politReport spiegelt die Schweizer e-Medien

“Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der hĂ€ufigst zitierte Politiker im ganzen Land?” So etwa lautet das Motto des neuen politReport zur Schweizer Politik im Internet.

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PrÀsenz der BundesratskandidatInnen in den Schweizer e-Medien gemÀss politreport.

Seit diesem Jahr gibt es auf dem Web eine neue Dienstleistung zu Politik und Medien. UrsprĂŒnglich fĂŒr Deutschland konzipiert, existiert auch in der Schweiz ein Ableger der politReports. Seit FrĂŒhling 2009 ist die Kommunikationsagentur Furrer.Hugi&Partner in Bern Partner des Projekts, und jĂŒngst verkĂŒndete NZZ-Online, mit politReprot zu kooperieren.

Laufend ausgewertet werden rund 800 Schweizer Online-Medien und politische Blogs. TÀglich um 6 Uhr kann man den neuen Parteien-Index abrufen, welcher die e-PrÀsenz der schweizerischen Parteien und ihrer PrÀsidenten aufzeigt.

Momentan dreht sich alles um die Ersatzwahl in den Bundesrat. Das entsprechende Kandidaten-Rating belegt den Eindruck, dass es an ĂŒbergeordneten Trends in der MedienprĂ€senz noch fehlt. Pascal Broulis, Dominique de Bumann, Fulvio Pelli und Urs Schwaller waren seit den Sommerferien die am meisten diskutierten Kandidaten. Aufgestiegen sind sie in der Zitierung mit der AnkĂŒndigung ihrer Kandidatur; doch hat sich danach keiner wirklich ganz oben halten können.

Gerne hĂ€tte man neben der PrĂ€senz von PolitikerInnen auch eine quantitative Analyse der Bewertungen in den e-Medien gehabt. Denn das macht solche Instrumente ĂŒber die eher zweifelhafte PR-Binsenwahrheit hinaus interessant, es egal sei, wie man dargestellt werde; Hauptsache man komme vor. Wie schnell PrĂ€senz ohne eigene Botschaft die Fremdkritik entscheidend wird, musste beispielsweise Fulvio Pelli in den letzten 10 Tagen erfahren.

Claude Longchamp