Zum dritten Mal in Folge fĂ€llt der Bericht von “Freedom House” zum weltweiten Stand der Demokratie kritisch aus. Zwar bleibt die Zahl der etablierten Demokratie praktisch konstant, doch verringert sich die DemokratiequalitĂ€t, hĂ€lt die neueste Ausgabe fest.
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Freedom House erstellt jĂ€hrlich den Bericht âFreedom in the Worldâ, in dem der Grad an Demokratie und Freiheit in Nationen und bedeutenden umstrittenen Territorien auf der ganzen Welt bewertet wird. Beurteilt werden die Ausgestaltung der politischen Rechte und der bĂŒrgerlichen Freiheiten, weil sie in liberal ausgerichteten Demokratietheorien als entscheidend angesehen werden.
Die aktuelle World Map of Freedom hĂ€lt Verschlechterungen der DemorkatiequalitĂ€t in Senegal (von âfreiâ zu âteilweise freiâ), Afghanistan und Mauretanien (von âteilweise freiâ zu âunfreiâ) fest, wĂ€hrend Bhutan, Malediven und Pakistan neu etwas (von “unfrei” zu “teilweise frei”) eingestuft werden.
In Europa ergeben sich kaum Trends. Zu den ProblemlĂ€ndern zĂ€hlen vor allem die TĂŒrkei (“teilweise frei”), Italien, Griechenland und Monaco, die zwar frei angestuft werden, wegen eingeschrĂ€nkten politischen Rechte (Monaco) resp. bĂŒrgerlichen Freiheiten (Italien und Griechenland) kritisiert werden.
Wichtiger noch als die Umgruppierungen erscheint den Berichterstattern, dass die DemorkatiequalitĂ€t nicht mehr per se garantiert ist. Oder anders gesagt: “According to the surveyâs findings, 2008 marked the third consecutive year in which global freedom suffered a decline.” Mit anderen Worten: FĂŒr die schleichende Erosion in der Ausgestaltung politischer Rechte und bĂŒrgerlicher Freiheiten in Demokratie braucht es ein entwickelteres Sensorium.
Uebrigens: Die Schweiz ranigert seit 1973, dem Zeitraum, fĂŒr den solche Ratings vorliegen, immer in der obersten Kategorie mit der Idealbewertung 1.
Claude Longchamp


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