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	<title>Kommentare zu: Der schweizerische Nationalkonservatismus in der Gestalt der SVP</title>
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	<description>Politikwissenschaft in der Praxis, das Blog von Claude Longchamp</description>
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		<title>Von: cal</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/5971/5971/comment-page-1/#comment-2274</link>
		<dc:creator>cal</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 04:37:15 +0000</pubDate>
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		<description>Selbstverständlich gehört Christoph Blocher nicht zum Kleinbürgertum. Das Schema von Kitschelt (siehe unten) ist ja auch nicht entwickelt worden, um einzelne Exponenten zu analysieren.  

&lt;img src=&quot;http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/image001-300x202.png&quot; alt=&quot;image001&quot; title=&quot;image001&quot; width=&quot;350&quot; height=&quot;250&quot; class=&quot;alignnone size-medium wp-image-6004&quot; /&gt;

Vielmehr will das Schema aufzeigen, welches die gesellschaftlichen Entwicklungen sind, wie sie sich auf das ideologische Spektrum auswirken, genauer: wie die klassische Links/Rechts-Achse durch die zwischen libertärer und autoritärer Politik erweitert wird. 

Das Kleinbürgertum erscheint dann am ehesten als Potenzial für rechts-autoritäre Politik. Es kommen aber Professionelle aus liberalen Beruf hinzu, ausdrücklich auch Unternehmer; selbst nicht-qualifizierte ArbeiterInnen kann man hierbei erwähnen.

Die Mehrschichtigkeit entspricht durchaus der der SVP. Dennoch will mir das Schema nicht ganz genügen, um die Wählerschaft der SVP insgesamt zu kennzeichnen. Denn zwischen 2003 und 2007 wuchs sie in allen gesellschaftlichen Schicht. Das ist nach meiner Aufassung typisch für Nationalkonservatismus, der breiter gefasst und offener ist als rechtsautoritäre Politik.

Populismus und C.B.? Selbstverständlich. Denn eine Populismus-Definition ist auch, &quot;Politik im Namen des Kleinen Mannes zu machen&quot;, ohne selber dazu zu gehören. Dazu zählt, sich im öffentlichen Diskurs regelmässig von den Herrschenden, die diskreditiert werden, abzuheben. In der besagten Arena Sendung kam das etwa in der Polemik gegen die beiden &quot;Professoren auf der anderen Seite&quot; zum Ausdruck. Am Tag, an dem bekannt wurde, dass Christoph Blocher als Professor für Wirtschaftsethik in St. Gallen nicht auf der short list steht ...



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		<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstverständlich gehört Christoph Blocher nicht zum Kleinbürgertum. Das Schema von Kitschelt (siehe unten) ist ja auch nicht entwickelt worden, um einzelne Exponenten zu analysieren.  </p>
<p><img src="http://www.zoonpoliticon.ch/blog/wp-content/uploads/image001-300x202.png" alt="image001" title="image001" width="350" height="250" class="alignnone size-medium wp-image-6004" /></p>
<p>Vielmehr will das Schema aufzeigen, welches die gesellschaftlichen Entwicklungen sind, wie sie sich auf das ideologische Spektrum auswirken, genauer: wie die klassische Links/Rechts-Achse durch die zwischen libertärer und autoritärer Politik erweitert wird. </p>
<p>Das Kleinbürgertum erscheint dann am ehesten als Potenzial für rechts-autoritäre Politik. Es kommen aber Professionelle aus liberalen Beruf hinzu, ausdrücklich auch Unternehmer; selbst nicht-qualifizierte ArbeiterInnen kann man hierbei erwähnen.</p>
<p>Die Mehrschichtigkeit entspricht durchaus der der SVP. Dennoch will mir das Schema nicht ganz genügen, um die Wählerschaft der SVP insgesamt zu kennzeichnen. Denn zwischen 2003 und 2007 wuchs sie in allen gesellschaftlichen Schicht. Das ist nach meiner Aufassung typisch für Nationalkonservatismus, der breiter gefasst und offener ist als rechtsautoritäre Politik.</p>
<p>Populismus und C.B.? Selbstverständlich. Denn eine Populismus-Definition ist auch, &#8220;Politik im Namen des Kleinen Mannes zu machen&#8221;, ohne selber dazu zu gehören. Dazu zählt, sich im öffentlichen Diskurs regelmässig von den Herrschenden, die diskreditiert werden, abzuheben. In der besagten Arena Sendung kam das etwa in der Polemik gegen die beiden &#8220;Professoren auf der anderen Seite&#8221; zum Ausdruck. Am Tag, an dem bekannt wurde, dass Christoph Blocher als Professor für Wirtschaftsethik in St. Gallen nicht auf der short list steht &#8230;</p>
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		<title>Von: Holger</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/5971/5971/comment-page-1/#comment-2273</link>
		<dc:creator>Holger</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 23:23:59 +0000</pubDate>
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		<description>Der letzte Absatz ist interessant. In die Praxis übersetzt heisst das: Die SVP steckt kein Geld in die Abstimmung für die Minarett-Initiative, sagt aber dennoch Ja und Blocher engagiert sich, wenn deren Plakat verboten werden sollten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der letzte Absatz ist interessant. In die Praxis übersetzt heisst das: Die SVP steckt kein Geld in die Abstimmung für die Minarett-Initiative, sagt aber dennoch Ja und Blocher engagiert sich, wenn deren Plakat verboten werden sollten.</p>
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		<title>Von: Simon Lanz</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/5971/5971/comment-page-1/#comment-2271</link>
		<dc:creator>Simon Lanz</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 16:13:08 +0000</pubDate>
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		<description>Ich frage mich, ob sich die Gemeinsamkeiten nationalkonservativer Parteien nur auf inhaltliche Aspekte beschränken. Tatsächlich: Die Parteien ähneln sich in einer xenophoben Politik, einer pointierten antieuropäischen Haltung und der Überhöhung der eigenen Nation. Sie ähneln sich aber auch in ihrem populistischen Stil: 

Margaret Canovan beschrieb in ihrem Artikel «Trust the People!» den Populismus folgendermassen: «Populism in modern democratic societies is best seen as an appeal to ‹the people› against both the established structure of power and the dominant ideas and values of the society». Lebt Christoph Blocher nicht genau dieses Credo? Etwa wenn er sich in der Minarettplakat-Arena (9.19.09) über das Rednerpult beugt und sagt: «Wir haben eine direkte Demokratie, wie sie kein anderes Land kennt. In der Schweiz finden auch Diskussionen statt, welche Politiker unter den Tisch kehren wollen.» Auch Gianfranco Fini, Jean-Marie Le Pen oder der verstorbene Jörg Haider sahen sich in der Vergangenheit als Fürsprecher des Volkes und Bekämpfer des politischen Establishments.

Paradoxerweise ist Christoph Blocher selbst Teil der politischen Elite. Die Kategorisierung der politischen Milieus von Herbert Kitschelt scheint mir sehr aufschlussreich. Offenbart sie nicht auch eine Divergenz des politischen Klientels nationalkonservativer Parteien und deren Führung? Die Akademiker Blocher, Le Pen, Fini und Haider können kaum der «petite bourgeoisie» zugeordnet werden. Die Frage ist nur, wie das Auseinanderklaffen von Basis und Führung trotzdem so erfolgreich sein kann. Ist der Populismus der notwendige Klebstoff?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich, ob sich die Gemeinsamkeiten nationalkonservativer Parteien nur auf inhaltliche Aspekte beschränken. Tatsächlich: Die Parteien ähneln sich in einer xenophoben Politik, einer pointierten antieuropäischen Haltung und der Überhöhung der eigenen Nation. Sie ähneln sich aber auch in ihrem populistischen Stil: </p>
<p>Margaret Canovan beschrieb in ihrem Artikel «Trust the People!» den Populismus folgendermassen: «Populism in modern democratic societies is best seen as an appeal to ‹the people› against both the established structure of power and the dominant ideas and values of the society». Lebt Christoph Blocher nicht genau dieses Credo? Etwa wenn er sich in der Minarettplakat-Arena (9.19.09) über das Rednerpult beugt und sagt: «Wir haben eine direkte Demokratie, wie sie kein anderes Land kennt. In der Schweiz finden auch Diskussionen statt, welche Politiker unter den Tisch kehren wollen.» Auch Gianfranco Fini, Jean-Marie Le Pen oder der verstorbene Jörg Haider sahen sich in der Vergangenheit als Fürsprecher des Volkes und Bekämpfer des politischen Establishments.</p>
<p>Paradoxerweise ist Christoph Blocher selbst Teil der politischen Elite. Die Kategorisierung der politischen Milieus von Herbert Kitschelt scheint mir sehr aufschlussreich. Offenbart sie nicht auch eine Divergenz des politischen Klientels nationalkonservativer Parteien und deren Führung? Die Akademiker Blocher, Le Pen, Fini und Haider können kaum der «petite bourgeoisie» zugeordnet werden. Die Frage ist nur, wie das Auseinanderklaffen von Basis und Führung trotzdem so erfolgreich sein kann. Ist der Populismus der notwendige Klebstoff?</p>
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		<title>Von: Hans Widmer</title>
		<link>http://www.zoonpoliticon.ch/blog/5971/5971/comment-page-1/#comment-2270</link>
		<dc:creator>Hans Widmer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 14:20:11 +0000</pubDate>
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		<description>Nach der Vielzahl tendenziöser Analysen über die SVP endlich eine interessante Einschätzung. Die SVP kann mit fast 30 Prozent Wähleranteil nicht extrem sein. Oder sind 70 Prozent die für ihre Asylpolitik gestimmt haben alles heimliche Nazi?

Die SVP ist die einzige Partei die begriffen hat, dass man heute die Eigenheiten der Vaterländer gegen die Interessen der Hochfinanz verteidigen muss. Anders als die Linke braucht sie den Staat nicht um sich selber am Leben zu erhalten. Sie ist die Partei der Volkes die ohne Wenn und Aber zur Schweiz und ihrer Tradition steht.

Ich gehe einig, dass die SVP gelegentlich übertreibt. Vielleicht geht sie bisweilen auch zuweit wenn sie auf verkannte Probleme hinweist. Das wäre nicht nötig würden die Medien unvoreingenommen über die SVP berichten. Denn so, wie der Hase heute läuft muss man provozieren um sich Gehör zu verschaffen. Dazu zählt, dass man sagt was man denkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Vielzahl tendenziöser Analysen über die SVP endlich eine interessante Einschätzung. Die SVP kann mit fast 30 Prozent Wähleranteil nicht extrem sein. Oder sind 70 Prozent die für ihre Asylpolitik gestimmt haben alles heimliche Nazi?</p>
<p>Die SVP ist die einzige Partei die begriffen hat, dass man heute die Eigenheiten der Vaterländer gegen die Interessen der Hochfinanz verteidigen muss. Anders als die Linke braucht sie den Staat nicht um sich selber am Leben zu erhalten. Sie ist die Partei der Volkes die ohne Wenn und Aber zur Schweiz und ihrer Tradition steht.</p>
<p>Ich gehe einig, dass die SVP gelegentlich übertreibt. Vielleicht geht sie bisweilen auch zuweit wenn sie auf verkannte Probleme hinweist. Das wäre nicht nötig würden die Medien unvoreingenommen über die SVP berichten. Denn so, wie der Hase heute läuft muss man provozieren um sich Gehör zu verschaffen. Dazu zählt, dass man sagt was man denkt.</p>
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