Experiment www.bernerwahlen.ch

Es war ein spannendes Experiment, ĂŒber die Ergebnisse zu den Berner Regierungswahlen in einem eigens hierfĂŒr errichteten Blog zu berichten.

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Kurzanalyse der FDP: Splitterbruch wĂŒrde man in der Medizin sagen, denn die FDP verliert WĂ€hlende in alle Richtungen.

www.bernerwahlen.ch ging erst letzte Woche ins Internet. Ziel war es, eine Plattform zu etablieren, fĂŒr Wahlergebnisse und -analysen zum Kanton Bern. Die Regierungs- und Grossratswahlen bildeten den Auftakt, die StĂ€nde- und Nationalratswahlen 2010 geben eine weitere Gelegenheit ab.

Das Mandat fĂŒr eine Hochrechung zu den gestrigen Wahlen, welches das Institut fĂŒr Politikwissenschaft und das Forschungsinstitut gfs.bern acquirierten, gab den Anstoss fĂŒr die Plattform.

Die Nutzung ĂŒbers Wochenende gab uns recht. 4200 Besuche verzeichneten wir alleine gestern. Rund 1000 waren es in den Tagen davor, fast ebenso viele heute. Die besten BeitrĂ€ge wĂ€hrend der Hochrechnung wurden 500 bis 700 Mal in einer halben Stunde angeclickt. Selbst zoonpoliticon profitierte durch Verlinkung. Am Sonntag wurden 2500 Besuche registiert. Das alles sind Zahlen, die sich sehen lassen können.

Sichtbarstere Verlierer der Grossratswahlen sind die FDP und die SP. Der Neuaufsteiger ist die BDP, gefolgt von der GLP. Dazu haben wir erste Analysen zu WĂ€hlerströmen gemacht. Sie zeigen das die BDP von fast allen Parteien WĂ€hlerInnen aufnahm und von Neumobilisierten profitierte. Schliesslich haben wir untersucht, wie die Blöcke bei den Regierungsratswahlen gespielt haben, und welche Bedeutung die UnterstĂŒtzung ausserhalb dieser fĂŒr den Wahlerfolg bei den Exekutivwahlen hatte.

Quintessenz hierzu: Barbara Egger-Jenzer und Beatrice Simon hatten jeweils die geringste BlockunterstĂŒtzung. Die beiden Frauen in der Berner Regierung markieren also die deutlichsten zur Mitte und ins andere Lager tendierenden PolitikerInnen.