Mehrheit lehnt Minarett-Initiative ab

35 Prozent dafĂŒr, 51 Prozent dagegen. Das ist das Hauptergebnis einer ReprĂ€sentativ-Befragung von Isopublic fĂŒr den Tages-Anzeiger, die heute abend in der online-Ausgabe erschienen ist.

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Quelle: newsnetz.ch

Mehrheiten fĂŒr die Initiative gibt es nur an der Basis der SVP. 52 Prozent sind hier dafĂŒr, 37 Prozent dagegen. Ueber dem Mittel ist die Zustimmungsbereitschaft bei den Menschen mit einer anderen Konfession resp. bei konfessionslosen BĂŒrgerInnen. Hinzu kommt eine leicht ĂŒberdurchschnittliche Ja-Tendenz bei den Frauen. Doch ĂŒberwiegt auch hier das Nein. Am klarsten gegen die Initiative eingestellt sind die SP-WĂ€hlerInnen, gefolgt von jenen der FDP und den MĂ€nnern. Bei Katholiken wie Reformierten resultieren Nein-Mehrheiten.

Der “Tages-Anzeiger” wertet das Ganze in der online-Ausgabe als “knapp”. Man kann das auch anders sehen, denn bei Initiativen ist es zwar nicht ausgeschlossen, aber wenig wahrscheinlich, dass eine Nein-Mehrheit ins Gegenteil kippt. In der Regel sind UnschlĂŒssige zu Beginn eines Abstimmungskampfes eher spĂ€tere GegnerInnen. Ob eine Ausnahme vorliegt, wissen wir nicht mit Sicherheit. Dagegen spricht, dass das bereits die zweite Befragung von Isopublic ist, welche eine Nein-Mehrheit ausweist. Eine erste, fĂŒr die reformierte Kirche, zeigte noch 37 Prozent auf der Ja-Seite und erst 49 Prozent im Nein-Lager. Trotz der leicht höheren Zustimmung titelten die Medien damals: Mehrheit dagegen.

Claude Longchamp

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