Archive for the 'In eigener Sache' Category

Kurzanalyse der Meinungsbildung zur Volksinitiative fĂŒr eine öffentliche Krankenkasse

40 Prozent bestimmt oder eher dafĂŒr, 51 Prozent bestimmt oder eher dagegen. Das ist das Hauptergebnis der ersten SRG-Trend-Befragung zur Volksinitiative “FĂŒr eine öffentliche Krankenkasse”. Meine Kurzanalyse.

Was konnte man schon vor der aktuellen Umfrage zur Meinungsbildung wissen?

Wir waren uns nicht im Klaren, ob wir die Volksinitiative fĂŒr eine öffentliche Krankenkasse als “potenzielle Mehrheitsinitiative” oder als “Minderheitsinitiative” klassieren sollte. Erster Grund war, dass von einer grundlegenden VerĂ€nderung im Kassenwesen eigentliche alle betroffen sind. Ebenso wichtig war der zweite Grund: Wird die Idee an sich positiv oder negativ gelesen?
In aller Regel stellen wir bei solchen Fragestellungen auf Vergleichsabstimmung ab. Die gaben eine klare Antwort: 2003 und 2007 haben wir ĂŒber verwandte Volksinitiativen entschieden, und in beiden FĂ€llen war das Abstimmungsergebnis eindeutig negativ. Im aktuellen Fall gibt es allerdings einen Unterschied. Anders als frĂŒher geht es nicht mehr um eine nationale Krankenkasse, sondern um kantonal vereinheitlichte. Das reduziert die Zentralisierung des stark föderalistischen Kassensystems.
FrĂŒhe Umfragen zur aktuellen Entscheidung, im Rahmen des Gesundheitsmonitors gefĂŒhrt, zeigten eine befĂŒrwortende Mehrheit. 65 Prozent waren im FrĂŒhsommer 2013 eher fĂŒr einen Systemwechsel im vorgeschlagenen Sinne. Innert Jahresfrist verringerte sich der Vergleichswert allerdings auf 49 Prozent. Man kann das so sagen: Die Neuauflage der EinfĂŒhrung einer Einheitskasse mit der aktuellen Volksinitiative war eine potenziell mehrheitsfĂ€higes Projekt. Diese EinschĂ€tzung beeinflusste auch die Stellungnahme selbst des Bundesrates, welcher der Initiative einen Gegenvorschlag gegenĂŒberstellen wollte. Diesem Vorhaben widersprachen namentlich die StĂ€nderĂ€te. Sie plĂ€dierten fĂŒr einen Verzicht auf einen Gegenvorschlag und einen bereinigten Tisch vor den Wahlen 2015. Damit hatten sie Erfolg, und sie haben so auch die Stimmungslage zur Vorlage beeinflusst. Denn das Anliegen ist eine Initiative aus der Sicht der Stimmberechtigten heute eine Minderheitsforderung.
Drei Sachen wÀhrend der behördlichen Willensbildung resp. wÀhrend der Vorkampagne waren entscheidend:
. Erstens, die klare Frontstellung im Bundesparlament zwischen rechten und linken Volks- und KantonsvertreterInnen hat das bĂŒrgerliche Lager geeinigt. Abweichende Stimmen sind seltener geworden, vor allem in der deutschsprachigen Schweiz.
. Zweitens, die klare Polarisierung im Parlament hat die Bedeutung der Entscheidung aus Parteiensicht erhöht. Das hat namentlich die Mobilisierungsbereitschaft auf der rechten Seite verstÀrkt.
. Drittens, die Kostenfrage wurde auf diesem Weg zur zentralen Arena gemacht, in der sich die Kontrahenten streiten.

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Links das wahrscheinlichere Szenario, rechts das unwahrscheinlichere, aber nicht ganz unmögliche bei der Meinungsbildung zur Volksinitiative “FĂŒr eine öffentliche Krankenkasse”
Grafik anclicken, um sie zu vergrössern

Was nun wissen wir aufgrund der ersten von zwei SRG-Befragungswellen vor den Volksabstimmungen vom 28. September?
ZunĂ€chst zeigt Auswertung der gut 1200 reprĂ€sentativ ausgewĂ€hlten Befragten, dass die Ablehnungsbereitschaft rund 6 Wochen vor dem Abstimmungstag jene der Zustimmung ĂŒberwiegt. Die aktuellen Zahlen lauten 51 Prozent bestimmt oder eher dagegen, 40 Prozent bestimmt oder eher dafĂŒr. Im Vergleich zur letzten Volksabstimmung, der Entscheidung ĂŒber die Einheitskasse, ist das eine Verbesserung beider Seiten in der Ausgangslage. Der Nein-Anteil ist fĂŒnf Prozentpunkte höher als zum gleichen Zeitpunkt vor der Abstimmung 2007, und der Ja-Prozentsatz ĂŒbertrifft den damaligen um vier Prozentpunkte. Man kann das so lesen: In prinzipieller Hinsicht polarisiert die Neuauflage des SP-Anliegens nicht weniger, eher mehr. Die frĂŒhe Meinungsbildung im Abstimmungskampf ist weiter fortgeschritten als beim letzten Mal.
Sodann belegt unsere Auswertung, dass die sprachregionalen Unterschiede weitgehend geblieben sind. In der französisch- und italienischsprachigen Schweiz sind 55 resp. 53 Prozent der Teilnahmewilligen bestimmt oder eher dafĂŒr. Im deutschsprachigen Landesteil sind es jedoch nur 35 Prozent. Das dĂŒrfte, wie in frĂŒheren FĂ€llen, die weitere Behandlung des Themas beeinflussen: Die Gegnerschaft kann ihre Positionen diesseits der Saane und des Gotthards offensiver platzieren, wĂ€hrend die Ja-Seite gerade hier aus der Defensive wirken muss.
Schliesslich verweist die Befragung auf eine erhebliche parteipolitische Polarisierung. Das bĂŒrgerliche Lager tendiert, mit Ausnahme der CVP-Basis, zu einem recht klaren Nein. Die Linke wird mehrheitlich zustimmen. In der sich abzeichnenden Auseinanderbewegung entlang der Parteibindungen können die Initiantinnen maximal bei den parteiungebundenen BĂŒrger und BĂŒrgerinnen punkten. Die Auswertung ihrer Antworten zeigt allerdings, dass sie durch den Mainstream in den jeweiligen Sprachregionen beeinflusst sind.

Was ist bei einer solchen Ausgangslage von der weiteren Entwicklung des Abstimmungskampfes zu erwarten?
Die Kostenfrage steht im Zentrum der Aufmerksamkeit, aber sie hat noch keinen eindeutigen Sieger hervorgebracht. 35 Prozent der Teilnahmewilligen sind ĂŒberzeugt, dass die Kosten bei ein Ja steigen, 33 hoffen auf eine Senkung. Man kann das auch so sagen: Der thematische Fokus ist durch Vorkampagnen und bisherige Hauptkampagne gesetzt worden: die kommende Dynamik der Meinungsbildung dĂŒrfte aber anders woher kommen.
Die Initiantinnen haben mindestens zwei Möglichkeiten: Die Vorteile einer einheitlichen und lebenslangen Betreuung durch eine öffentliche Kasse aufzeigen und vorhandene SchwĂ€chen des jetzigen Systems beklagen, so beim Risikoausgleich oder bei MaklerprĂ€mien. Ihre Widersacher können auf die Vorteile des Wettbewerbs fĂŒr die QualitĂ€tssicherung abstellen, und auf die insgesamt hohe Zufriedenheit mit dem jetzigen Split zwischen Grund- und Zusatzversicherung ansprechen. Gut denkbar, dass beide Seiten damit punkten, sprachregional allerdings ganz verschieden.

Claude Longchamp

Twittern befördert Blog-Nutzung

Blogs wie meiner sind keine WaschplÀtze (mehr), eher elektronische Wandzeitungen, deren Nutzung durch gezieltes Twittern steigt.

Rund vier Jahre betreibe ich den Blog “Zoonpoliticon”. Die pageviews hatten sich in den letzten Monaten recht konstant bei 2000 je Tag eingependelt.

Seit gut einem Monat nun twittere ich; vor allem zu Themen, die ich auch dem Blog bearbeite. Das blieb nicht ohne Wirkung auf die Seitenbesuche. In den letzten vier Wochen hatte ich im Schnitt 3000 pagesviews je Tag, mit Spitzen bis an die 6000er Grenze.

Der letzte Monat hat den traffic auf zoonpoliticon um knapp die HĂ€lfte gesteigert!

Spitzenwerte erreichten die jĂŒngsten Artikel ĂŒber Schweizer Wahlen, aber auch die Erfolgskritierien von Volksinitiativen. Aehnliches konnte ich bei der Publikation der SRG-Umfrage zu den kommenden Volksabstimmungen feststellen.

Mit anderen Worten: Blog-AktivitÀten, die mit twitter beworben werden, lassen eine stark erhöhte Nutzung erkennen. Der Effekt wird besonders dann sichtbar, wenn ich zum KerngeschÀft meiner Oeffentlichkeitsarbeit schreibe und twittere.

Sehr nĂŒtzlich waren diese Woche mehrere prominente retweets, bisweilen in Oesterreich, welche die Bekanntheit des Blog gesteigert haben und auch zu punktueller Nutzung fĂŒhrten. Optimistisch gedeutet, bringt mir das bald auch ein Wachstum bei der (Stamm)Kundschaft. Diese liegt aktuell bei rund 500 BesucherInnen tĂ€glich.

FĂŒr einen Fachblog zu Schweizer Politik ganz beachtlich!

Auf die Diskussionsfreudigkeit auf dem Blog hat sich das alles indessen nicht vorteilhaft ausgewirkt. Diese ist, wie bei so vielen Blogs, rĂŒcklĂ€ufig; sie findet entweder auf facebook statt oder gar nicht mehr.

Immerhin, so rasant wie in den letzten Wochen ging es mit Zooonpoliticon noch nie (nachhaltig) bergauf.

Claude Longchamp

Memo an mich … und andere Twitterer!

Von Barack Obama heisst es, er gewinne 40000 Follower im Tag. Ich habe nun 500, 80 alleine aus der letzten Nacht! Das kam so …

Hubert Sickinger ist Parteienforscher in Oesterreich. Er unterrichtet hauptsĂ€chlich an der Uni Wien. Parteienfinanzierung ist eines seiner Steckenpferde. Seit einige Tagen verfolge ich ihn – natĂŒrlich nur auf Twitter. Gestern nun hat er seinen Verfolgern eine Verfolgerempfehlung geschickt – mit durchschlagendem Erfolg!

Heute Morgen hatte ich 80 neue Follower! Fast alle aus Oesterreich … der Zusammenhang ist (ununtersucht) evident!

Zu danken habe ich aber auch Mathias Binswanger, dem wirbligen Nachwuchs-Oekonomen an der HSG. Der verfasste gestern einen herzhaften Artikel zu unisnniger Forschung, fĂŒr seine Fachkollegen selbst den Nobelpreis bekommen haben. Die Vorabpublikation des Serienstarts in der BernerZeitung habe ich wohl als einer der Ersten ĂŒber Twitter verlinkt – gleich sieben Mal ist er im Nu weitergeleitet worden und schwirrt schon in der halben Twitterwelt umher.

Beim FrĂŒhstĂŒckskaffee (in meinen Ferien) hatte ich alle HĂ€nde voll zu tun: Dankes-Twitter schreiben, aber auch Followerlisten lesen. Die witzigste war: “Jesus”, “Barack Obama”, “Claude Longchamp”. Herzhaft lachen musste ich auch beim Tweet “Memo an mich …”! Das mache ich – ausser jetzt – doch lieber nur an mich!

Claude Longchamp

20 Jahre Institutsleiter am gfs.bern

Genau genommen ist es erst am Sonntag soweit; dennoch erlaube ich mir bereits jetzt eine Anzeige in eigener Sache: Denn vor 20 Jahren eröffnete ich das gfs.bern resp. das BĂŒro Bern des gfs-Forschungsinstituts, wie es damals hiess. Ein kleiner RĂŒckblick.

Eine Volksabstimmung zum EWR rĂŒckte anfangs 1992 ins Blickfeld. Der Bund, die Wirtschaftsförderung, die Gewerkschaften, aber auch Fernsehen und Radio zeigten Interesse, sich angemessen auf das Ereignis einzustellen. Alle gelangten sie an mich, damals schon Lehrbeauftragter fĂŒr Politikwissenschaft an der Uni Bern, und im Nebenamt Projektleiter der VOX-Analyse eidgenössischer Volksabstimmungen beim GfS-Forschungsinstitut. Einzig der Kanton Bern und einige Kollegen am Institut schauten mit kritischen Augen zu, denn die mehr und mehr praxisorientierte Politikwissenschaft, die ich seit den 80er Jahren entwickelt hatte, passte nicht unbedingt ins damalige Konzept der UniversitĂ€t resp. der Politikwissenschaft. So begriff ich rasch, an der Alma Mater keine Zukunft zu haben und entschloss ich mich, auf meine eigenen Beine zu stehen und eine Berner Filiale von GfS zu grĂŒnden.

Am 1. April war es soweit. Nicht bloss scherzeshalber, nein, mit vollem Ernst eröffnete ich mit UnterstĂŒtzung der Schweizerischen Gesellschaft fĂŒr praktische Sozialforschung im Dachstock eines ehrwĂŒrdigen Hauses am BĂ€renplatz mein eigenes BĂŒro. Es kamen wohl 100 Personen an die Party, stauend, ob der Innovation, hoffend, angesichts der sich abzeichnenden Möglichkeiten, aber auch argwöhnend, weil die Politologie ihre Unschuld zu verlieren schien. Selbst das Regi Bern berichtete ĂŒber den gelungenen Anlass und bot mit Gelegenheit zu sagen, was da komme.

Was da effektiv kam, ist nicht an mir zu beurteilen. DafĂŒr stand ich in den letzten 20 Jahren zu stark im Zentrum. Entscheidender als meine Meinung ist, was unsere Kundschaft denkt, wo wir fĂŒr sie einen Nutzen erbracht haben, und was die Oeffentlichkeit sagt, fĂŒr die wir dauerhaft gearbeitet haben. Massgeblich ist auch, was meine ehemaligen und heutigen MitarbeiterInnen denken, die einen Teil ihres (Arbeits)Lebens am gfs.bern verbracht und dabei hoffentlich auch etwas gelernt haben. Wichtig ist mir auch, was unsere Partner an den Unis, in der Verwaltung, den VerbĂ€nden und den Medien denken, die uns auch ausserhalb von Mandaten immer wieder kritisch begleitet haben. Schliesslich habe ich meinen KollegInnen am gfs-ZĂŒrich und am gfs-Befragungsdienst zu danken, welche die Entstehung der Berner GfS ĂŒberhaupt erst ermöglicht haben. Last but not least, gebĂŒhrt meiner Partnerin, Barbora Neversil ein volles Lob, weil sie mich durch alle Höhen und Tiefes des Wirkens als öffentliche Person, als Unternehmer und als Wissenschafter begleitet und mustergĂŒltig unterstĂŒtzt hat.

Meinerseits kann ich sagen: Es war eine tolle Zeit, ja ein zeitgeschichtlicher Moment, den ich als Politikwissenschafter, Historiker, Sozialforscher, TV-Mann, Blogger und Stadtwanderer begleiten durfte. Denn die Ablehnung des EWR-Beitritts am 6. Dezember 1992 provozierte in der Schweiz eine Welle von VerĂ€nderungen, mit denen niemand gerechnet hatte: die parteipolitische Polarisierung mit dem exemplarischen Aufstieg der SVP, die wirtschaftliche Oeffnung mit verschiedenen Liberalisierungsprojekten, die neue UrbanitĂ€t mit einer wachsenden Bedeutung der StĂ€dte in der Schweiz, der kulturelle Wandel, der sowohl die Moderne als auch die Tradition im Inneren des Landes stĂ€rkte. Das alles bedeutete fĂŒr uns am gfs.bern stets auch Arbeit. An die 1000 Forschungsprojekte haben wir in diesem Umfeld machen dĂŒrften – ein Privileg, das ich zu schĂ€tzen weiss und das ich gerne noch einige Jahre in Anspruch und geniesen werde.

Claude Longchamp

Lazarsfeld vom Kopf auf die FĂŒsse gestellt

111 Follower am ersten Tag, ohne auf Twitter schon aktiv zu sein. Ein spot Ueber die Eigendynamiken der der neuen und alten Medien.

Gestern ging alles schnell. Mein Twitter-Konto war eingerichtet, die Instruktionen zur Funktionsweise waren erfolgt. Dann zwitscherte ich, ich wĂŒrde ab nun zwitschern. Und hĂ€ngte mich bei einigen bekannten Leuten als Gefolgsmann an. Die Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten. Nach nur einer Nacht hatte ich meinerseits 111 Gefolgsleute.

Ein wenig erinnert mich das an Paul Lazarsfelds two-step-flow of communication. Der Oesterreicher, angesichts der nationalsozialistischen
Bedrohung in die USA emigriert, formulierte ein frĂŒhes Gesetz der Medienwirkung: Massenmedien, vor allem Zeitungen, verbreiteten Informationen, die von MeinungsfĂŒhrern aufgenommen und ihrem Umkreis kommentiert verbreitet wĂŒrden. Diese Zweistufigkeit wirke, nicht die Medieninformation an sich. Denn viele denkbare LeserInnen seien ĂŒberfordert, mit der Information etwas anfangen zu können, weshalb sie sich auf das Urteil von GewĂ€hrleuten verlassen wĂŒrden.

Die sozialwissenschaftliche Literatur seither hat vielfachen Zweifel am Gehalt dieser Theorie angemeldet. Die Bildung der MedienkonsumentInnen habe zugenommen. Sie wĂŒrden sich zudem jenen Medien zuwenden, deren Grundhaltung sie teilten, sodass es keine Mittelsleute mehr brauche. Die MeinungsfĂŒhrer von damals kĂ€men weiters immer öfter in den Massenmedien selber vor. Namentlich die Personalisierung des Journalismus durch Radio(stimmen), dann durch Fernsehegesichter habe vieles verĂ€ndert; die Zeitungen hĂ€tten reagiert, arbeiteten heute mit zahlreichen eigenen Kommentatoren, die genau die Wertungen vornehmen wĂŒrden, die Lazarsfeld den Gefolgsleute in den Gesellschaften zugeschrieben habe.

Mit twittern habe ich noch nicht grosse eigene Erfahrungen. Ich verfolge das bunte Treiben seit den letzten Wahlen in der Schweiz – ĂŒber eine Konto meines Instituts. Das liess den Gedanken in mir reifen, nun selber zu twittern. Ueber meinen Alltag als Politikwissenschafter, ĂŒber meine Rechercheergebnisse zum Beispiel fĂŒr meine Lehrveranstaltungen und ĂŒber das, was ich blogge. Das ist eigentlich genau das, was man (fachspezifische) MeinungsfĂŒhrung nennen könnte.

Wenn ich mit die Gesamtheit der Twitter-Gemeinde ansehe (der Begriff ist tatsĂ€chlich berechtigt, wie das Hallo, das ich gestern unter Eingesessenen mit meiner AnkĂŒndigung ausgelöst habe, belegt), komme ich zum Schluss, dass Zwitschern zum Mediengeschehen genauso etwas ist, wie es Lazarsfeld mit dem Zwei-Stufen-Gesetz der Medienkommunikation umschrieben hat. Wenn Blocher vom Staatsanwalt heimgesucht wird, Ă€ussern sich spin doctors aller Art umgehend auf Twitter, um dem Geschehen ihren Dreh zu geben. Indes, ein Unterschied besteht. Kar mehr als die MeinungfĂŒhrer von damals stellen die Zwitscherer selber eine Art Oeffentlichkeit her, auf die die Massenmedien reagieren. DafĂŒr spricht die hohe Zahl an JournalistInnen, denen ich gestern auf Twitter begegnet bin, ja auch Kommentatoren aus meiner Zunft sind recht zahlreich dabei. Sogar Chefredaktoren scheinen diese Quelle der Informationsschaffung ganz aktiv zu nutzen, um sich auf dem laufenden zu halten, wo sich Geschichten abzeichnen.

Damit wĂ€re Twittern dann nicht die zweite, sondern sogar erste Stufe der massenmedialen Kommunikation. Paul Lazarsfeld Idee wĂ€re nicht nur wiedergeboren, sie wĂ€re durch die Spatzen im Internet vom Kopf auf die FĂŒsse gestellt worden!

Claude Longchamp

Blau und rot stehen fĂŒr Politik und Kommunikation als Schwerpunkte meiner Forschung

Meinen Vortrag von heute morgen kĂŒndigte ich als dreifach exklusiv an: denn es war der erste, einzige und damit auch der letzte mit (roter) Krawatte statt (blauer) Fliege. Das kam so.

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Bewusst ungewohnt: Claude Longchamp mit Krawatte

MIKA hiess die Organisation, vor der ich heute sprach. Das sind die Kommunikationsfachleute der Schweizer Armee, die bestrebt sind, Erfahrungen aus der Privatwirtschaft in die Armee zu transferieren, wobei die so Ausgebildeten ihre Erfahrungen wieder in die Zivilgesellschaft tragen.

Mir ging es um die Armee in der Mediengesellschaft: “Krisen, Köpfe und Kommunikation”, lautete der Titel meines Referates. Dabei ging es mir um die Weiterentwicklungen des Sozialen, das gegenwĂ€rtig um das Mediale erweitert wird. Ich sprach ĂŒber Images, GesamteindrĂŒcke, die nahe bei der Emotion sind, und Reputation, welche als Verhaltenserwartung einer Person oder Organisation gerade in der Mediengesellschaft vermehrt vorausgeht.

Das Material schöpfte ich aus systematischen Beobachtungen ĂŒber die Armee aus den Jahren 2006 bis 2009, dem ereignisreichen Fenster, das mit dem Jungfrau-Unfall begann, durch die Tragödie auf der Kander beschleunigt wurde, zwischendurch vom Schiessunfall in ZĂŒrich-Höngg ĂŒberschattet war, und im Fall Nef, dann Schmid endete. Zur Sprache kamen Medienanalysen wie auch Bevölkerungsbefragungen. Meinen Schluss widmete ich den Erkenntnissen fĂŒr die Kommunikationswissenschaft aus dem Projekt einerseits, den Lehren fĂŒr die PraktikerInnen, die Medienkampagnen ausgesetzt sind anderseits.

Zentrale These war, dass die AktualitĂ€t in der Mediengesellschaft volatiler denn je sei, und diese AktualitĂ€t die Reputation stresse. Diese könne so zwar gestĂ€rkt werden, aber auch Schaden nehmen. Ob sich das auf das basale Image mit seinen ziemlich festgefahrenen Stereotypen und bildhaften Vorstellungen auswirke, hĂ€nge vom Alltagsimage ab. Sei dies schwach ausgeprĂ€gt, wirkten sich ReputationsverĂ€nderungen direkt auf das Image aus, im Guten wie im Schlechten. Wenn es stark ausgeprĂ€gt sei, funktioniere es wie ein Trampolin, dass SchlĂ€ge ausgleiche, GegenschwĂŒnge mobilisiere und das Kurzfristige gegenĂŒber dem Langfristigen ausbalanciere.

Die Diskussion dazu, vor allem, was das im Konkreten bedeute, war ganz anregend. Noch anregender war indes die Auseinandersetzung mit meinem verfremdeten Bild. Um nach einem intensiven Wahljahr zu zeigen, dass gfs.bern nebst Politanalysen auch Kommunikationsanalyse leistet, habe ich die Institutssymbole fĂŒr beide Schwerpunktebereiche vertauscht. Statt blau, unserer Farbe fĂŒr Politik, wĂ€hlte ich Rot, das Signal fĂŒr Kommunikation. Und statt der erwarteten Fliege trug ich eine Krawatte, wie das meine Nachfolger in der ĂŒbergeordenten Projektleitung tun.

FĂŒr diese Irritation erhielt ich schon nach den ersten erklĂ€renden Worten tosendem Appplaus.

Claude Lonbgchamp

zoonpoliticon ist zu einem Politologie-Medium geworden

zoonpoliticon wurde im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen 2011 besucht wie noch nie. Entstanden ist ein breit nachgefragtes Polito-Medium.

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zoonpoliticon entstand 2008 im Zusammenhang mit meiner Lehrveranstaltung an der UniversitĂ€t St. Gallen. UrsprĂŒnglich dachte ich an Diskussionen mit Studierenden, was indess keine gute Idee war. Deshalb habe ich schon im ersten Betriebsjahr die Grundidee modifiziert. zoonpoliticon berichtet, meist aktualitĂ€tsbezogen, ĂŒber Politikwissenschaft in der Praxis, wie ich sie mit politischen Akteuren vor allem mit Medien, VerbĂ€nden, dem Staat und (Fach)Hochschulen betreibe.

Die Entwicklung, die das Blog danach genommen hat, ist betrĂ€chtlich. Von 50’000 besuchen im ersten jahr, gingen die Nutzungszahlen ĂŒber 225’000 (2009) auf 480’000 (2010) hoch. Nach gut 9 Monaten im Wahljahr liegt der aktuelle Pegel bei 840’000. Die Millionengrenze wird im Wahljahr mit Bestimmtheit geknackt werden.

Spitzenmonat 2011 war mit 116’000 Besuchen bis jetzt der Februar 2011. Die Volksabstimmungen auf eidgenössischer (Waffen-Initiative) und kantonaler Ebene (MĂŒhlberg-Entscheid in Bern) trugen das ihrige zum politischen Interesse bei, von dem zoonpoliticon profitieren konnte.

Aller Voraussicht nach wird die Nutzung Ende Oktober 2011 diesen Wert ĂŒbertreffen. In der letzten Woche hatte ich 29000 Besuche – oder rund 4000 im Tag. Ich hoffe, mein Server hĂ€lt der Belastung in den zwei kommenden Tage Bestand.

Auf jeden Fall danke ich allen, die sich hier ĂŒber das aktuelle Geschehen, vor allem auch ĂŒber die praxisorientierte Politikanalyse informieren, wie ich sie, ausgehend von meinen positiven Erfahrungen bei der EWR-Abstimmung 1992, in den vergangenen 20 Jahren aufgebaut und verfeinert habe. Nur dank dem RĂŒckhalt, dass das gefunden hat, macht es auch Sinn, ein Polito-Medium zu betreiben.

Was die Zukunft uns allen bringt, wissen wir bald genauer!

Claude Longchamp

Ein Vierteljahrhundert im GeschÀft

Heute habe ich mein 25jĂ€hrigen DienstjubilĂ€um bei GfS. Ein kleiner RĂŒckblick auf eine Vierteljahrhundert als Sozialforscher.

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Dass Kommunikation gelingt, ist unwahrscheinlich: Meine Zeit als Sozialforscher – mit den ĂŒblichen medialen MissverstĂ€ndnissen: die Konkordanzregierungen will ich nicht abschaffen.

Dass Alphons Egli am 1. Januar 1986 neuer BundesprĂ€sident wurde, musste ich in den Annalen der Bundesratsgeschichte nachschlagen. Erinnern kann ich mich aber an den 3. Januar, einen Freitag, an dem ich erstmals als Projektleiter bei GfS nach ZĂŒrich arbeiten ging.

Nur wenige Tage danach ging die US-RaumfĂ€hre beim Start förmlich “in die Luft”. Schlagartig war ich sicher, zurecht kein Astronaut geworden zu sein, wie ich als Bub noch wollte. DafĂŒr explodierte im April der Atomreaktor im ukrainischen Tschernobyl und machte uns allen klar, was es hiess, in der “Risikogesellschaft” zu leben.

Kurz darauf waren Wahlen im Kanton Bern, und die traditionelle bĂŒrgerliche Mehrheit kippte zugunsten von RotgrĂŒn. Der Anlass war spannend, sodass ich mit anderen erstmals auch eine Hochrechnung fĂŒrs Radio wagte. Das hat uns geprĂ€gt, denn in der Folge wurden wir immer wieder eingeladen, uns öffentliche Gedanken ĂŒber das, was ist, zu machen. Die vertiefte Analyse der damaligen VerĂ€nderungen fand ich im Buch von Erich Gruner und Hanspeter Hertig ĂŒber den “StimmbĂŒrger und die neue Politik“. FĂŒr die Schweiz erstmals analysiert wurden darin der Wertwandel durch Generationen, die den Krieg nicht mehr erlebt hatten, und durch Geld, das in politische Kampagnen floss.

Beide Themen waren der Analyse des politologischen Bestsellers von damals, der “Silent Revolution” von Ronald Inglehart, nachempfunden worden. Wie kein anderes Buch hat dieses mein Wirken als Forscher geprĂ€gt, auch wenn der sanfte Postmaterialismus lĂ€ngst durch einen virulenten Nationalkonservatismus abgelöst worden ist. Im Zusammenhang mit den Nationalratswahlen 1999 habe ich diesen Begriff erstmals verwendet, um die Neuformierung des schweizerischen Parteiensystems wertemĂ€ssig erklĂ€ren und prognostieren zu können. Das war durch sinnvoll, denn bis heute sind wir damit beschĂ€ftigt, die Umgestaltung des hiesigen Parteiensystems in seiner Rasanz zu verstehen.

Das Geld in der Politik ist uns als Kontroverse bis heute erhalten geblieben; mein letztes Interview fĂŒr das Schweizer Fernsehen vor dem DienstjubilĂ€um war sinnigerweise genau diesem Thema gewidmet. Interessiert hat mich jedoch noch mehr, wie die amateurhaften Kampagnen professionalisiert worden sind. Der Bundesrat hat das Parlament abgelöst, die VerbĂ€nde sind an die Stelle der Parteien getreten, die Medien haben ihren Diskurs verselbstĂ€ndigt, und die BĂŒrgerInnen suchen ihre Wege, sich via Internet selber mitzuteilen. Der Stil ist in einer Form konkurrenziv, ja aggresiv geworden, so, wie ich es mir eigentlich nicht gewĂŒnscht habe.

Aus der Schweizerischen Gesellschaft fĂŒr praktische Sozialforschung von damals ist zuerst ein Forschungsinstitut als AG entstanden. Daraus haben sich in ZĂŒrich und Bern je ein Institut verselbstĂ€ndig, wobei ich Letzteres von Beginn an leite, seit zwei Jahren als VerwaltungsratsprĂ€sident. Es ist eine tĂ€gliche Herausforderung, die eher seltene Verbindung als Wissenschafter, GeschĂ€ftsmann und Kommunikator im Gleichgewicht zu halten. Wenn’s gelingt, freut es mich; wenn’s Kritik gibt, suche ich nach neuen Wegen.

UnterstĂŒtzt werde ich am gfs.bern von einem starken Team, denn neben mir arbeiten heute je zwei Senior-Projektleiter, ProjektleiterInnen und wissenschaftlichen Mitarbeiter im gfs.bern. Sie alle sind ausgebildete PolitikwissenschafterInnen der UniversitĂ€t Bern. Zudem haben wir einen Stab fĂŒr Administration, Buchhaltung und IT, der das Forschungsteam tatkrĂ€fig verstĂ€rkt. Rund 60 Projekte realisieren wir so jedes Jahr, die einem Umsatz von rund 3 Millionen Franken entsprechen. FĂŒr Schweizer VerhĂ€ltnisse ist der Betrieb ziemlich unĂŒblich, und auch eine kleine Kaderschmiede fĂŒr Karrieren in Politik, Wirtschaft und Kommunikation.

Besonders freut mich, dass sich das gfs.bern zwischenzeitlich bei Kunden und in der Oeffentlichkeit so gut etabliert hat, dass ich seit einiger Zeit am Freitag wieder ostwĂ€rts fahren kann, nehme ich doch in St. Gallen und ZĂŒrich LehrauftrĂ€ge in der empirischen Sozialforschung wahr. Und wenn alles klappt, kehre ich diesen Herbst wieder an die Uni Bern zurĂŒck, wo alles seinen Anfang nahm.

Ein gutes neues Jahr wĂŒnscht

Claude Longchamp

Top-Nutzungen auf Zoonpoliticon 2010

2010 ist aus dem Experiment, gelegentlich zu politikwissenschaftlichen Themen zu bloggen, ein immer mehr genutzter Politblog geworden.

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Das auslaufende Jahr brachte meinem Fachblog “zoonpoliticon” einen grossen Aufschwung. Der Einsatz der Plattform bei den Berner Wahlen liess die Nutzungszahlen rasch ansteigen – und was mich besonders freut, eine erhöhte “Stamm-” wie auch eine erweiterte “Laufkundschaft” entstehen. Der Zoonpoliticon-Blog ist heute besser vernetzt denn je, sei es auf google oder anderen Blogs. Und er wird klar mehr verwendet als in den ersten zwei Jahren seines Bestehens (2008: 46000 Besuche, 2009: 225000 Besuche, 2010: gegewĂ€rtig 460000 Besuche).

Zoonpoliticon hat sich in fĂŒnf Kategorien durchgesetzt: der Politikwissenschaft, der politischen Kommunikation, in Fragen der Volkswahl des Schweizer Bundesrates, zu Berner Wahlen und mit der Rubrik “in eigener Sache”. Hier die Liste der Kategorien mit den meisten Aufrufen:

6358 Aufrufe In eigener Sache
5706 Aufrufe Volkswahl des Bundesrates
3118 Aufrufe Politische Kommunikationsforschung
1583 Aufrufe Politikwissenschaft
1557 Aufrufe Berner Wahlen

Bei den einzelnen BeitrĂ€gen gibt es zwischenzeitlich einige, die dauerhaft aufgerufen werden. 2008 oder 2009 verfasst, werden sie immer wieder abgefragt. UngestĂŒrm an die Spitze arbeitete sich die AnkĂŒndigung vor, bei den Berner Regierungsratswahlen erstmals den Blog zur Resultatevermittlung einzusetzen. Die Verwendung der Plattform bei den jĂŒngsten Bundesratswahlen zeigte Ă€hnliche Effekte. Mit anderen Worten: Von wichtigen politischen Ereignissen kann man als Blogger enorm viel profitieren. Selber Themen zu setzen, ist aufwendiger, gelingt aber gelegentlich auch!

2211 Aufrufe Hochrechnung zu den Berner Regierungsratswahlen 2010 (2010)
2101 Aufrufe Bundesratswahlen: Wer wÀhlt(e) wen? (2010)
2081 Aufrufe Samuel Schmid im Tief oder Keine Volkswahl des Bundesrates? (2008)
1897 Aufrufe Eskalationsmonitoring (2008)
1856 Aufrufe Meine Top-Ten-BĂŒcherliste zur politischen Kommunikation (2009)
1600 Aufrufe Die Prognose zur Berner Regierungsratswahlen (2010)l
1307 Aufrufe Sind wir Menschen alle ein rreemm? (2009)
1047 Aufrufe Die Schweiz tritt als 25. Land dem Schengener-Abkommen bei (2009)
1030 Aufrufe 13 GrĂŒnde warum Barack Obama PrĂ€sident wird (2008)
1017 Aufrufe Der Bundesrat im HĂ€rtetest (2009)
1001 Aufrufe Drei Thesen zum angekĂŒndigten RĂŒcktritt von Moritz Leuenberger (2010)

Claude Longchamp

Der Dozent kann sehr gut reden …

Heute ist PrĂŒfungstag. FĂŒr meine Bachelor-StudentInnen an der Uni ZĂŒrich. “Wahlforschung in Theorie und Praxis” war mein Vorlesungsthema im Herbstsemester. 13 zweistĂŒndige Veranstaltungen liegen hinter uns. Die nun wurden von den Studierenden evaluiert. Eine Art PrĂŒfung fĂŒr den Dzenten.

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Quelle

Das Schlechte gleich vorweg: Die einzige (knapp) UngenĂŒgende (3,9 auf einer 6er Skala) habe ich bei der Frage bekommen, es sei klar, was man lernen mĂŒsse, um den Leistungsnachweis zu erhalten. Wenn das nicht ganz so klar war, macht das aus meiner Sicht wenig. Denn dann hat man nicht nur das auswendig gelernt, was bekanntlich geprĂŒft wird. Sondern auch anderes bĂŒffeln mĂŒssen. In diesem Zusammenhang sehe ich auch die Kritik, zu viel zur Vorlesungsvorbereitung lesen zu mĂŒssen. Da sind wohl Generationen zwischen dem Dozenten (54 Jahre alt) und der Studierenden (20-25 Jahre).

Und nun das Gute: Die 5 Tops, die ich erhalten habe, freuen mich ganz besonders:

Der Dozent …

5.9 … vermag mich fĂŒr den Stoff zu interessieren.
5.8 … gestaltet die Veranstaltung lebendig und engagiert.
5.8 … ist im Umgang mit Studierenden respektvoll.
5.7 … erlĂ€utert den Stoff anhand von Beispielen.
5.6 … stellt einen Bezug zwischen Theorie und Praxis her.

Besonders gefreut hat mich die Bemerkung: “Man merkt, dass der Dozent nicht aus dem engen Rahmen der Ui kommt, sondern eine etwas weitere Perspektive hat. Er kann sehr gut und frei reden …”

Auch wenn man es nicht glaubt: Positive und negative Kritien spornen mich nach fast 20 Jahren LehrtÀtigkeit an UniversitÀten immer noch an, nach Neuem Ausschau zu halten!

FĂŒr die PrĂŒfung heute Nachmittag alles Gute. In der Ruhe liegt die StĂ€rke, ist wie immer mein Motto!

Claude Longchamp