Wie links und rechts den Ausgang der Ausschaffungsabstimmungen beeinflussen können.

Die Initiative hat die grösseren Chancen angenommen zu werden als der Gegenvorschlag. Das ist die Bilanz 18 Tage vor der Abstimmung. Was effektiv geschieht, hÀngt von weiteren Faktoren ab, die man heute noch nicht kennt.

grafik3

ZunĂ€chst, die Mobilisierung hat eben erst begonnen. Die Beteiligung ist bei Abstimmungen bei weitem kein sicherer Wert mehr. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Mobilisierung gerade bei der Ausschaffunginitiative nicht neutral ist. Jene, die sich eher, aber nicht sicher beteiligen wollen, sind klarer als die bestimmt Teilnahmewilligen fĂŒr die Initiative und wider den Gegenvorschlag. Jede Beteiligung ĂŒber 45 Prozent dĂŒrfte damit zu einer vermehrten Zustimmung zur Initiative und zu einer verstĂ€rkten Ablehnung des Gegenvorschlags fĂŒhren.

grafik2

Sodann, der Gegenvorschlag schwĂ€chelt, weil er von rechts klar, immer mehr aber auch von links bekĂ€mpft wird. Eine Regierungsvorlage mit doppelter politischer Opposition hat es in der Regel schwer. Die Umfrage zeigt auch hier, dass rund die HĂ€lfte der SP- resp. GrĂŒn-WĂ€hlenden von der offiziellen Parteiparole abweicht, und den Gegenvorschlag nicht erst bei der Stichfrage, sondern schon bei der Hauptfrage unterstĂŒtzen will. WĂŒrde dieser Anteil klar ansteigen, könnte das ein Zeichen zur Sammlung fĂŒr den Gegenentwurf sein, und im ganzen BefĂŒrworterlager fĂŒr die nötigen Prozent sorgen, damit die Zustimmungsschwelle von 50 Prozent erreicht und die Stichfrage ĂŒberhaupt erst zum Zug kommen wĂŒrde.

Mobilisierung auf der rechten Seite, Taktik mitte/links kann die AusgĂ€nge zu den beiden Volksabstimmungen ĂŒber die Ausschaffung krimineller AuslĂ€nderInnen noch massgeblich beeinflussen, – und zwar in die eine wie auch die andere Richtung.

Doch damit nicht genug: Selbst der demokratiepolitische worst case ist gegenwĂ€rtig nicht ganz auszuschliessen: Dass nĂ€mlich keine der Vorlagen, Volks- und StĂ€ndemehr schafft und beide ganz knapp schneitern. Dann hĂ€tte der SouverĂ€n entschieden, und niemand wĂŒsste was!

Weil letztlich niemand die genaue Interaktion der finalen Meinungsbildung bei Volksabstimmung mit Initiative und Gegenvorschlag kennt, erschwert das jede Festlegung auf ein einziges Szenario zum Abstimmungsausgang.

Den ganzen Forschungsbericht nachschlagen.

Claude Longchamp

25 Responses to “Wie links und rechts den Ausgang der Ausschaffungsabstimmungen beeinflussen können.”


  1. 1 Mario

    Vielen Dank fĂŒr den interessanten Beitrag.

    Könnten Sie die beiden Bilder etwas grösser einfĂŒgen? Sie sind (zumindest bei mir) nur mĂŒhevoll zu erkennen. Bei irgendeinem Ă€lteren Beitrag zu StĂ€nderĂ€tin Sommaruga war das auch schon der Fall.

    Vielen Dank und weiter so!

  2. 2 cal

    bei diesen bildern geht die auflösung nicht höher. schlagen sie aber im verlinkten bericht nach, dort ist alles besser ersichtlich,
    das bild von simsom ist leider echt schlecht, das lĂ€sst sich gar nix machen …

  3. 3 rehcolb

    Das Tragische an dieser Abstimmung ist, dass das Thema durch den Bundesrat Blocher mit ein paar wenigen Gesetzen vor Jahren schon erledigt werden können.

    Was er bloss getan hat?

  4. 4 antiveganer

    “Doch damit nicht genug: Selbst der demokratiepolitische worst case ist gegenwĂ€rtig nicht ganz auszuschliessen: Dass nĂ€mlich keine der Vorlagen, Volks- und StĂ€ndemehr schafft und beide ganz knapp schneitern. Dann hĂ€tte der SouverĂ€n entschieden, und niemand wĂŒsste was!”

    was wÀre daran bitte ein demokratiepolitischer worst case? der souverÀn hÀtte dann entschieden, beide vorlagen abzulehnen. das wÀre doch auch eine klare entscheidung.

    wahrscheinlicher ist allerdings, dass die svp mit ihrer initiative durchkommt und nachher die gerichte und behörden das zweifelhafte vergnĂŒgen haben, diese unsinnige vorschrift irgendwie mit menschenrechten, völkerrecht und vor allem den beziehungen zur eu in einklang zu bringen. das kann noch lustig werden, und ich denke kaum, dass die mehrheit der fĂŒr die ausschaffungsinitiative weiss, wofĂŒr sie das stimmt und die rechtlichen folgen auch nur ansatzweise ĂŒberblickt. das ist der tatsĂ€chliche demokratiepolitische worst case: eine mehrheit, die nicht sich nicht so entscheidet, wie sie glaubt zu entscheiden.

  5. 5 cal

    Mein Argument ist anders. Der Mehrheitsentscheid soll von einer Mehrheit gefÀllt werden. Das ist bei Ja/Nein-Situationen recht einfach möglich. Bei Doppelabstimmungen gibt es halt mindestens 3 Positionen:
    Nein/Nein
    Ja/Nein
    Nein/Ja
    Theoretisch kommt eine vierte hinzu: Ja/Ja. Wenn 50 Prozent Nein-/Nein stimmen ist alles wieder in Butter. Wenn es aber weniger sind, ist es dennoch möglich, dass alles abelehnt wirde. Dann hat eine Minderheit individuell so gestimmt, wie kollektiv. Das ist meine Gedanke gewesen.

  6. 6 rehcolb

    Was mich eher nervt, dass Menschenrechte und PersonenfreizĂŒgigkeit bis Unmenschlichkeit als Argument gegen die Ausschaffung herbeigezogen werden.

    Tatsache ist doch, dass ein Strafurteil unabhĂ€ngig von der NationalitĂ€t gesprochen wird, die meisten Kriminellen nicht aus LĂ€ndern kommen, mit welchen wir die PersonenfreizĂŒgigkeit geregelt haben, und Beispiele zeigen, dass ausgeschaffte Kriminelle im eigenen Land entweder schon kriminell waren, oder nachher als Helden gefeiert werden.
    Und das Menschenrecht regelt nicht, wer hier bleiben darf und wer nicht. Sonst dĂŒrfte man ja auch keine Asylanten ausweisen.

  7. 7 antiveganer

    @ cal: ach so. aber wenn es keine mehrheitsfĂ€hige alternative gibt, ist das halt so. nun war es halt nicht so, womit ich zurĂŒck zu meinem argument komme: ich denke nicht, dass die mehrheit weiss, was sie da eigentlich beschlossen hat. ein beispiel ist z.b. rehcolb:

    @ rehcolb: asylanten = anerkannte politisch verfolgte dĂŒrfen selbst nach der jetzt beschlossenen regel nicht ausgeschafft werden. das verhindert der non-refoulement-grundsatz und den halten schweizer juristen im allgemeinen fĂŒr einen teil des völkerrechts, der auch durch verfassungsĂ€nderungen nicht ignoriert werden darf. den denn kann die schweiz nicht kĂŒndigen, der wird als unabĂ€nderbarer grundbestandteil des völkerrechts gesehen. kĂŒndigen könnte die schweiz hingegen die europĂ€ische menschenrechtskomvention und die freizĂŒgigkeitsvertrĂ€ge mit der eu, und gegen beide verstĂ¶ĂŸt die schweizer verfassung nun. das kann noch lustig werden, ich tippe und hoffe auf pragmatische ignorieren um umdeuten durch den einfachen gesetzgeber und die justiz. den austritt der schweiz aus dem europarat und die schliessung der grenzen zur eu halte ich doch fĂŒr eher schwer vorstellbar.

  8. 8 rehcolb

    @antiveganer
    was willst du eigentlich sagen? Es war ja nur ein Beispiel.
    Wenn du alle Gesetze fĂŒr die Ewigkeit halten willst, dann bist du arm dran. Der Mensch bestimmt, was Gesetz ist. Und auch Völkerrecht und Menschenrecht wurde vom Mensch geregelt. Und der ist ja nicht fehlbar.

  9. 9 rehcolb

    @antiveganer
    Die Initiative ist wohl ziemlich leicht zu durchschauen. Wenn du dem StimmbĂŒrger unterstellst, sie versteht das nicht, dann zweifle ich an dir. Was soll kompliziert daran sein?

    Ich verstehe lediglich nicht, warum man sich fĂŒr Kriminelle noch einsetzen kann.

  10. 10 antiveganer

    @ rehcolb: du hast sie offenbar nicht verstanden, und das scheint mir durchaus reprĂ€sentabel zu sein. du hast auch nicht verstanden, was ich geschrieben habe. ich hab mich kein stĂŒck fĂŒr kriminelle eingesetzt, sondern versucht, dir die rechtslage nahe zu bringen. bevor man gesetze Ă€ndert, sollte man eine grobe vorstellung davon haben, welche gelten und wie sie funktionieren.

    genau wie du sind die meisten wĂ€hler an der realitĂ€t aber nicht interessiert, wenn sie schön mit dem bauch abstimmen können. auch das mit den kriminellen, die im eigenen land schon kriminell waren – es geht hier nicht um touristen und gerade zugereiste, sondern um schon lange in der schweiz ansĂ€ssig mit entsprechend verfestigtem aufenthaltsrecht (und um anerkannte politisch verfolgte).

    nun erklĂ€r mir doch bitte mal, wie sich der zwang (!) einen seit 20 jahren in der schweiz ansĂ€ssigen und dort geborenen italiener wegen der verkaufs von 1g haschisch auszuschaffen, mit der von der schweizer verfassung garantierten verhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit, mit dem schutz des familienlebens durch die europĂ€ische menschenrechtskonvention und den freizĂŒgigkeitsvertrĂ€gen mit der eu (ausschaffung nur bei schwerer gefahr fĂŒr öffentliche sicherheit) vereinbaren lĂ€sst. oder wie du dir die anpassung dieser rechtsnormen an den schweizer volkswillen praktisch vorstellst.

    ich bin gespannt, um solche banalitĂ€ten kĂŒmmert sich die svp ja nicht und ihre wĂ€hler ebenso wenig. sollen sich doch die verachteten eliten drum kĂŒmmern, und wenn die eigenen trĂ€ume an der realitĂ€t scheitern sind die wieder schuld. ihr lebt schon in einer bequemen zuckerwattewelt.

  11. 11 rehcolb

    > nun erklÀr mir doch bitte mal, wie sich der zwang (!) einen seit 20 jahren in der schweiz ansÀssigen und dort geborenen italiener wegen der verkaufs von 1g haschisch auszuschaffen,

    dieser fiktive Fall ist blöd:
    1. wird er dafĂŒr gar nicht zu genĂŒgend hoher Strafe verurteilt, dass er in den Genuss der Ausschaffung kommen könnte
    2. ist der Anteil derer, die noch nach 20 Jahren AnsÀssigleit kriminell werden, klein
    3. Die Kriminellen (Vergewaltigung, Körperverletzung) sind meist unter 30 und keine 20 Jahre hier, aber schon mehrfach vorbestraft
    4. die Gesetzgebung durchaus so gestaltet werden kann, dass HÀrtefÀlle ausgeschlossen werden.
    5. das vielzitierte Menschenrecht und PerosnenfreizĂŒgigkeit nicht sakrosankt sind. (Sarkozy machts vor, und das mit Nichtkriminellen, und das in der EU, und Berlusconi lĂ€sst nicht mal alle Asylanten rein)

    Was du scheinbar nicht begriffen hast, dass ĂŒbergeordnetes Recht auch abgeĂ€ndert werden kann, und die angenommene Verfassungsinitiative auch die Verfassung Ă€ndern kann.

    Deine Rechtslage in Ehren, aber hier geht es um Änderung oder Anpassung des Rechts. Deine ObrigkeitsglĂ€ubigkeit ist mir zuwider!

    ErzÀhle deinen Kriminellen, dass es ein Gesetz gibt, das KriminalitÀt unter Strafe steht! Vielleicht hört dann KriminalitÀt auf!

  12. 12 antiveganer

    dieser fiktive Fall ist blöd:
    1. wird er dafĂŒr gar nicht zu genĂŒgend hoher Strafe verurteilt, dass er in den Genuss der Ausschaffung kommen könnte

    du weisst leider auch nicht, worĂŒber abgestimmt wurde. die regelung sieht keine mindesthöhe der strafe vor, fĂŒr drogenhandel ganz egal in welchem umfang ist die ausschafung zwingende folge.

    aber gut, ein anderes beispiel extra fĂŒr islamophobe: seit langem in genf als drittfrau gehaltene burkhatrĂ€gerin bringt den sie quĂ€lenden und terorisierenden man um. leider nicht in notwehr, sondern mit bedacht = mord. in ihrem heimatland erwartet sie die todesstrafe. wie soll in zukunft ihre ausschaffung verhindert werden, oder hat die einfach pech gehabt und hĂ€tte man lieber einen netten aufgeklĂ€rten schweizer heiraten sollen?

    2. ist der Anteil derer, die noch nach 20 Jahren AnsÀssigleit kriminell werden, klein

    das ist kriminologisch schlicht falsch. gerade die erste generation von immigranten ist meist gesetzestreuer als die einheimischen – daher auch die sehr guten zahlen fĂŒr die deutschen in der schweiz. problematisch sind deren kinder und kindeskinder, zumindest wenn sie in untere gesellschaftschichten geboren werden. dann benehmen sie sich nĂ€mlich nicht mehr besser als ihre schweizer kollegen.

    nochmal zur klarstellung: um reisende kriminelle geht es nicht, die haben keine niederlassungserlaubnis die sie verlieren könnten und wurden bisher schon genauso schnell ausgeschafft wie in zukunft.

    3. Die Kriminellen (Vergewaltigung, Körperverletzung) sind meist unter 30 und keine 20 Jahre hier, aber schon mehrfach vorbestraft

    unfug, siehe oben. eine sammlung von ins feindbild passenden einzelfÀllen ersetzt keine aussagekrÀftige statistik.

    4. die Gesetzgebung durchaus so gestaltet werden kann, dass HÀrtefÀlle ausgeschlossen werden.

    wie denn bitte? das ziel der initiative war es doch gerade, solche einzellfallentscheidungen auszuschliessen. und genauso steht es jetzt in der verfassung, wer als auslĂ€nder bestimmte straftaten begeht wird ausgewiesen, ohne jede einschrĂ€nkung. jede andere regelung per gesetz wĂŒrde gegen die bundesverfassung verstossen – was allerdings auch wieder egal wĂ€re, denn es gibt in der schweiz ja kein verfassungsgericht, welches das sanktionieren könnte.

    5. das vielzitierte Menschenrecht und PerosnenfreizĂŒgigkeit nicht sakrosankt sind. (Sarkozy machts vor, und das mit Nichtkriminellen, und das in der EU, und Berlusconi lĂ€sst nicht mal alle Asylanten rein)

    weil andere in einzelfÀllen dagegen verstossen, ist es also in ordnung, wenn die schweiz sich grundsÀtzlich nicht mehr dran hÀlt? soll ich jetzt den nÀchsten wagen aufbrechen, weil andere das doch auch tun?

    Was du scheinbar nicht begriffen hast, dass ĂŒbergeordnetes Recht auch abgeĂ€ndert werden kann, und die angenommene Verfassungsinitiative auch die Verfassung Ă€ndern kann.

    das ist mir nur zu bewusst, und eben das ist das problem mit der schweizer regelung der volksinitiative. handelte es sich nur um einfaches recht, könnte man die kanten abschleifen (allerdings auch hier wieder: schwierig ohne verfassungsgericht).

    Deine Rechtslage in Ehren, aber hier geht es um Änderung oder Anpassung des Rechts. Deine ObrigkeitsglĂ€ubigkeit ist mir zuwider!

    “obrigkeitsglaube” ist gut. ich weise nur vorsichtig darauf hin, dass es nicht in der macht des schweizer volkes steht, einseitig die emrk oder auch die vertrĂ€ge mit der eu zu Ă€ndern. klar, die schweiz kann die kĂŒndigen und sich in die isolation zurĂŒckziehen. aber möchten das die schweizer wirklich?

    ErzÀhle deinen Kriminellen, dass es ein Gesetz gibt, das KriminalitÀt unter Strafe steht! Vielleicht hört dann KriminalitÀt auf!

    lol! erstens sind das genauso deine kriminellen wie meine. vermutlich mehr deine, weil viele davon nur in deinem kopf existieren. und zweitens ist es doch gerade dieser glaube an die zauberkraft von gesetzen, welcher der initiative zugrundeliegt. erzÀhl deinen auslÀndischen kriminellen doch mal, dass mord und vergewaltigung jetzt aber wirklich mit ausschaffung geahndet wird. mal sehen, ob das die anzahl der morde in der schweiz nennenswert senken wird, ich bin gespannt!

  13. 13 antiveganer

    die schönen zitate sind weg, eben gingen sie doch noch:

    test

  14. 14 cal

    Welche Zitate sind weg?

  15. 15 rehcolb

    @antiveganer
    Wenn sich jeder bedeutungslose Wortverdreher wie du (und der Rest der Welt auch) sich wortgetreu an die vorhandenen Gesetze halten wĂŒrde, sĂ€he die Welt anders aus.

    Tatsache ist, dass die Initiative einen Rahmen absteckt, und in der Gesetzgebung noch einiges prÀzisiert und hoffentlich ergÀnzt wird.

    Du darfst mich wieder erinnern, wenn jemand wegen einer Bagatelle ausgeschafft wird. Wundere dich aber nicht, wenn ich trotzdem Freude habe, denn jeder Ausgeschaffte ist ein AuslÀnder weniger. Und auch das kann nur positiv sein!

  16. 16 antiveganer

    @cal: die in korrekter Groß- und Kleinschreibung verfassten teile sind zitate von rehcolb, die ich als “blockquote” formatiert hatte. beim anderen blogeintrag funktonierte das, hier aber nicht.

    @rehcolb:

    gesetze mĂŒssen ausgelegt werden und eine wortgetreue auslegung kann der komplexitĂ€t der welt nicht gerecht werden. sie ist meist auch geheuchelt, man muss sich dazu nur die evangelikalen fundis mit ihren tausend verschiedenen wortgetreuen bibelauslegungen ansehen. oder die dominanten islamischen rechtsschulen, die legen auch wert auf eine “wortgetreue” auslegung. rechtsradikale amerikaner meinen auch, es gĂ€be eine allein wahre wortgetreue auslegung ihrer verfassung. das ist das denken von fanatikern, die neben ihrer einzig wahren meinung keine andere gelten lassen.

    ja, die initiative steckt einen rahmen ab. aber dieser rahmen ist bereits viel zu eng und kann durch prÀzisierungen nur noch enger werden.

    vermutlich wird es sich noch jahre hinziehen, bis wer wegen einer bagatelle ausgeschafft wird. das liegt aber schlicht daran, dass das interesse an einer umsetzung dieses monstrums bei vernĂŒnftigen politikern sehr gering ist. das mag nicht besonders demokratisch sein.

    aber wer wie du ein gutes fĂŒnftel seiner mitbĂŒrger wegwĂŒnscht, ist dann doch wohl die deutlich grössere gefahr fĂŒr die schweizer demokratie. ich muss sagen, mir graust es bei dem braunen sumpf, der sich in der schweiz (und nicht nur dort) gerade ausbreitet. dass sich der rassistische mob auf den angeblichen “volkswillen” beruft, gegen die elitĂ€ren (aka noch nachdenkenden) politiker, juristen, journalisten etc. schimpft und dabei fest im glauben ist, fĂŒr eine bessere welt zu streiten, ist auch nichts neues.

  17. 17 rehcolb

    >aber wer wie du ein gutes fĂŒnftel seiner mitbĂŒrger wegwĂŒnscht, ist ….

    was eine Unterstellung ist. Ich hoffe ja kaum, dass ein fĂŒnftel kriminell ist, und diese noch als MitbĂŒrger zu bezeichnen, ist etwas hochgegriffen.
    Kriminelle sind eher Abschaum.

    Der braune Sumpf ist wohl nur ein Wunsch deinerseits, den gibts hier kaum.
    Der AuslĂ€nderhass wird durch Kriminelle geschĂŒrt, und wenn dies vermieden werden kann, dann ist das Mittel der Ausschaffung genau richtig. Wenn es andere Wege bibt, ist es auch gut. Intergartion jedenfalls, sofern sie je versucht wurde, bringt nichts.

  18. 18 antiveganer

    ich lese da

    “jeder Ausgeschaffte ist ein AuslĂ€nder weniger. Und auch das kann nur positiv sein!”

    wie anders soll ich das verstehen als den wunsch, das fĂŒnftel der stĂ€ndigen bewohner der schweiz mit falschen pass möge land gewinnen? ganz egal, ob kriminell oder nicht. das ist ganz banaler rassismus und damit bist du teil des braunen sumpfes. die verwendung von “abschaum” als pauschale bezeichnung fĂŒr alle straffĂ€lligen lĂ€sst auch tief blicken.

  19. 19 rehcolb

    es ging um Kriminelle.
    Wenn es zudem weniger AuslÀnder hier hat, ist es auch recht, hat aber nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit den Problemen, die durch die stark steigende Bevölkerung bereits zutage treten.

    “Kriminelle sind eher Abschaum.” das sagte ich.

    >die verwendung von “abschaum” als pauschale bezeichnung fĂŒr alle straffĂ€lligen lĂ€sst auch tief blicken.> … ist deine Definition, welche fĂŒr mich nicht zutrifft.

    Lieber Wortverdreher, wenn du eine Idee hast, wie die Probleme gelöst werden können, dann lass hören.

  20. 20 antiveganer

    “kriminelle sind eher abschaum” ist kein pauschales urteil ĂŒber alle straftĂ€ter? und “auslĂ€nder raus” hat nichts mit rassismus zu tun? na das nenn ich chuzpe.

    komm, geh mit deinen kameraden spielen, du bist nicht satisfaktionsfÀhig.

  21. 21 rehcolb

    “kriminelle sind eher abschaum” ist kein pauschales urteil ĂŒber alle straftĂ€ter? nein.

    “auslĂ€nder raus” habe ich nie gesagt!
    Es ist besser, weniger reinzulassen! Was ja nichts neues ist, sondern praktiziert wird. Es gibt keine allgemeine Einwanderungsfreiheit!

    lerne lesen und verstehen.

    Warum die Ausschaffung von Kriminellen nicht unmenschlich ist, siehst du ĂŒbrigens daran, dass einige ins eigene Land abhauen, bevor sie erwischt werden … ..!

  22. 22 antiveganer

    lern du bitte schreiben, oder vielleicht besser erst mal denken.

    “jeder Ausgeschaffte ist ein AuslĂ€nder weniger. Und auch das kann nur positiv sein!”

    1. da geht es um ausschaffung, nicht um immigration
    2. da geht es um alle auslÀnder, nicht nur um kriminelle

    das verstehe ich als “auslĂ€nder raus”. wenn du jetzt plötzlich behauptest, es sei um weniger zuwanderung gegangen, ist das schlicht unsinn.

    und dein argument mit den freiwillig ausreisenden / abhauenden – herr schmeiss hirn vom himmel! bist du wirklich so beschrĂ€nkt? vielleicht tut es dem schweizer genpool doch mal ganz gut, durch etwas mehr zuwanderung aufgefrischt zu werden.

  23. 23 rehcolb

    was hab ich bloss angerichtet!

    Da meinet doch einer, er sei gescheit, intelligent, gebildet, und stehe ĂŒber allem. Und was muss ich nun merken: er ist elitĂ€r, ĂŒberheblich und verliert die Fassung. Schade.

    >wenn du jetzt plötzlich behauptest, es sei um weniger zuwanderung gegangen, ist das schlicht unsinn.

    Hab ich nicht behaupet, aber wie du gelesen hast, angesprochen.

  24. 24 antiveganer

    elitĂ€r – dieses nullargument fehlte noch.

  25. 25 rehcolb

    Richtig es ist kein Argument und war auch nicht als solches gedacht.

    Ich hab andere, wie du öfter gelesen hast, halte es bitte auch so.

    >was war das?
    “herr schmeiss hirn vom himmel! bist du wirklich so beschrĂ€nkt?”

    Hier ist keine Gebetsstunde! :-)

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