Archive for the 'Blogosphäre' Category

Blau und rot stehen für Politik und Kommunikation als Schwerpunkte meiner Forschung

Meinen Vortrag von heute morgen kündigte ich als dreifach exklusiv an: denn es war der erste, einzige und damit auch der letzte mit (roter) Krawatte statt (blauer) Fliege. Das kam so.

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Bewusst ungewohnt: Claude Longchamp mit Krawatte

MIKA hiess die Organisation, vor der ich heute sprach. Das sind die Kommunikationsfachleute der Schweizer Armee, die bestrebt sind, Erfahrungen aus der Privatwirtschaft in die Armee zu transferieren, wobei die so Ausgebildeten ihre Erfahrungen wieder in die Zivilgesellschaft tragen.

Mir ging es um die Armee in der Mediengesellschaft: “Krisen, Köpfe und Kommunikation”, lautete der Titel meines Referates. Dabei ging es mir um die Weiterentwicklungen des Sozialen, das gegenwärtig um das Mediale erweitert wird. Ich sprach über Images, Gesamteindrücke, die nahe bei der Emotion sind, und Reputation, welche als Verhaltenserwartung einer Person oder Organisation gerade in der Mediengesellschaft vermehrt vorausgeht.

Das Material schöpfte ich aus systematischen Beobachtungen über die Armee aus den Jahren 2006 bis 2009, dem ereignisreichen Fenster, das mit dem Jungfrau-Unfall begann, durch die Tragödie auf der Kander beschleunigt wurde, zwischendurch vom Schiessunfall in Zürich-Höngg überschattet war, und im Fall Nef, dann Schmid endete. Zur Sprache kamen Medienanalysen wie auch Bevölkerungsbefragungen. Meinen Schluss widmete ich den Erkenntnissen für die Kommunikationswissenschaft aus dem Projekt einerseits, den Lehren für die PraktikerInnen, die Medienkampagnen ausgesetzt sind anderseits.

Zentrale These war, dass die Aktualität in der Mediengesellschaft volatiler denn je sei, und diese Aktualität die Reputation stresse. Diese könne so zwar gestärkt werden, aber auch Schaden nehmen. Ob sich das auf das basale Image mit seinen ziemlich festgefahrenen Stereotypen und bildhaften Vorstellungen auswirke, hänge vom Alltagsimage ab. Sei dies schwach ausgeprägt, wirkten sich Reputationsveränderungen direkt auf das Image aus, im Guten wie im Schlechten. Wenn es stark ausgeprägt sei, funktioniere es wie ein Trampolin, dass Schläge ausgleiche, Gegenschwünge mobilisiere und das Kurzfristige gegenüber dem Langfristigen ausbalanciere.

Die Diskussion dazu, vor allem, was das im Konkreten bedeute, war ganz anregend. Noch anregender war indes die Auseinandersetzung mit meinem verfremdeten Bild. Um nach einem intensiven Wahljahr zu zeigen, dass gfs.bern nebst Politanalysen auch Kommunikationsanalyse leistet, habe ich die Institutssymbole für beide Schwerpunktebereiche vertauscht. Statt blau, unserer Farbe für Politik, wählte ich Rot, das Signal für Kommunikation. Und statt der erwarteten Fliege trug ich eine Krawatte, wie das meine Nachfolger in der übergeordenten Projektleitung tun.

Für diese Irritation erhielt ich schon nach den ersten erklärenden Worten tosendem Appplaus.

Claude Lonbgchamp

zoonpoliticon ist zu einem Politologie-Medium geworden

zoonpoliticon wurde im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen 2011 besucht wie noch nie. Entstanden ist ein breit nachgefragtes Polito-Medium.

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zoonpoliticon entstand 2008 im Zusammenhang mit meiner Lehrveranstaltung an der Universität St. Gallen. Ursprünglich dachte ich an Diskussionen mit Studierenden, was indess keine gute Idee war. Deshalb habe ich schon im ersten Betriebsjahr die Grundidee modifiziert. zoonpoliticon berichtet, meist aktualitätsbezogen, über Politikwissenschaft in der Praxis, wie ich sie mit politischen Akteuren vor allem mit Medien, Verbänden, dem Staat und (Fach)Hochschulen betreibe.

Die Entwicklung, die das Blog danach genommen hat, ist beträchtlich. Von 50′000 besuchen im ersten jahr, gingen die Nutzungszahlen über 225′000 (2009) auf 480′000 (2010) hoch. Nach gut 9 Monaten im Wahljahr liegt der aktuelle Pegel bei 840′000. Die Millionengrenze wird im Wahljahr mit Bestimmtheit geknackt werden.

Spitzenmonat 2011 war mit 116′000 Besuchen bis jetzt der Februar 2011. Die Volksabstimmungen auf eidgenössischer (Waffen-Initiative) und kantonaler Ebene (Mühlberg-Entscheid in Bern) trugen das ihrige zum politischen Interesse bei, von dem zoonpoliticon profitieren konnte.

Aller Voraussicht nach wird die Nutzung Ende Oktober 2011 diesen Wert übertreffen. In der letzten Woche hatte ich 29000 Besuche – oder rund 4000 im Tag. Ich hoffe, mein Server hält der Belastung in den zwei kommenden Tage Bestand.

Auf jeden Fall danke ich allen, die sich hier über das aktuelle Geschehen, vor allem auch über die praxisorientierte Politikanalyse informieren, wie ich sie, ausgehend von meinen positiven Erfahrungen bei der EWR-Abstimmung 1992, in den vergangenen 20 Jahren aufgebaut und verfeinert habe. Nur dank dem Rückhalt, dass das gefunden hat, macht es auch Sinn, ein Polito-Medium zu betreiben.

Was die Zukunft uns allen bringt, wissen wir bald genauer!

Claude Longchamp

Zoonpoliticon als Teil der Medienkommunikation

Vor Kurzem wurde mein Blog mit andern im Rahmen einer Bachelor-Arbeit der Hochschule für Wirtschaft in Zürich untersucht. Kaum ein Beitrag selbst etablierter Politblogs in der Schweiz werde in den Massenmedien zitiert, war das Fazit. Ein Einblick in den zoonpoliticon als Teil der Medienkommunikation aus meiner Sicht.

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Idealisiertes Verhältnis von Blogkommunikation und massenmedialer Kommunikation (Quelle: Zerfass 2005)

Man kann die Erwartungshaltung des Studenten kritisieren. Denn Blogs haben drei grundlegende Funktionen:
. Sie dienen der eigenen Identitätsvergewisserung: Was von allem, das ich in meinem Alltag erfahre, ist für mich wichtig?
. Sie sind ein eigene Form der Informationsverarbeitung: Was, von dem, das mir wichtig ist, will ich elektronisch festhalten?
. Und sie sind eine Form der Beziehungspflege: Wen will informieren, von wem möchte ich Reaktionen, und mit wem möchte in einen Dialog treten?

Erst da geht es um die Relation zu den Massenmedien. Blog sind dabei, wie es der deutsche Mediensoziologe Jan Schmidt sagt, personalisierte Oeffentlichkeiten. Das Spektrum der Beiträge aus der Blogosphäre ist breit: Es reicht von speziellen Erlebnissen im Sinne des Bürgerjournalismus bis hin zum Fachwissen, das man als Experte einbringen will.

Man kann die Erwartungshaltung des jungen Forschers aus Zürich aber auch als Ansporn sehen: Mir war schon länger klar, dass verschiedene Medienschaffende meine Blogs (diese und den Stadtwanderer) mehr oder minder regelmässig konsultieren. Gelegentlich entdeckte ich Themen wieder, die ich als Erster aufgriff, manchmal fanden sich Argumentationsweisen, die ähnlicher nicht sein konnten, und gelegentlich las ich eine Pointe, die ich kommuniziert hatte, andernorts erneut. Dabei gilt: Verbereitet werden ist wichtiger als zitiert werden.

Nun fällt auf, dass zoonpoliticon recht häufig expliziert zitiert. Nicht nur durch andere Blogger, bisweilen auch durch KolumnistInnen, und seit jüngstem auch durch JournalistInnen. Zoonpoliticon wird leider erst selten erwähnt, dass es mein Blog sei, dagegen schon. Das ist diese Woche gleich mehrfach der Fall gewesen: Zum Beispiel hier auf newsnetz, bei 20 Minuten oder bei SF. In keinem Fall habe ich mit den Schreibenden gesprochen.

Zunächst bedanke ich mich bei meinen Kommunikationspartnern. Eine Brücke zu schlagen zwischen politikwissenschaftlichen Einsichten, Forschungsresultaten und Positionen von Kommunikatoren einerseits, den Zielgruppen der wissenschaftlichen Debatten anderseits war schon immer das Ziel dieses Blogs. Studierende, KollegInnen an den Universitäten, OeffentlichkeitarbeiterInnen in Parteien oder Firmen, und last but least Medienschaffende gehören selbstredend dazu.

Ueber die Gründe, kann man vorerst nur spekulieren. Aggregatoren zwischen Blogosphäre und Massenmedien wie der leider eingeschlafene “Mokka-Café” beförder(te)n die Sache offensichtlich. Sicher sind auf Hinweise auf andern Blogs, vor allem im Umfeld von kritischen PR-Beratern wie Bernet oder Balsiger reputationsfördernd. Schliesslich muss jeder und jede, der/die blogt, auch für sich werben. Plausibel sind für Nachahmer scheinen mir die folgenden Ursachen: die Prominenz des Absenders, eine thematische Spezialisierung, das Fachwissen sind wohl grundlegende Voraussetzungen. Hinzu kommen der Bezug zu Mediendiskussion, die Aktualität der Beiträge und die Klarheit zentraler Informationen oder Aussagen.

Generell kann man sagen, dass Blogs, die mit Massenmedien in Verbindung stehen, einen doppelten Bezug haben. Sie können vorausgehen, selten genug bei Themen, häufiger bei Argumenten, ganz ordentlich bei Studienergebnissen. Da haben sie eine allgemeinen Zitierpotenizial. Sie sind aber auch ein Reflexionstool zu massenmedial Publiziertem, um zu verstärken, zu kritisieren, oder Informationen weiter zu führen. Das haben sie vielleicht weniger Zitierpotenzial, stehen aber in einem Dialog zu Massenmedien, wenn sie von diesen akzeptiert. Das Zitieren ist ein Beleg dafür.

Claude Longchamp

Schweizer Parlamentswahlen 2011 auf wikipedia

Der Basisartikel zu den Schweizer Parlamentswahlen 2011 auf wikipedia ist geschrieben. Jetzt muss er noch regelmässig weiterentwickelt werden. Wer beteiligt sich?

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Ich habe in den letzten Wochen, wie angekündigt, einige Zeit damit verbracht, das Geschehen im Zusammenhang mit den Wahlen 2011 in der Uebersicht zu sichten und systematisieren. Die Arbeit ist es wert gewesen, denn bis jetzt mangelt es an Uebersichten zu den Wahlen 2011 in der Schweiz. wikipedia bietet hierfür eine ideale Plattform, die weltweit für solche Zwecke genutzt wird, und auch bei den letzten Parlamentswahlen in der Schweiz nützliche Dienste geleistet hat.

Beschäftigt habe ich mich mit dem Wahlmodus, den Neuerung beim e-voting, der Ausgangslage, den Trends in Umfragen, den Ergebnissen der kantonalen Wahlen, den Rücktritten im National- und Ständerat sowie mit den Wahlzielen der hauptsächlichen Parteien. Damit wurde die Basis gelegt, um den anziehenden Wahlkampf zu beobachten:

Wie entsteht das Meinungsklima …,
was sind die zentralen Streitthemen …,
wir wirkt als übergeordneter Kommunikator …,
wen schicken die Parteien ins Rennen …,
wie wird geworben und mobilisiert …,

sind Themen, die zu behandel sind, um zur finalen Frage zu gelangen: Was werden die Ergebnisse der Parlamentswahlen 2011 sein?

Was bis jetzt dabei heraus gekommen ist, auf Fakten und deren Vernetzung reduziert, kann man auf wikipedia nachschlagen. Die deutsche Fassung ist schon ziemlich gediehen, jedenfalls weiter als die französische und englische.

Wenn es weitere unabhängige WahlbeobachterInnen gibt, die sich an der Arbeit beteiligen wollen, sind sie herzlich willkommen. Die ersten Diskussion haben bereits eingesetzt.

Claude Longchamp

Ein Vierteljahrhundert im Geschäft

Heute habe ich mein 25jährigen Dienstjubiläum bei GfS. Ein kleiner Rückblick auf eine Vierteljahrhundert als Sozialforscher.

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Dass Kommunikation gelingt, ist unwahrscheinlich: Meine Zeit als Sozialforscher – mit den üblichen medialen Missverständnissen: die Konkordanzregierungen will ich nicht abschaffen.

Dass Alphons Egli am 1. Januar 1986 neuer Bundespräsident wurde, musste ich in den Annalen der Bundesratsgeschichte nachschlagen. Erinnern kann ich mich aber an den 3. Januar, einen Freitag, an dem ich erstmals als Projektleiter bei GfS nach Zürich arbeiten ging.

Nur wenige Tage danach ging die US-Raumfähre beim Start förmlich “in die Luft”. Schlagartig war ich sicher, zurecht kein Astronaut geworden zu sein, wie ich als Bub noch wollte. Dafür explodierte im April der Atomreaktor im ukrainischen Tschernobyl und machte uns allen klar, was es hiess, in der “Risikogesellschaft” zu leben.

Kurz darauf waren Wahlen im Kanton Bern, und die traditionelle bürgerliche Mehrheit kippte zugunsten von Rotgrün. Der Anlass war spannend, sodass ich mit anderen erstmals auch eine Hochrechnung fürs Radio wagte. Das hat uns geprägt, denn in der Folge wurden wir immer wieder eingeladen, uns öffentliche Gedanken über das, was ist, zu machen. Die vertiefte Analyse der damaligen Veränderungen fand ich im Buch von Erich Gruner und Hanspeter Hertig über den “Stimmbürger und die neue Politik“. Für die Schweiz erstmals analysiert wurden darin der Wertwandel durch Generationen, die den Krieg nicht mehr erlebt hatten, und durch Geld, das in politische Kampagnen floss.

Beide Themen waren der Analyse des politologischen Bestsellers von damals, der “Silent Revolution” von Ronald Inglehart, nachempfunden worden. Wie kein anderes Buch hat dieses mein Wirken als Forscher geprägt, auch wenn der sanfte Postmaterialismus längst durch einen virulenten Nationalkonservatismus abgelöst worden ist. Im Zusammenhang mit den Nationalratswahlen 1999 habe ich diesen Begriff erstmals verwendet, um die Neuformierung des schweizerischen Parteiensystems wertemässig erklären und prognostieren zu können. Das war durch sinnvoll, denn bis heute sind wir damit beschäftigt, die Umgestaltung des hiesigen Parteiensystems in seiner Rasanz zu verstehen.

Das Geld in der Politik ist uns als Kontroverse bis heute erhalten geblieben; mein letztes Interview für das Schweizer Fernsehen vor dem Dienstjubiläum war sinnigerweise genau diesem Thema gewidmet. Interessiert hat mich jedoch noch mehr, wie die amateurhaften Kampagnen professionalisiert worden sind. Der Bundesrat hat das Parlament abgelöst, die Verbände sind an die Stelle der Parteien getreten, die Medien haben ihren Diskurs verselbständigt, und die BürgerInnen suchen ihre Wege, sich via Internet selber mitzuteilen. Der Stil ist in einer Form konkurrenziv, ja aggresiv geworden, so, wie ich es mir eigentlich nicht gewünscht habe.

Aus der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung von damals ist zuerst ein Forschungsinstitut als AG entstanden. Daraus haben sich in Zürich und Bern je ein Institut verselbständig, wobei ich Letzteres von Beginn an leite, seit zwei Jahren als Verwaltungsratspräsident. Es ist eine tägliche Herausforderung, die eher seltene Verbindung als Wissenschafter, Geschäftsmann und Kommunikator im Gleichgewicht zu halten. Wenn’s gelingt, freut es mich; wenn’s Kritik gibt, suche ich nach neuen Wegen.

Unterstützt werde ich am gfs.bern von einem starken Team, denn neben mir arbeiten heute je zwei Senior-Projektleiter, ProjektleiterInnen und wissenschaftlichen Mitarbeiter im gfs.bern. Sie alle sind ausgebildete PolitikwissenschafterInnen der Universität Bern. Zudem haben wir einen Stab für Administration, Buchhaltung und IT, der das Forschungsteam tatkräfig verstärkt. Rund 60 Projekte realisieren wir so jedes Jahr, die einem Umsatz von rund 3 Millionen Franken entsprechen. Für Schweizer Verhältnisse ist der Betrieb ziemlich unüblich, und auch eine kleine Kaderschmiede für Karrieren in Politik, Wirtschaft und Kommunikation.

Besonders freut mich, dass sich das gfs.bern zwischenzeitlich bei Kunden und in der Oeffentlichkeit so gut etabliert hat, dass ich seit einiger Zeit am Freitag wieder ostwärts fahren kann, nehme ich doch in St. Gallen und Zürich Lehraufträge in der empirischen Sozialforschung wahr. Und wenn alles klappt, kehre ich diesen Herbst wieder an die Uni Bern zurück, wo alles seinen Anfang nahm.

Ein gutes neues Jahr wünscht

Claude Longchamp

Top-Nutzungen auf Zoonpoliticon 2010

2010 ist aus dem Experiment, gelegentlich zu politikwissenschaftlichen Themen zu bloggen, ein immer mehr genutzter Politblog geworden.

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Das auslaufende Jahr brachte meinem Fachblog “zoonpoliticon” einen grossen Aufschwung. Der Einsatz der Plattform bei den Berner Wahlen liess die Nutzungszahlen rasch ansteigen – und was mich besonders freut, eine erhöhte “Stamm-” wie auch eine erweiterte “Laufkundschaft” entstehen. Der Zoonpoliticon-Blog ist heute besser vernetzt denn je, sei es auf google oder anderen Blogs. Und er wird klar mehr verwendet als in den ersten zwei Jahren seines Bestehens (2008: 46000 Besuche, 2009: 225000 Besuche, 2010: gegewärtig 460000 Besuche).

Zoonpoliticon hat sich in fünf Kategorien durchgesetzt: der Politikwissenschaft, der politischen Kommunikation, in Fragen der Volkswahl des Schweizer Bundesrates, zu Berner Wahlen und mit der Rubrik “in eigener Sache”. Hier die Liste der Kategorien mit den meisten Aufrufen:

6358 Aufrufe In eigener Sache
5706 Aufrufe Volkswahl des Bundesrates
3118 Aufrufe Politische Kommunikationsforschung
1583 Aufrufe Politikwissenschaft
1557 Aufrufe Berner Wahlen

Bei den einzelnen Beiträgen gibt es zwischenzeitlich einige, die dauerhaft aufgerufen werden. 2008 oder 2009 verfasst, werden sie immer wieder abgefragt. Ungestürm an die Spitze arbeitete sich die Ankündigung vor, bei den Berner Regierungsratswahlen erstmals den Blog zur Resultatevermittlung einzusetzen. Die Verwendung der Plattform bei den jüngsten Bundesratswahlen zeigte ähnliche Effekte. Mit anderen Worten: Von wichtigen politischen Ereignissen kann man als Blogger enorm viel profitieren. Selber Themen zu setzen, ist aufwendiger, gelingt aber gelegentlich auch!

2211 Aufrufe Hochrechnung zu den Berner Regierungsratswahlen 2010 (2010)
2101 Aufrufe Bundesratswahlen: Wer wählt(e) wen? (2010)
2081 Aufrufe Samuel Schmid im Tief oder Keine Volkswahl des Bundesrates? (2008)
1897 Aufrufe Eskalationsmonitoring (2008)
1856 Aufrufe Meine Top-Ten-Bücherliste zur politischen Kommunikation (2009)
1600 Aufrufe Die Prognose zur Berner Regierungsratswahlen (2010)l
1307 Aufrufe Sind wir Menschen alle ein rreemm? (2009)
1047 Aufrufe Die Schweiz tritt als 25. Land dem Schengener-Abkommen bei (2009)
1030 Aufrufe 13 Gründe warum Barack Obama Präsident wird (2008)
1017 Aufrufe Der Bundesrat im Härtetest (2009)
1001 Aufrufe Drei Thesen zum angekündigten Rücktritt von Moritz Leuenberger (2010)

Claude Longchamp

Der Dozent kann sehr gut reden …

Heute ist Prüfungstag. Für meine Bachelor-StudentInnen an der Uni Zürich. “Wahlforschung in Theorie und Praxis” war mein Vorlesungsthema im Herbstsemester. 13 zweistündige Veranstaltungen liegen hinter uns. Die nun wurden von den Studierenden evaluiert. Eine Art Prüfung für den Dzenten.

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Quelle

Das Schlechte gleich vorweg: Die einzige (knapp) Ungenügende (3,9 auf einer 6er Skala) habe ich bei der Frage bekommen, es sei klar, was man lernen müsse, um den Leistungsnachweis zu erhalten. Wenn das nicht ganz so klar war, macht das aus meiner Sicht wenig. Denn dann hat man nicht nur das auswendig gelernt, was bekanntlich geprüft wird. Sondern auch anderes büffeln müssen. In diesem Zusammenhang sehe ich auch die Kritik, zu viel zur Vorlesungsvorbereitung lesen zu müssen. Da sind wohl Generationen zwischen dem Dozenten (54 Jahre alt) und der Studierenden (20-25 Jahre).

Und nun das Gute: Die 5 Tops, die ich erhalten habe, freuen mich ganz besonders:

Der Dozent …

5.9 … vermag mich für den Stoff zu interessieren.
5.8 … gestaltet die Veranstaltung lebendig und engagiert.
5.8 … ist im Umgang mit Studierenden respektvoll.
5.7 … erläutert den Stoff anhand von Beispielen.
5.6 … stellt einen Bezug zwischen Theorie und Praxis her.

Besonders gefreut hat mich die Bemerkung: “Man merkt, dass der Dozent nicht aus dem engen Rahmen der Ui kommt, sondern eine etwas weitere Perspektive hat. Er kann sehr gut und frei reden …”

Auch wenn man es nicht glaubt: Positive und negative Kritien spornen mich nach fast 20 Jahren Lehrtätigkeit an Universitäten immer noch an, nach Neuem Ausschau zu halten!

Für die Prüfung heute Nachmittag alles Gute. In der Ruhe liegt die Stärke, ist wie immer mein Motto!

Claude Longchamp

Zum Hinschied von Werner Ebersold

Es mag sein, dass Werner Ebersold der jüngeren Generation SozialforscherInnen nichts mehr sagt. Den Mitgliedern der Schweizerischen Gesellschaft für praktische Sozialforschung schon, denn er gehört zu den Prionieren der Umfrageforschung in der Schweiz.

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Werner Ebersold ist am Dienstag dieser Woche nach einer längeren Demenzkrankheit fast 86jährig verstorben. 1959 gründete er die Schweizerischen Vereinigung für praktische Sozialforschung, die vor Jahresfrist in Zürich, leider ohne ihn, ihr 50jähriges Bestehen feierte.

Ziel der Gesellschaft war und ist es, parallel zur Marktforschung in der Schweiz auch die Sozialforschung bekannt zu machen. Deshalb trennten sich die GfS von der GfM, urspürnglich vereint, schon früh.

Mehr als 10 Jahre führte man Kurse zu den Methoden der emprischen Sozialforschung durch, wie die Umfrageforschung im gesellschaftlichen Bereich damals noch genannt wurde. Danach ging man 1971 dazu über, dem Gesellschftssekretariat kleinere und grössere Forschungsaufträge aus dem Kreis der Mitglieder zu übergeben. Realisiert wurden sie stets von Werner Ebersold, einem promovierten Oekonomen der Universität Bern.

Zu den ersten Projekten der GfS gehörte die Abklärung der Entstehung von Fremdenfeindlichkeit. Ein zentrales Ergebnis war, dass SchweierInnen mit Kontakten zu ItalienerInnen ein besseres Bild der Einwanderer hatten, als solche, die keine Kontakte pflegten. Bis heute ist dieses Ergebnis x-fach bestätigt, aber kaum je widerlegt worden.

Eine der wichtigen Auftraggeber der Untersuchungen war die damalige Wirtschaftsförderung, heute Economiesuisse, die an einer liberalen Gesellschaft mit Offenheit für ausländische Arbeitskräfte interessiert war. Sie war es denn auch, die als erste mit der Umfrageforschung zur Meinungsbildung bei Volksabstimmung experimentierte. Wieder wurde Werner Ebersold dafür ausgewählt, die Volksentscheidung über den IWF-Beitritt der Schweiz zu untersuchen.

Ein Jahr später, 1977, entstanden aus der Zusammenarbeit von Theorie und Praxis die Vox-Analysen eidgenössischer Urnengänge, die es heute zu den renomiertesten Beispielen der Umfrageforschung in der Schweiz avanciert sind. Realisiert wurden sie anfänglich von der GfS und dem Forschungszentrum für schweizerische Politik an der Universität Bern. Später kamen die Unis in Zürich und Genf dazu, und der Bund finanzierte eine Teil des Unterfangens.

Neun Jahre danach wurde ich von Dr. Werner Ebersold angestellt, als Projektleiter bei der GfS den Ausbau der Vox-Analysen namentlich gegenüber Medien voranzutreiben. Mit Vorliebe nannte Werner Ebersold die VOX eine Analyse der Taktik in einer konketen Entscheidung, während sein neues Projekt Uni(versal)Vox die langfristigen Veränderungen untersuchen sollte, damit sich die politsichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure strategisch positionieren konnten. Die finanzielle Dimension dieses Unterfangens verlangte es, GfS-Gesellschaft und GfS-Forschungsinstitut zu trennen, das eine als gemeinnützigen Verein mit Vertretern der Arbeitgeber, Arbeitnehmer, der Wissenschaft und des Staates, das andere als betriebswirtschaftliches Unternehmen zu führen.

Zwischen 1990 und 1993 übergab Werner Ebersold angesichts rasanter Veränderungen die Leitung des Forschungsinstitut Schritt für Schritt der nachfolgenden Generation. Peter Spichiger und ich wurden alternierend Vorsitzende der Geschäftsleitung. Wir stellten uns gemeinsam der Herausforderungen, Umfrageforschung im sozialen politischen und kommunikativen Bereich zu kommerzialisieren, denn die Beiträge der Universitäten und der Gönner erlaubten es die Führung eines funkitionierenden Befragungsinstituts nicht mehr. Weiters war es unser Ziel, die Arbeit zu professionalisieren, weshalb wir zielstrebig ausgebildete SozialwissenschafterInnen zu beschäftigen begannen. Bis 2004 existierte das GfS-Forschungsinstitut als Einheit, und seither wirken gfs-Zürich und gfs.bern als selbständige Forschungsstellen und führen gemeinsam den gfs-befragungsdienst als Tochtergesellschaft.

Ich habe Werner Ebersold als liberal denkenden Menschen mit starker Bindung an die Schweiz kennen und schätzen gelernt. Er hatte mir früh beigebracht, was ich an der Universität nicht gelernt habe: dass Umfrageforschung nicht nur eine Methode der Sozialwissenschaften ist, um Daten zur Testung wissenschaftlicher Theorien zu gewinnen, sondern auch ein Instrument ist, um der gesellschaftlichen Praxis Entscheidungsgrundlagen für Akteure zu beschaffen. Gelernt habe ich in seinem kleine Laboratorium in Zürich auch, dass die Visualisierung ein wichtige Form der Kommunikation von Wissenschaft ist, auch wenn sie ihrerseits Gefahren der Vereinfachung in sich birgt.

Der Sozialforscher der ersten Stunde stand meiner Neigung, Sozialforschung mit elektronischer Medienkommunikation zu popularisieren, eher skeptisch gegenüber. Als ich einmal bei ihm zu Hause zum Mittagessen eingeladen war, änderte er seine Meinung, holte seine drei Kinder und vier Kindeskinder zu sich, um mir mit grosser Erfüllung zu erklären, immer wenn ich etwas aus gfs-Forschungen im TV erzähle, rufe er alle seine anwesenden Nachfahren vor den Bildschirm. Es war das einzige Mal in unserer Begegnung, in der er mich auch duzte.

Ich verdanke Werner Ebersold viel: Den Blick fürs Praktische. Die Sicht auf die Gesellschaft als Ganzes. Den Hang zur Geschichte, um die Gegenwart zu verstehen. Nur seine Leidenschaft für türkische Teppiche teilte ich nicht im gleichen Masse. Ich mochte es nie, durch die Lüfte zu fliegen, wanderte lieber auf dem festen Boden der Städte. So freut es mich, das Werner Ebersold noch kurz vor seiner Erkrankung, mit seiner lieben Frau Henriette wenigstens einen Teil einer meiner Stadtwanderungen in Bern mitmachen konnte.

Claude Longchamp

Wohin sich politische Blogs in der Schweiz entwickeln könnten

Die Bloggerszene der Schweiz ist nicht gross. Die politische ist noch kleiner. Dabei dominiert der Typ des kommunikativen Lokalpolitikers, der attackiert, kommentiert oder kontempliert (wie diesen). Darüber hinaus gibt es einige politische Fachblogs (wie diesen). Bisher selten sind aber spezialisierte Reports, die gezielt die politische Berichterstattung bedienen, um auf sie Einfluss zu nehmen (wie ansatzweise diesen).

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Differenzierung hin zu spezifischen Dienstleistungen statt Sammelsurrium zu allem und jedem ist der Trend in den US-amerikanischen Politblogs

Die US-amerikanischen Wahlen 2010 machten es deutlich. Hochspezialisierte politische Reports, die wöchentlich oder täglich aktualisiert werden, sind – nebst Parteien, KandidatInnen und Medien – zu eigenständigen Treibern der Wahlberichterstattung geworden.

Betrieben werden sie von politischen Analysten, die nicht warten, bis Medien sie anfragen, sondern ihre eigene Agenda verfolgen. Sie verarbeiten meist eigene und fremde Datenquellen, beschreiben Zustände, analysieren Trends, und sie erstellen Prognosen, was man alles als Newsletter auch abonnieren kann. Parteien stellen auf sie ab, aber auch Massenmedien konsultieren sie, und in der politischen Blogosphäre sind sie eigentliche Gurus.

Charles E. Cook gehört zu ihnen. Er gehört seit 12 Jahren zum Netzwerk “National Journal Group”, berät NBC News, hat verschiedene Kolumnen und ist Zuträger zu Think Tanks. Die New York Times kennzeichnet seine Dienste als “…a newsletter that both parties regard as authoritative”, während die Washington Post Cook “perhaps the best non-partisan tracker of Congressional races”.

Weitere Grössen im Geschäft sind beispielsweise die Politikwissenschafter Larry J. Sabato, Stuart Rothenberg. Dazu zählen auch der Demoskopie-Kenner Nate Silver, der für die New York Times analysiert, und der anonyme Votemaster, der die Seite electoral vote betreibt, die sich darauf spezialisiert hat, alle Umfragen in den einzelnen Bundesstaaten der USA zu dokumentieren und zu bewerten. Seine Dienste werden während amerikanischen Wahlkämpfen bis zu einer Million mal täglich abgerufen. Sie dienten beispielsweise auch der Schweizer Presse als wichtigste Referenz bei der Präsidentschaftswahl 2008.

Sie alle zeichnet aus, dass sie nicht in erster Linie nach dem Motto bloggen, “ich bin ein politisch denkender Menschen, und so bringe ich mich hier ein”. Sie sind professionelle Dienstleistungen von absoluten Spezialisten, die das Medium Blog verwenden, um aktuell, rasch und einflussreich politisch Interessierte zu bedienen.

Man kann gespannt sein, ob die Schweizer Wahlen in einem Jahr einen solchen Typ von Blog und Bloggern auch bei uns hervorbringen wird.

Claude Longchamp

Widerstand gegen den Islam als neue Konfliktlinie im Parteiensystem Europas?

Der Anti-Islam-Reflex wird zum europäischen Phänomen, mit dem Wahlen gewinnt und die Regierungsbildungen beeinflusst. Ein wirksames Rezept dagegen wird eigentlich nirgends sichtbar, sodass man sich die Frage stellen kann: Ist das eine momentane Welle oder entsteht hier eine neue Konfliktlinie im europäischen Parteiensystem?

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Geert Wilders, führender Kopf der anti-islamischen Bewegung, die in ganz Europa rechtspopulistische Parteien erobert

Seit gut 20 Jahren ist der Rechtspopulismus in vielen europäischen Ländern mal schwächer, mal stärker, – aber eine feste Grösse. Das Neue ist, dass dabei nicht mehr einfach gegen die politische Klasse gewettert wird, auch nicht pauschal gegen AusländerInnen. Nein, neu ist, dass der Widerstand gegen den Islam zur mobilisierenden Kraft geworden ist.

Bis tief in die Mitte der Gesellschaft reicht die Angst, muslimische Zuwanderer könnten den Charakter europäischer Gesellschaften verändern. Selbst wenn die Anteile recht gering ist, Bilder, die eng mit dem Islam in Verbindung gebracht werden, wirken weit herum negativ: Steinigung von EhebrecherInnen stösst auf fast geschlossene Ablehnung, Burkas irrtieren weit herum, und Zwangsheiraten sind mit den Vorstellungen westlicher Liberalität mehrheitlich unvereinbar.

Wo Zukunftsängste angesichts global negativer Trend in Wirtschaft, Umwelt und Politik dominieren, grasiert die Verunsicherung, nicht mehr nur in den Unterschichten, vor allem auch in den Mittelschichten. Das ist der Nährboden für Stimmen zugunsten der neuen antiislamischen Populisten und ihrer Parteien. In der Schweiz, Ungarn und Italien sind sie Teil der Regierungsparteien geworden, in den Niederlanden, Belgien und Schweden hängen die Regierungsbildung von Verhalten der rechtspopulistischen ParlamentarierInnen ab, denn bürgerliche Koalitionen kommen ohne ungeliebte Angebote nach links oder Konzessionen an die Adresse der Rechtspopulisten auf keine tragfähigen Mehrheiten im Parlament.

Geert Wilders, der Niederländer, der so Einfluss auf die Regierung seines Landes nimmt, macht es vor, wie das neue politische Rezept funktioniert. Er setzt konsequent auf den Anti-Islam-Reflex, denn die neuen Islamophie bringt gegenwärtig mehr als die bekannte Xenophobie. Andere, wie die österreichische FPOe, setzen nach dem Vorbild der SVP auf Provokation im Internet oder Plakaten, um die Medienaufmerksamkeit im Wahlkampf für sich zu gewinnen und die öffentliche Debatte auf ihre Themen zu lenken. Genau das zwingt, bürgerliche wie sozialdemokratische Parteien, sich ihnen anzunehmen, in der Hoffnung nicht zu viel Terrain und WählerInnen zu verlieren. Kurzfristig ist das aber keine Erfolgsgarant, denn dort, wo die Probleme unterschätzt wurden, verstärkt dies das eingeleitete Rutschen der politischen Landschaft eher noch.

Bei den Europa-Wahlen 2009 machten die Rechtspopulisten in 10 Mitgliedstaaten mehr als 10 Prozent der Stimmen, in Grossbritannien sogar mehr als 20 Prozent. So wird aus dem anfänglich nationalen Phänomen ein internationales. Im Juli 2010 hat der weit gereiste Wilders seine Internationale Freiheits-Allianz gegründet, mit dem Ziel, den Islam zu stoppen und so die Freiheit zu sichern. Damit sollen die anti-islamischen Kräfte in ganz Europa, ja auch in den USA gebündelt werden. An diesem Wochenende tritt er in Berlin auf, um im Gefolge der Sarrazin-Debatte über die beklagte Selbstaufgabe Deutschlands für seine Sache zu werben. Ausflüsse der medialen Debatte hierzu sind bis in die Schweiz zu spüren. Ein Fingerzeig, was im Wahljahr 2010 auch hierzulande geschehen könnte, ist das allemal.

Darüber hinaus stellt sich die Frage: Entsteht gegenwärtig eine neue Konfliktlinie im Parteiensystem, welche von Dauer sein könnte? Analysen und Einschätzungen des jüngsten Phänomens in der europäischen Parteienlandschaft sind durchaus erwünscht!

Claude Longchamp