“56 Prozent Nein, 44 Prozent Ja” lautet die gegenwĂ€rtige Wette der Börsianer zur Minarett-Initiative auf der Plattform “Wahlfieber”.
Nebst Umfragen zum Stand der Meinungsbildung haben sich Börsen als Instrumente der Abstimmungsforschung in der Schweiz etabliert. Wahlfieber, eine in Oesterreich betriebene Plattform mit schweizerischen Themen, gehört dazu.

Verlauf und aktueller Stand der Erwartungen an der Börse “Wahlfieber” zur Minarett-Abstimmung
Demnach rechneten die Börsianer zu jedem Zeitpunkt mit einem Nein zur “Minarett-Initiative“. Der aktuelle Wert der gegnerischen Aktie liegt bei rund 56, jeder der BefĂŒrworterInnen bei ungefĂ€hr 44. Das kann man auch als Prozentwerte der momentanen Prognose nehmen.
Wahlbörsen haben gegenĂŒber Umfragen Nachteile: Sie erlauben es nicht, die Frage zu beantworten, wer warum so stimmen will. Denn sie geben keine AuskĂŒnfte ĂŒber individuelle Entscheidungen. Sie eignen sich nur, um kollektive Entscheidungen vorweg nehmen zu können.
Ihr Vorteil ist es, der Logik zu folgen, die aus der “Weisheit der Vielen” entsteht. Namentlich Politökonomen halten das fĂŒr die rationalste Form der Informationsverarbeitung. Einzelne, so ihre Kritik, bleiben in ihren EinschĂ€tzungen zum Ausgang einer Entscheidung immer unsicher und subjektiv, sodass nur ein Markt diese Annahmen systematisieren und damit objektivieren kann.
Der Verlauf der EinschÀtzung durch den Markt zur Minarett-Initiative zeigt die typischen Schwankungen, die aus dem Tagesgeschehen hergeleitet werden können. Börsen sind dann unbrauchbar, wenn sich zu wenige HÀndler beteiligen.
Genaueres weiss man am Abstimmungssonntag!
Claude Longchamp


44 Prozent?
Vermutlich zu hoch gegriffen ⊠auch wenn alles ĂŒber 30+ Prozent ein Erfolg der Initianten wĂ€re.
ich rechne mit einem viel knapperen resultat. und eigentlich habe ich das gefĂŒhl, dass die stimmung in der schweiz sogar eher in richtung “ja” tendiert. aber das sind, wie im blogpost richtig eingeschĂ€tzt, natĂŒrlich nur subjektive eindrĂŒcke eines einzelnen. ĂŒber 56% nein-anteil wĂŒrde ich mich freuen. wir werden sehen…
Nimm die Börsianer nicht zu ernst. Denen ihre Wetten sind bekannt, seis obs um Radrennen, Skirennen etc. geht. Wenn sie gerade nichts zu tun haben, wetten sie auch, ob der Himmel morgen blau ist. Nicht der Inhalt zÀhlt, sondern der Kick nach dem Stutz, also nicht aussagekrÀftig.
Handkehrum finde ich die Aussage 53% seien bestimmt dagegen, als recht gewagt. 38% (Migros-Magazin) sind bestimmt dagegen und 15% eher dagegen. Das ergibt wohl 53%, wobei, wie man von allen Seiten her hört, schwankt die Stimmung der eher NEIN-Stimmenden. Und wie ich mal von Dir hörte, sind die Noch-nicht-Wissenden schlussendlich auf der BefĂŒrworterseite anzutreffen. Also könnte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben.
Handkehrum ist diese Abstimmung sowieso eine Farce. Minarette ja oder nein spielt schlussendlich keine Rolle. Der BĂŒrger wurde aufgerĂŒttelt, begann sich Gedanken ĂŒber den Islam zu machen und genau das empfinde ich als wichtig. Dank dieser Initiative kam ein wenig Bewegung in des Schweizers Lethargie. So soll es sein, eine Initiative sollte bewegen.
nein, eine initiative soll die verfassung Ă€ndern, nichts anderes. oder eben nicht. um aufzurĂŒtteln kannst du von mir aus eine demo oder eine facebookgruppe organisieren.
und vielleicht fĂŒhrst Du noch aus, weshalb man sich denn gedanken ĂŒber den islam machen sollte.
Formal hast du recht, Volksrechte wie die Initiative sind dafĂŒr da, die Verfassung flexibel Ă€ndern zu können, und zwar auch mit VorschlĂ€gen, die im Parlament keine Mehrheit finden.
Was aber aus staatspolitisch begrĂŒndeten Instrumenten in der Praxis wird, ist nicht immer so eindeutig. So entpuppte sich das fakultative Referendum weniger als Volksrecht, sondern als “Verbandsrecht”. Denn vor allem die VerbĂ€nde, die glaubwĂŒrdig mit dem Referendum drohen können, verschaffen sich im Gesetzgebungsprozess Einfluss. Das war 1874 bei der EinfĂŒhrung nicht vorgesehen, sprach man doch von einer Nachkontrolle von Parlamentsentscheidungen durch das Volk. Doch ergab es sich, weil kein Parlament gerne verliert und deshalb bestrebt ist, die Positionen referendumsfĂ€higer Gruppen prĂ€ventiv zu berĂŒcksichtigen – mit der Absicht, eine Referendumsabstimmung zu vermeiden.
In diesem Beitrag ging es mir um eine weitere Funktionsanalyse von Volksrechten. Klassisch ist das Profil der Lösungsinitiative. Sie schlĂ€gt etwas vor, dass im Parlament nicht durchkommt, will aber zur Haltung des Parlamentes eine Alternative bieten, ĂŒber deren GĂŒltigkeit die StimmbĂŒrgerInnen entscheiden.
Doch zeigt die Analyse der Initiative auch, dass sie indirekte Wirkungen zeigen, selbst wenn sie abgelehnt werden: Denn sie beeinflussen Gesetzgebungsprozesse, sie zeigen auf, wie die politische Grosswetterlage ist, – und sie setzen verdrĂ€ngte Themen auf die politische Agenda.
Man nehme nur die SVP-Asylinitiative. Sie scheiterte 2002, bereitete aber den Weg von Christoph Blocher in der Bundesrat im Jahre 2003 vor, was seinerseits die Asylgesetzgebung in der Schweiz nachhaltig beeinflusste, und 2005 in der Volksabstimmung breit unterstĂŒtzt durchging. Oder die GSoA-Abstimmung von 1989: Die Initiative scheiterte sogar klar, doch zeigt sie auf, dass die Schweizer nicht mehr wie ein Mann hinter der Armee standen, und die hauptsĂ€chlichen Dienstleister, die 20-30jĂ€hrigen MĂ€nner gar mehrheitlich gegen die Armee waren. Das löste einen anhaltenden Reformprozess in der Armee selbeer aus, fĂŒhrte zu zwei grossen Umstrukturierungen des MilitĂ€rs, die in Volksabstimmungen gutgeheissen wurden.
Das nenne ich die Problematisierungsinitiative: Fast egal welchen Inhalts sie ist, sie setzt ein Thema auf die politische Agenda. Diese bestimmen in der Folge nicht mehr die Initianten, sondern wieder die Parlamentsmehrheit. Der Anstoss hierzu, die “Initiative” eben, kam aber von aussen.
Mindestens das Profil einer Problematisierungsinitiative hat das Volksbegehren gegen Minarett in meiner EinschÀtzung.
ich streite nicht ab, dass eine initiative auch solche effekte haben kann. mein kommentar war da nur eine antwort auf meinen “vorschreiber” der meinte, eine initiative mĂŒsse vor allem etwas “bewegen”.
gehe ich richtig in der annahme, dass eine initiative erst unmittelbar vor oder nach der abstimmung darĂŒber in ein schema eingefĂŒgt werden kann? oder ist es Dir schon heute möglich zu sagen, welche initiative als nĂ€chstes eine “problematisierungsinitiative” sein wird?
ich gehe mit Dir einig, dass die minarettinitiative inzwischen den status einer solchen problematisierungsinitiative, wie Du sie skizzierst, erhalten hat. aber denkst Du, dass dies auch der ansatz des initiativkomitees war? das wĂŒrde ich zumindest spontan bezweifeln.
klar, erst nachher.
ist aber auf dem weg dazu.
Sehr informative ErklÀrung werter Claude.
Auch ich bin der Meinung, dass sich das Initiativkomitee nicht bewusst war welche Lawine ausgelöst wird, wobei, die Lawine kam ja erst mit dem Plakatverbot ins rollen.
@ amade.ch
Du scheinst den Sinn meiner Worte missverstanden zu haben. Eine Initiative sollte sehr wohl bewegen. Man sollte darĂŒber diskutieren, die Vor- und Nachteile ans Licht bringen und nicht, sofern man ĂŒberhaupt abstimmen geht, nach Lust und Laune ein NEIN oder JA in die Urne legen.
Gegenfrage: Warum sollte man sich keine Gedanken ĂŒber den Islam machen? Immerhin leben zur Zeit ca. 400.000 Muslime in unserem Land. Diese in etwa 5% MitbĂŒrger haben auch ein Anrecht von uns verstanden zu werden. Wie sonst, soll man ihre Forderungen verstehen, wenn wir doch aus UnverstĂ€ndnis nicht mitreden können? Wie soll man die Abwehrhaltung der Schweizer verstehen, wenn man nicht gewillt ist darĂŒber zu diskutieren? Und deshalb finde ich meine Auslegung eine Initiative mĂŒsse bewegen, gar nicht so falsch.
Ausserdem ist der Wortlaut dieser Initiative völlig falsch angelegt.
at ate
Klr, die art von Analyse ergibt sich nicht im Voraus, sondern aus dem Geschehen heraus.
nein, eine initiative muss nicht bewegen, aber es ist natĂŒrlich schön, wenn sie es tut. ihr primĂ€rer zweck ist nun mal ein anderer.
ich sage nicht, man soll sich keine gedanken ĂŒber den islam machen. dazu braucht es aber keine initiative. um sich ein wenig darĂŒber informieren, empfehle ich einfach mal ein gesprĂ€ch mit einem muslim. die meisten geben sehr gerne auskunft, gerade auch die, die nicht offensichtlich “strengglĂ€ubig” sind.
ich fragte Dich nach den grĂŒnden, weil ich zugegebenermassen die typischen “alle muslime sind terroristen”-vorurteile witterte. hoffe, Du vergibst mir nochmals.
aber diesen blödsinn mag ich nicht mehr hören.
ich mache mir auch Gedanken ĂŒber Katholizismus, Zölibat, PĂ€dophilie, Mafia und wie der Vatikan ihr Kohle verwaltet, die sie den UnglĂ€ubigen aus der Tasche zieht.
Meine Eltern wussten auch noch, dass es einen reformierten BĂ€cker im Dorf gab und einen katholischen, und am beim Einkaufen wusste man auch, wer katholisch war und wer nicht, und quer duer die Religionen heiraten war ja auch nicht ganz einfach. Also lassen wir dem Islam auch noch etwas Zeit, vernĂŒnftig zu werden, und bekĂ€mpfen zwischenzeitlich die Einwanderung und die KriminalitĂ€t.
@ amade.ch
Um sich ĂŒber den Islam zu informieren reicht glaub das GesprĂ€ch mit nur einem Muslim nicht wirklich.
Das Anliegen der Initiative scheint bereits zu Lasten anderer Themen (Scharia) versandet zu sein, deshalb erlaube ich mir einen Leserbrief abzuschreiben:
“In Tadschikistan, einen islamischen Land, ist der Bau von Minaretten verboten, um einem radikalen Islam Grenzen zu setzen. Wem glauben wir also nun mehr, unserem Bundesrat, der je nach Interessenlage beschönigt oder dramatisiert, oder einer (islamischen) Regierung, welche die HintergrĂŒnde (auch die von Minaretten) kennt? Mit einem JA zur Minarett-Initiative helfen wir gerade auch den integrationswilligen Muslimen.”
Gelesen im Migros Magazin. Und im vorletzten Beobachter sprang mir nachfolgende Aussage eines Herrn Vehbija Efendic vom Verein der Islamischen Gemeinschaft Luzern ins Auge:
“Das Minarett ist wie der Stern bei einem Mercedes: Der Wagen fĂ€hrt auch ohne sehr gut.”
in Istanbul war auch das Kopftuchtragen an der Uni verboten, in einigen LĂ€ndern ist auch die Burka verboten, bei uns gilt das Vermummungsverbot.
âDas Minarett ist wie der Stern bei einem Mercedes: Der Wagen fĂ€hrt auch ohne sehr gut.â Diese Ansicht ist subjektiv, manche erzĂ€hlen von QualitĂ€tsmĂ€ngeln und Pannen der Elektonik … oder menschlich ausgedrĂŒckt …. naja, ich sag mal nix.
Man soll ja das Problem beim Namen nennen, und das heisst: zuviele Muslime und davon zuviele Kriminelle.
Zuviele AuslÀnder und davon zuviele Kriminelle.
So einfach ist das.
@ate: ach weisst Du, man kann nie genug wissen. aber da die meisten schweizer gar nichts ĂŒber das thema wissen, kann ein einziges kurzes gesprĂ€ch schon viel bringen. und zum zitierten herrn aus luzern sage ich nur: nur weil minarette nicht verboten werden, muss noch lange nicht an jeder moschee eins kleben. ein verbot ist fĂŒr mich eine klare diskriminierung einer spezifischen glaubensgruppierung. von mir aus können wir aber gerne sĂ€mtliche “schlanken sakralbauten mit ĂŒber 5 meter höhe” verbieten.
@rehcolb: so einfach ist das. und genau das ist das problem: Du machst es Dir zu einfach. dass die auslÀnderrate bei den gefÀngnisinsassen sehr hoch ist, lÀsst sich nicht wegdiskutieren. nur sehe ich den kausalzusammenhang nicht. weil jemand muslim oder auslÀnder ist, wird er kriminell? diese logik greift in meinen augen nicht.
@ amade.ch
“Aber da die meisten Schweizer gar nichts ĂŒber das Thema wissen….
Siehste, somit hat halt diese Initiative doch wachgerĂŒttelt. Der Schweizer hat sich nur wegen dieser Initiative Gedanken ĂŒber den Islam gemacht. Denkst Du, er hĂ€tte es auch sonst getan?
Und deshalb beharre ich auf meiner Aussage, dass eine Initiative “auch” bewegen sollte.
FĂŒr Dich ist ein Verbot eine klare Diskriminierung einer spezifischen Glaubensgruppierung. Ich will den alten Braten zwar ungern aufwĂ€rmen, aber wie steht es mit den christlichen Menschen, die in islamischen LĂ€ndern nicht nur diskriminiert, sondern auch verfolgt werden?
Ist Dir egal gell. Ich bin auch nicht dafĂŒr, dass man Gleiches mit Gleichem vergelten soll, nur sollte man sich voher sehr intensiv mit der ganzen Problematik, sprich dem Koran auseinandersetzen, bevor man aus lauter Gutmenschentum raus (oder ist es GleichgĂŒltigkeit) sein Land, und wir sind nach wie vor ein Christlich geprĂ€gtes Land, verkauft.
Mir scheint, Du radelst ein wenig blauÀugig durchs Leben. Misch Dich mehr unter Muslime, frag sie, warum sie ihr Land verlassen haben, frag die mal warum sie gegen Minarette sind. Frag die mal nach den Nutzen der Minarette. Eben, frag die und nicht nur Deinen liebenswerten Nachbar.
Mit der Aussage: Von mir aus könne man gerne alle schlanken Sakralbauten ĂŒber 5m Höhe verbieten, gibst du mir Dein Profil preis. Ein Profil in dem das Wort Heimat nicht mehr vorhanden zu sein scheint. (Eben Ausverkauf)
Um auf den Ursprung zurĂŒckzukommen, schon wieder eine Gegenfrage: Wenn Du beten wĂŒrdest, brĂ€uchtest Du dazu einen Kirchenturm? Braucht der Muslim dazu ein Minarett?
Wenn ich bete, oder wĂŒrde, dann brĂ€uchte ich keinen Kirchenturm, denn der Glaube hat nichts mit prunkvollen GebĂ€uden zu tun. Der Glaube spielt sich einzig und allein im Herzen und der Seele ab.
Also, wozu Minarette?
Und schweif jetzt nicht ab wegen der KirchtĂŒrme, denn die waren bereits schon da, zusammen mit uns Christen.
@ate
es könnten ja durchaus Parallelen zwischen KirchtĂŒrmen und Minaretten gezogen werden. Nur ist es halt so, dass die Symbolkraft der Kirchen mit der Trennung der Gewalten und der Modernisierung verlorenging. Der Islam hingegen will Religion, Kultur, Gesetz und womöglich noch MilitĂ€r unter einem Dach zusammenfassen. Wie Du richtig bemerkst, wollen Muslime auch die westlichen Freiheiten, und darum wollen sie die Machtsymbole (und ihre Islamisten) auch nicht.
@amade
Du stimmst mit mir ĂŒberein, dass die KriminalitĂ€t unter AuslĂ€ndern grösser ist, findest aber keinen Kausalzusammenhang mit AuslĂ€ndern. Nun ja, dann suche ihn. Oder nenn mir einen anderen Grund. Vergewaltiger sind vor allem aus Staaten, in denen das Frauenbild etwas anders ist, also nicht unbedingt in Westeuropa.
Kriminelle sind vor allem aus Staaten, in denen Armut herrscht, also z.B. Balkan oder Afrika. SchlÀger sind vor allem aus Staaten, in denen das MachomÀnnerbild mehr Wert ist als Bildung.
Auch das ist einfach. Falls du das auch nicht logisch findest, erzÀhl mal, wie du das siehst.
@ate: bist etwas schwer von begriff? ich habe nie bestritten, dass eine initiative wachrĂŒtteln kann. aber das ist nicht ihr zweck.
und ja, gleiches mit gleichem vergelten ist dÀmlich. und: die lÀnder die hier oft zu vergleichen hergangezogen werden, sind nicht jene, aus der die in die schweiz eingewanderten muslime stammen. die stammen nÀmlich vor allem aus dem ehemaligen jugoslawien.
heimat ist mir wichtig. sehr sogar. und genau deshalb in ich gegen ein verbot von minaretten. aber diesen spruch von Dir nehme ich gerne als anlass fĂŒr einen beitrag auf meinem blog. merci.
ich sage ĂŒberhaupt nicht, dass eine moschee ein minarett braucht, auch ein betender muslim braucht keine minarett. aber verboten werden darf der bau von minaretten deshalb noch lange nicht.
@rehcolb: siehst Du, es geht ja. kriminalitĂ€t ist nur indirekt mit dem attribut “auslĂ€nder” verknĂŒpft. ich denke mit Deiner einschĂ€tzung liegst Du ungefĂ€hr richtig. wie können wir das nun Ă€ndern? auf jeden fall darf bei der bildung nicht gespart werden, das ist fĂŒr mich der zentrale punkt.
@ amade.ch
Danke Dir. Ich nahm die Aussage, dass Du meinen Spruch auf Deinem Blog verewigen wĂŒrdest, als Einladung um mal ein wenig auf Deinem Blog zu stöbern.
Grad auf mich bezogen, bin ich schon ein wenig enttĂ€uscht, wie Du mir die Wörter im Mund umdrehst. So zum Beispiel Deine Aussage “Wenn man keine “neuen” KirchtĂŒrme “mehr” will, verkauft man die Heimat. Lies oben nach, hab ich nie geschrieben.
“Heimat ist kein Ort. Heimat ist ein GefĂŒhl”. Muss wiedersprechen: Heimat ist ein Ort, Heimweh hingegen ein GefĂŒhl, dass meist verdammt weh tut.
Nee Du, Ate fĂŒhlt sich nicht ĂŒberall zu Hause wo KirchtĂŒrme stehen. Ate fĂŒhlt sich dort zu Hause wo ihre Wurzeln sind.
Und Ate ist sehr erstaunt, dass Du davon ausgehst, dass ein User automatisch ein Mann sein muss. Bin zwar keine Feministin (Gott behĂŒte. Oder solls der Allah sein?), aber doch erstaunt, dass Du nur den maskulinen Menschen hinter einem User siehst.
Seis wie es will, wir beide vergÀuden nur unsere Zeit, eine Zeit die wir besser und intensiver einsetzen können, anstatt uns auf diesem Blog gegenseitig kund tun, was der Andere nicht hören will (wirst Du vermutlich wieder anders auslegen!)
Wohl bekomms Dir in der Neuschweiz.
@amade
ich weiss zwar nicht, was Du meinst, aber stimmt natĂŒrlich. Aber eben nur indirekt. Und da es keine andere VerknĂŒpfung gibt, heisst es eben doch :
AuslÀnder (gewisser Staatszugehörigkeit) sind zu einem viel grösseren Teil kriminell als Schweizer.
Das schleckt nicht mal Zottel weg.
@amade
Ich wĂŒnsche dir jedenfalls viel VergnĂŒgen, Bildungsgelder einem Kriminellen Ex-Jugo anzudrehen, der nichts anders will, als Zoff zu machen und aus Langeweile oder Frust mal zwischendurch jemand niederschlĂ€gt.
Solche Leute brauchen wir hier nicht, und von den anderen, die sich anstĂ€ndig auffĂŒhren, haben wir auch zu viele.
@ate sorry fĂŒr die vermĂ€nnlichung. war keine böse absicht. Du solltest nochmals ganz genau lesen, was Du geschrieben hast. ich habe Dir da nichts im mund herumdrehen mĂŒssen. leider.
zitat rehcolb: “und von den anderen (auslĂ€ndern), die sich anstĂ€ndig auffĂŒhren, haben wir auch zu viele.”
danke, damit hat sich die diskussion erledigt.
@ amade
Lieber amade. Ich lese und lese nach, werde aber nicht fĂŒndig. Liegt vermutlich daran, dass ich etwas schwer von Begriff bin, wie Du ja in einem Kommentar hervorgehoben hast. Möglich ist auch, dass wir zwei nicht dieselbe Sprache sprechen, auch wenn wir beide der deutschen Schrift mehr oder weniger mĂ€chtig sind. Aber Du klĂ€rst mich sicher auf, gell?
amade, ich misch mich ungern in fremde GesprÀche ein, aber Deine Aussage die Du an rehcolb gerichtet hast macht mich neugierig.
Bildung, da hast Du recht, da sollte man ansetzen. Doch wie stellst Du Dir das vor? Soll man die Kinder von AuslÀndern bereits schon ab den ersten Lebensjahr in einen Kindergarten stecken? Wird zwar wenig fruchten, denn die Vorbilder sind die Eltern, also sollte man bei den Eltern ansetzen. Wie wÀre das möglich, denn zwingen kannst Du Keinen. Und wie geht man mit Jugendlichen um, die erst mit 15 Jahren in die Schweiz kommen?
Fragen, Fragen und keine Antworten bis auf die Eine. Wie wĂ€re es, wenn sich unser MĂŒtterchen Staat mal ein wenig zurĂŒckhalten wĂŒrde. Meinst Du, ein AuslĂ€nder lernt die einheimische Sprache schneller, wenn ihm gar nichts anderes ĂŒbrigbleibt um sich zu verstĂ€ndigen, oder denkst Du er integriert sich schneller, wenn er z.B. wie in Basel die Elternbriefe nicht in seiner Sprache erhalten wĂŒrde, sondern auf Deutsch?
Und da wĂŒrde ich gerne ansetzen. Fertig lustig mit diesem in rosarote Watte eingebauschten Gutmenschentum. Damit nimmt man dem AuslĂ€nder jeden Ansatz fĂŒr eine erfolgreiche Integration. Ein DrĂ€ngen auf SelbstĂ€ndigkeit wĂ€re angesagt, aber dagegen wehrt sich unser MĂŒtterchen.
Zwar, da wir Beide scheinbar nicht die gleiche Sprache sprechen, wirst Du meinen Einsatz zu Gunsten der AuslÀnder nicht verstehen, ihn vermutlich noch als rassistisch abwerten.
also ate… hier nochmals das, was Du gesagt hast:
“Mit der Aussage: Von mir aus könne man gerne alle schlanken Sakralbauten ĂŒber 5m Höhe verbieten, gibst du mir Dein Profil preis. Ein Profil in dem das Wort Heimat nicht mehr vorhanden zu sein scheint. (Eben Ausverkauf)”
fĂŒr Dich bedeutet also das verbieten von schlanken sakralbauten ĂŒber 5m höhe ein ausverkauf der heimat. wo bitte interpretiere ich falsch? interpretiere ich ĂŒberhaupt?
gutmenschentum?
schweizerzeit schon abonniert?
wo ansetzen bei der bildung? gute frage. und es ist richtig: zwang ist schwierig. aber ich denke, im bereich der eltern mĂŒssten anreize dafĂŒr geboten werden, die lokale landessprache zu beherrschen. bei den kindern funktioniert das meines erachtens nicht so schlecht. ĂŒberhaupt wird die intergration natĂŒrlich mit jeder generation deutlich besser. allerdings kenne ich diverse italienische frauen, die schon jahrzehnte in der deutschschweiz sind und immer noch kein deutsch sprechen.
und Du liegst richtig, ich sehe “Deinen einsatz fĂŒr die auslĂ€nder” eher als nichteinsatz. ein problem ist entdeckt und dann als lösung einfach nichts tun? brilliant, darauf muss man erst mal kommen.
schweizerzeit …. das Blatt fĂŒr einfache GemĂŒter und solche, die sich gern anlĂŒgen lassen.