem Vorjahr etwas gekÃ¤mt, aber auch erweitert: Neu wird es auch eine Veranstaltung zur politischen Partizipation geben, und die Abstimmungsforschung wird systematischer als bisher berÃ¼cksichtigt werden. </p>
<p>Ich freue mich, auf die riesige Herausforderung, ein hoffentlich gut besuchte Veranstaltung zu haben, die angehenden PolitologInnen etwas Spannendes und Bleibendes mit auf ihren Weg durchs Studium und darÃ¼ber hinaus gibt. Denn die Vorlesung heisst &#8220;Wahlforschung in Theorie und Praxis&#8221;.</p>
<p>Claude Longchamp</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/10919/theorie-und-praxis-der-wahlforschung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>NÃ¼tzliche Links zu Abstimmungen und Wahlen in der Schweiz</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/10579/gute-links-zu-abstimmungen-und-wahlen-in-der-schweiz/</link>
		<comments>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/10579/gute-links-zu-abstimmungen-und-wahlen-in-der-schweiz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 19:25:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abstimmungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[BlogosphÃ¤re]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Kommunikationsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlforschung]]></category>
		<category><![CDATA[ZHW Hochschule Winterthur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zoonpoliticon.ch/blog/?p=10579</guid>
		<description><![CDATA[Letzte Woche unterrichtete ich an der ZÃ¼rcher Hochschule in Winterthur im Rahmen des CAS &#8220;Politische Kommunikation&#8221;. Es ging um BÃ¼rgerInnen und Demoskopie im weitesten Sinne, also um Fragen, wie aus BÃ¼rgerInnen-Meinungen politische Entscheidungen werden und wie die Ergebnisse auf kollektiver Ebene auf die individuelle herunter gebrochen werden kÃ¶nnen. 

Mehrfach wurde ich danach gefragt, nebst den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Letzte Woche unterrichtete ich an der ZÃ¼rcher Hochschule in Winterthur im Rahmen des CAS &#8220;Politische Kommunikation&#8221;. Es ging um BÃ¼rgerInnen und Demoskopie im weitesten Sinne, also um Fragen, wie aus BÃ¼rgerInnen-Meinungen politische Entscheidungen werden und wie die Ergebnisse auf kollektiver Ebene auf die individuelle herunter gebrochen werden kÃ¶nnen. </strong></p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/sriimg20070425_7750797_0.jpg" alt="sriimg20070425_7750797_0" title="sriimg20070425_7750797_0" width="310" height="220" class="alignnone size-full wp-image-10631" /></p>
<p>Mehrfach wurde ich danach gefragt, nebst den Literaturangaben eine Linksliste abzugeben. In der Tat hatte ich das in den Unterlagen nicht gemacht, weshalb ich das auf diesem Weg nachhole.</p>
<p><em>Amtliche Informationen:</em><br />
<a href="http://www.admin.ch/aktuell/abstimmung/index.html">Offizielle Informationen Wahlen und Abstimmungen Schweiz</a><br />
<a href="http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/17/02.html">Amtliche Wahlergebnisse Schweiz</a><br />
<a href="http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/17/03.html">Amtliche Volksabstimmungsergebnisse Schweiz</a></p>
<p><em>Abstimmungsforschung Schweiz:</em><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abstimmungsforschung">Abstimmungsforschung (Schweiz)</a><br />
<a href="http://www.swissvotes.ch/">Historisches Datenarchiv Volksabstimmungen Schweiz</a><br />
<a href="http://www.polittrends.ch/vox-analysen/vox-analysen.php">VOX-Analysen eidgenÃ¶ssischer Abstimmungen</a><br />
<a href="http://www.vimentis.ch/">Vimentis: Ueberparteiliche Abstimmungsinformationen</a><br />
<a href="http://www.sotomo.ch/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=60&#038;Itemid=70">Parlamentsmonitoring</a><br />
<a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Hintergrund/Abstimmungen">SF Abstimmungen Archiv</a><br />
<a href="http://www.gfsbern.ch/gfs/dispositionsansatz.html">Dispositionsansatz zur Analyse der Meinungsbildung bei Volksabstimmungen</a><br />
<a href="http://www.gfsbern.ch/news.php">SRG-Trendbefragungen zu Volksabstimmungen/Hochrechnungen/Erstanalysen</a><br />
<a href="http://ballotpedia.org/wiki/index.php/Main_Page">Ballotpedia (Archiv Volksabstimmungen in den US-Gliedstaaten)</a><br />
<a href="http://www.iri-europe.org/">Direkte Demokratie in Europa</a></p>
<p><em>Wahlforschung Schweiz:</em><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlforschung">Wahlforschung (international)</a><br />
<a href="http://pollyvote.forecastingprinciples.com//">Prognosemodelle fÃ¼r Wahlen (vorwiegend fÃ¼r die USA)</a><br />
<a href="http://www.wahlatlas.info/">Wahlatlas Schweiz</a><br />
<a href="http://www2.unil.ch/selects/?lang=de">Selects &#8211; Schweizer Wahlstudien</a><br />
<a href="http://www.smartvote.ch/">Smartvote Wahlhilfe</a><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Parlamentswahlen_2007">Schweizer Parlamentswahlen 2007</a><br />
<a href="http://www.parlament.ch/d/wahlen-abstimmungen/parlamentswahlen/wahlen-2007/Seiten/default.aspx">Schweizerische Bundesversammlung</a><br />
<a href="http://www.tagesschau.sf.tv/wahlen07/">SF Wahlen 07</a><br />
<a href="http://www.polittrends.ch/wahlbaro07/index.php">Grafik Datenbank Wahlbarometer 2007</a><br />
<a href="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/3971/meine-top-ten-buchliste-zur-politischen-kommunikation-bei-wahlen/">Kommentierte Literaturliste politische Kommunikation (vorwiegend Wahlen)</a></p>
<p>Aktuelles findet sich jeweils auch in der Kategorien Wahlforschung, Abstimmungsforschung und Politische Kommunikationsforschung auf diesem Blog.</p>
<p>So, ich hoffe damit, diese Bringschuld eingelÃ¶st zu haben.</p>
<p>Claude Longchamp</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/10579/gute-links-zu-abstimmungen-und-wahlen-in-der-schweiz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

