SchlĂŒsselwerke der Politikwissenschaft handlich aufgearbeitet

(zoon politicon) Da geht die Praxis der Theoretiker und der Praktiker weit auseinander: Muss man die Klassiker der Politikwissenschaft ausfĂŒhrlich gelesen haben, oder reicht es, wenn man die relevanten Zusammenfassungen kennt? Die Antworten stehen sich da diametral gegenĂŒber: In der wissenschaftlichen Ausbildung sagt man: Ja, man muss sie in extenso gelesen haben. In der ausseruniversitĂ€ren Praxis wird man Antworten: Unmöglich!

Ich gebe folgende Antwort: Im eigenen Arbeitsgebiet lohne es sich, die grossen GedankengĂ€nge der relevanten Literatur einmal von A bis Z durcharbeitet zu haben. Und es ist sinnvoll, in einzelnen Forschungsgebieten die verzweigten Hinweise auf Neues selber aufgespĂŒrt zu haben.
DarĂŒberhinaus mache ich mir nichts vor: Eine Uebersicht ĂŒber die schnelle Entwicklung des Faches bekommt man so nicht. Doch das ist hĂ€ufig essenziell. Gerade auch fĂŒr Nicht-Fachleute.

Da bleibt nur der Griff zu Lexikas, um Begriffe sauber bestimmt zu bekommen, zu HandbĂŒchern, um thematische Zusammenfassungen zu erhalten, oder eben zu diesem Buch:

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Steffen Kailitz: SchlĂŒsselwerke der Politikwissenschaft. Wiesbaden 2007, 499 S.

In diesem Buch bekommt man rasche und knappe Antworten auf herausragende Werke der Politikwissenschaft, etwa zu Klaus von Beymes “Die parlamentarischen Regierungssysteme in Europa”, zu Walter Bagehots “The English Constitution” oder zu Max Webers “Wirtschaft und Gesellschaft”.

In diesem neuartigen Band werden 129 zentrale Werke der Politikwissenschaft handlich besprochen. Das ist verdankenswert, wenn man gezwungen ist, fĂŒr eine Fragestellung, fĂŒr ein Projekt oder fĂŒr eine Vorlesung schnell abzuschĂ€tzen, was der Gehalt der Ergebnisse und Erkenntnisse ist.

Gerade dann, wenn man von einem Werk der Politikwissenschaft so angesprochen wird, steht es einem ja frei, bei geweckter Muse mal das ganze Buch zu lesen!

Claude Longchamp

SelbstverstÀndlich bleiben zwei Werke zur Politikwissenschaft unverzichtbar:
Kurzfassung: Dieter Nohlen und Rainer-Olaf Schultze (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Theorien, Methoden, Begriffe (2 Bd.). MĂŒnchen 2005 (3. Aufl.)
ausfĂŒhrliche Fassung: Dieter Nohlen (Hrsg.): Lexikon der Politik (7 Bde.), MĂŒnchen 1995 ff.

Die online Kurzversion kann man hier nachschlagen:
PolitikWissen.de

1 Response to “SchlĂŒsselwerke der Politikwissenschaft handlich aufgearbeitet”


  1. 1 Simon

    Das Lexikon der Politik in 7 BÀnden ist nur noch antiquarisch erhÀltlich. Es gibt allerdings eine digitale Variante die bei Directmedia als CD-ROM erschienen ist (Digitale Bibliothek). Dank Seitenkonkordanz ist die digitale Ausgabe genauso zitierfÀhig wie das analoge Pendant.

    http://www.amazon.de/Lexikon-der-Politik-PC-MAC/dp/3898534790

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