Freiheiten und Demokratie weltweit vermessen

(zoon politicon) Demokratietypisierungen sind heutige in demokratischen Staaten in. Der wesentliche Gegensatz in den politischen Systemen, im 20. Jahrhundert entstanden, betrifft jener zwischen demokratischen und nicht-demokratischen Regimes. Mit dieser PolaritÀt beschÀftigt sich eine der weltweit am hÀufigsten zitierten LÀndereinteilungen, jene, die das Freedom House in Washington, D.C. (USA) herstellt.

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Weltweit aktuellste LĂ€nderklassierung aufgrund der existierenden politischen und bĂŒrgerlichen Freiheiten, erstellt durch das Freedom House

Die amerikanische Forschungseinrichtung erstellt jĂ€hrlich einen Bericht ĂŒber den Grad der demokratischen Freiheiten, gemessen am Stand der verbrieften bĂŒrgerlichen und politische Rechte. Die politische Freiheit wird aufgrund des Wahlprozesses, des Pluralismuses und der Partizipation in der Politik bestimmt, wĂ€hrend Rede-, Glaubens- und Versammlungsfreiheit auf der einen, Rechtstaatlichkeit und Garantie individueller Rechte auf der anderen Seite die bĂŒrgerlichen Rechte ergeben.

Das Freedom House unterstĂŒtzte in der Vergangenheit verschiedene Grossprojekte wie den Marshallplan nach dem Zweiten Weltkrieg, die BĂŒrgerrrechtsbewegungen der 60er Jahren, Solidarnosc in Polen und Demokratie-Bestrebungen in der Ukraine und in Serbien.

Freedom House sieht sich damit im Trend. Nach ihren Berichten nimmt der Anteil liberale Demorkatien weltweit zu. 1973 galten 43 Staaten als “frei”, 2003 waren es 89″. 48 galten ausdrĂŒcklich als “unfrei”, wĂ€hrend 55 als “halbfrei” klassiert wurden. Zwischen 1993 und 2003 nahm deren Zahl allerdings nicht zu Gunsten der frei, sondern auch der unfreien ab.

Das Freedom House sieht sich mit seinen AktivitĂ€ten im Gefolge der ErklĂ€rung der Menschenrechte. Indes, es steht damit nicht allein. Der Index der ökonomischen Freiheiten, ebenfalls jĂ€hrlich durch die Heritage Foundation erstellt und durch das Wall Street Journal publiziert, benasprucht ebenfalls, die Realisierung von Freiheit bestimmen zu können. Das gilt, ebenfalls spezifiziert, auch fĂŒr den den Weltweiten Index der Pressefreiheit, durch die Reporter ohne Grenzen herausgegeben (der auch die BlogosphĂ€re berĂŒcksichtigt).

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Uebersicht ĂŒber die weltweite Verteiligung von Demokratien und Diktaturen aufgrund des Economist Intelligence Unit’s Index of Democracy

Spezifischer auf die Demokratie zugeschnitten ist schliesslich der Economist Intelligence Unit’s Index of Democracy. Er teilt die Staaten in volle, weitgehend und hybride Demokratien resp. autoritĂ€re Regimes oder Diktaturen ein. Dabei stellt der Index auf verschiedenste Indikatoren ab wie die bĂŒrgerlichen Freiheiten, die Wahlen, Medienfreiheit, politische Partizipation, öffentliche Meinung, funktionierende Regierung , Korruption und politische StabilitĂ€t. Daraus entsteht nicht nur eine qualitative, sondern auch eine quantitative Beurteilung der 169 untersuchten LĂ€nder.

Die Schweiz rangiert im Demokratie-Index weltweit an 10. Stelle. Die Abstriche entstehen wegen gewissen Problemen mit der politischen Partizipation. In den drei oben genannten Ranglisten, die qualitative Aussagen machen, ist die Schweiz jeweils in der obersten oder freisten Kategorie.

Claude Longchamp

Uebersicht ĂŒber alle Indices

Vertiefender Literaturhinweis:
Alexander Gallus, Eckehard Jesse (Hg.): Staatsformen von der Antike bis zur Gegenwart. Wien 2007 (2., erweiterte Auflage)

Aktueller Hinweis:
Gedenktag der MĂ€rzrevolution von 1848 in Berlin zum Thema “Freiheit und Demokratie”

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